Ökumenisches Friedensgebet mit Jugendlichen - Die Stationen






Ökumenisches Friedensgebet mit Jugendlichen

am Freitag, den 08.04 2022, um 18:00 Uhr in Schwarzach

mit Pfarrerin Ute Braun, Pfarrer Manfred Woschek und Frau Bettina Brugger



















Liedeinspielung: Udo Lindenberg: Wir ziehen in den Frieden:

https://www.youtube.com/watch?v=oeFwTPyhY8Y)


"Komm wir ziehen in den Frieden"

mit diesem Lied von Udo Lindenberg begann unser Ökumenisches Friedensgebet im Münster in Schwarzach, zu dem gut 30 Jugendliche aus Rheinmünster, Lichtenau und Scherzheim zusammengekommen waren.

Es waren überwiegend Konfirmand*innen und Firmand*innen, die sich trafen, aber auch Pfadfinder-Jugend und Ministrant*innen waren dabei.

Eingebettet in einen gemeinsamen Gottesdienst konnten die Jugendlichen an verschiedenen Stationen sich mit dem Thema Frieden beschäftigen.



"Sie werden Schwerter zu Pflugscharen machen"


"Sie werden Schwerter zu Pflugscharen machen", so heißt es beim Propheten Micha

in der Bibel.

Dieses Bibelwort stand im Hintergrund der ersten Station, an dem die Jugendlichen "Waffen" in Friedenssymbolen umformten und darüber ins Gespräch kamen, was wichtige "Werkzeuge" für den Frieden sind. Eine „Umformung“ von Waffen gab es tatsächlich vor ein paar Jahren. Nach dem Ende des Bürgerkrieges in Mosambik, boten die Kirchen dort ein Projekt an, das von den Worten des Propheten Michas aus der Bibel inspiriert worden war. Waffen aus dem Bürgerkrieg wurden abgegeben und gegen nützliches Werkzeug oder Maschinen für die Landwirtschaft eingetauscht.


Friedenstauben basteln

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An einer zweiten Station konnten die Jugendlichen Friedenstauben und Friedenskraniche falten.

Hintergrund dessen ist diese Geschichte:

"Sadako war ein junges japanisches Mädchen, das stark von der Atombombe, die Ende des Zweiten Weltkrieges auf Hiroshima abgeworfen wurde, betroffen war. Man brachte sie zur Behandlung in ein Krankenhaus.


Die Krankenschwester brachte sie und die anderen Kinder dazu, ihre Medikamente zu nehmen, indem sie aus den kleinen viereckigen Verpackungspapieren der Medikamente Origamifiguren für sie faltete. Sadakos Lieblingsfigur war der Kranich.

Eine alte japanische Legende erzählte, dass ein Wunsch in Erfüllung geht, wenn man 1000 Kraniche faltet.

Sadako fing also an, Kraniche zu falten, und ihr Wunsch war, dass sie wieder gesund werden würde. Aber irgendwann merkte sie, dass sie sich von den Folgen der Radioaktivität nicht erholen würde, und änderte ihren Wunsch und betete stattdessen für Frieden zwischen den Ländern dieser Welt.

Mit jedem Kranich, den sie faltete, flüsterte sie:

„Ich werde Frieden auf deine Flügel schreiben und du wirst in alle Welt fliegen.“ Sie hatte 664 Kraniche gefaltet als sie starb.

Die Kinder in Japan haben von Sadakos Wunsch erfahren und begannen ebenfalls Kraniche zu falten.

Und so werden jedes Jahr am Hiroshima-Gedenktag (6. August) tausende Papierkraniche an dem Turm im Hiroshima Peace Park aufgehängt.


Frieden bauen



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Wie schwierig es ist Frieden zu bauen, wurde beim Kooperationsspiel "Tower of power" an der dritten Station deutlich.


Denn hier gelingt es nur gemeinsam, einen Friedensturm zu errichten. Man muss aufeinander achten, miteinander sprechen, das gemeinsame Ziel im Blick behalten.

Und je ungeduldiger die Teilnehmer sind, desto aussichtloser wird das ganze Projekt.

Wie wichtig Verständigung für Frieden und Gemeinschaft ist, erzählt ja schon die Geschichte vom Turmbau zu Babel in der Bibel...

Friedenswand



In Köln steht eine Friedenswand mit über 30.000 Karten, auf die Botschaften von Menschen aus der ganzen Welt geschrieben sind.


Die Karten tragen Worte des Friedens in verschiedenen Sprachen und drücken Sorgen und Gebete über und für den Weltfrieden aus.

Auch die Jugendlichen hatten an einer 4. Station die Möglichkeit ihre Sorgen und Ängste im Blick auf den Krieg zum Ausdruck zu bringen und den Frieden in vielen Sprachen daneben zu setzen.








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