Ökumenisches Friedensgebet am Freitag, den 01.04.2022 in Lichtenau






Ökumenisches Friedensgebet am Freitag, den 01.04 2022, um 18:30 Uhr

in Lichtanau mit Pfarrer Manfred Woschek und Pfarrerin Ute Braun














Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein.

Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben.




Musik zum Eingang: Tebje Pajom

(zunächst instrumental (ohne Wiederholungen) und dann singt es die Gemeinde mit)

https://www.youtube.com/watch?v=7m-QBrIbZB0

O Herr, gib Frieden. O Herr, gib Frieden. Den Frieden dieser Welt, steh uns bei. (2x)

Wir bitten dich: Erhöre uns. Wir bitten dich: Erhöre uns.

Wir bitten dich: Erhöre uns, steh uns bei. (2x)

Herr, du unser großer Gott!

Eröffnung:

Es ist immer noch Krieg.

Seit mehr als 5 Wochen leiden und sterben in der Ukraine Menschen.

Seit mehr als 4 Wochen müssen Tausende fliehen.

Das muss aufhören.

Viele Menschen hier und auf der ganzen Welt setzen sich für den Frieden ein.

Viele helfen mit ihrer ganzen Kraft den Flüchtenden.

Und trotzdem bleibt die Ohnmacht.

Wir wollen weiterhin auf die Kraft des Gebetes vertrauen, so wie es auch unsere Schwestern und Brüder in der Ukraine tun.

Mit ihnen gemeinsam wollen wir in das Gebet einstimmen.

Gemeinsam mit ihnen wollen wir unser Entsetzen über die Grausamkeit von Menschen laut machen. Gemeinsam wollen wir bitten. Gemeinsam dürfen wir hoffen.

Deshalb sind wir hier: Im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm (NL 937.2) im Wechsel

Unsere Unruhe, unsere Angst, unsere Sorge legen wir in die Worte des Psalms:


Könnte ich doch hören, was Gott der Herr redet,

dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen,

auf dass sie nicht in Torheit geraten.

Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten,

dass in unserm Lande Ehre wohne;

dass Güte und Treue einander begegnen,

Gerechtigkeit und Friede sich küssen;

dass Treue auf der Erde wachse

und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;

dass uns auch Gott Gutes tue

und unser Land seine Frucht gebe;

dass Gerechtigkeit vor ihm her gehe

und seinen Schritten folge.

Gebet:

Gott.

Dein Frieden ist höher.

Höher als Macht und Hass und alles, was verletzt.

Deine Liebe ist größer.

Größer als Grenzen und Konflikte und alles, was trennt.

Ach, Gott.

Was kann ich tun?

Ich balle Fäuste in ohnmächtiger Wut. Du nimmst meine Fäuste in die Hand.

Meine Augen füllen sich mit Tränen. Du sagst: Lehn Dich an mich in Deiner Angst.

Ich bitte Dich um Frieden.

Um Deinen Shalom.

Ich bitte Dich für die in Angst um ihr Leben, um die an Grenzen und in den Krisengebieten.

Ich bitte Dich für die in Verantwortung.

Ich bitte Dich um Vernunft und Liebe, die leiten.

Ich bitte Dich um Frieden.

Um Deinen Shalom.

Gott.

Meine Hoffnung ist unbeirrbar.

Auf Dich und Deinen Frieden.

Dieser Frieden soll in den Herzen wohnen und herrschen auf dieser Deiner Welt.

Das ist meine Sehnsucht.

Meine Hoffnung ist unbeirrbar.

Meine Hoffnung auf Deine Liebe.

Diese Liebe soll in mir wohnen und in dem neben mir und in allen Menschen.

Diese Liebe soll unsere Taten lenken.

Bitte.

Amen

Lied: Bleib mit deiner Gnade bei uns (EG 789.7)

https://www.youtube.com/watch?v=W82sGeAIzA0

Bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ.

Ach, bleib mit deiner Gnade bei uns, Du treuer Gott!

Lesung: Jesaja 32,12-18

Lesung aus dem Prophetenbuch Jesaja:

Man klagt um die Äcker, ja, um die lieblichen Äcker, um die fruchtbaren Weinstöcke, um den Acker meines Volks, auf dem Dornen und Disteln wachsen, um alle Häuser voll Freude in der fröhlichen Stadt. Denn die Paläste sind verlassen, und die Stadt, die voll Getümmel war, ist einsam. Burg und Turm sind Höhlen für immer, dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide, so lange, bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe. Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Lande und das fruchtbare Land wie Wald geachtet werden. Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit im fruchtbaren Lande. Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit sein auf ewig, dass mein Volk in friedlichen Auen wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in sorgloser Ruhe.

Kurze Stille

Credo (gemeinsam)

Im Jahre 1990 trafen alle christlichen Konfessionsfamilien zu einer globalen ökumenischen Weltversammlung in Seoul, Südkorea zusammen. Im Rahmen dieses Treffens entstand ein Glaubensbekenntnis, das wir nun miteinander sprechen wollen.


Ich glaube an Gott, der die Liebe ist und der die Erde allen Menschen geschenkt hat. Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren, an die Stärke der Waffen, an die Macht der Unterdrückung.

Ich glaube an Jesus Christus, der gekommen ist, uns zu heilen, und der uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit. Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidbar sind, dass Friede unerreichbar ist. Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss, dass der Tod das Ende ist, dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.

Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will, die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet, und dass alle Männer und Frauen gleichberechtigte Menschen sind.

Ich glaube an Gottes Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen. Ich glaube an die Schönheit des Einfachen, an die Liebe mit offenen Händen, an den Frieden auf Erden.

Amen.

Lied: Wo Menschen sich vergessen (NL 93,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=_rQ3M-Jn_Y0

1) Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen. Und neu beginnen, ganz neu.

Refrain: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

2) Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken. Und neu beginnen, ganz neu.

Refrain: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

3) Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden. Und neu beginne, ganz neu.

Refrain: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

Fürbitten:

Wir haben keine Macht über Leben und Tod,

Wir haben keinen Einfluss auf die Machthaber dieser Welt,

Wir haben keine Mittel gegen Panzer und Raketen.

aber wir können dich anrufen,

dich, unseren Gott.


Wir kommen zu dir

und bitten dich um Frieden

für die Menschen in der Ukraine,

für die Männer, die in den Krieg geschickt werden,

und alle, die um sie bangen.

Wir kommen zu dir

und bitten dich um Frieden

für die, die sich dem Krieg in den Weg stellen,

für die Verwundeten und Traumatisierten,

für alle in Angst.

Erbarme dich.


Gesungen: EG 178.9

(Kyrieruf aus der orthodoxen Liturgie in der Ukraine)

https://www.youtube.com/watch?v=p2lhK-N95kw


Wir kommen zu dir

und bitten dich um Weisheit

für alle, die dem Frieden dienen,

für die politisch Mächtigen in ihren Entscheidungen,

für die Einflussreichen in ihrem Reden und Schreiben,

für die Ratlosen und die Hoffnungslosen.

Erbarme dich.


Gesungen: EG 178.9

(Kyrieruf aus der orthodoxen Liturgie in der Ukraine)

https://www.youtube.com/watch?v=p2lhK-N95kw


Wir kommen zu dir

und bitten dich um Einheit

für alle, die an dich glauben,

für deine Gemeinde in der Ukraine,

für die orthodoxen Christinnen und Christen.

Erbarme dich.


Gesungen: EG 178.9

(Kyrieruf aus der orthodoxen Liturgie in der Ukraine)

https://www.youtube.com/watch?v=p2lhK-N95kw


Du bist doch ein Gott des Friedens,

erbarme dich.

Stell dich dem Tod in den Weg.

Beende die Gewalt.

Schütze die Schwachen,

behüte die Opfer der Mächtigen.

Du bist doch ein Gott des Friedens.

Schaffe Frieden.

Das bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder.

Amen

(Überleitung zum Vaterunser)

Beten wir nun in ökumenischer Verbundenheit darum, dass Gottes Reich des Friedens und der Gerechtigkeit unter uns immer mehr Wirklichkeit werde:


Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Kollektenansage: Nothilfe für die Ukraine

In der Kollekte am Ausgang erbitten wir Ihre Spende zugunsten der kirchlichen Hilfswerke "Caritas International" und "Diakonie Katastrophenhilfe". Sie leisten unbürokratisch und direkt vor Ort wertvolle humanitäre Hilfe in der Ukraine.

Lied: Herr wir bitten, komm und segne uns (EG 610,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=-30zVm0tS6c

Kehrvers: Herr, wir bitten: Komm und segne uns; lege auf uns deinen Frieden. Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.

1. In die Nacht der Welt hast du uns gestellt, deine Freude auszubreiten. In der Traurigkeit, mitten in dem Leid, lass uns deine Boten sein.

Kehrvers: Herr, wir bitten: Komm und segne uns

2. In den Streit der Welt hast du uns gestellt, deinen Frieden zu verkünden, der nur dort beginnt, wo man, wie ein Kind, deinem Wort Vertrauen schenkt.

Kehrvers: Herr, wir bitten: Komm und segne uns

3. In das Leid der Welt hast du uns gestellt, deine Liebe zu bezeugen. Lass uns Gutes tun und nicht eher ruhn, bis wir dich im Lichte sehn.

Segen:

Gott segne uns und behüte uns.

Gottt gebe uns Liebe und stärke uns mit seiner Kraft.

Gott schenke uns seinen langen Atem und öffne uns den Blick auf seine Verheißung.

Gott sei uns gnädig und lasse sein Licht leuchten über uns.

Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns seinen Frieden.

Amen.

Orgelnachspiel: Verleih uns Frieden gnädiglich (NL 202)

https://www.youtube.com/watch?v=Bja-FoI8Arc



All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - und weitere Impulse finden Sie auch auf unserer Homepage: https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste






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