Alle Freunde schlafen

Am Fuß des Ölbergs war der Garten Getsemani, ein Grundstück mit

vielen Olivenbäumen und einer alten Ölpresse. Hier konnte Jesus mit seinen Begleitern über Nacht bleiben. Er sagte zu den anderen, sie sollten sich ausruhen. Nur Petrus, Johannes und Jakobus durften ihn noch begleiten. Dann ließ er auch sie zurück mit den Worten: »Ich bin todtraurig. Wartet hier und betet mit mir!« Sie spürten, dass er Angst hatte und sehr verzweifelt war.

Er entfernte sich ein paar Schritte von ihnen, fiel auf die Erde nieder und sprach:

»Mein Vater, wenn es möglich ist, dann lass das Leid an mir vorübergehen.

Doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst, soll es geschehen.«


Als er zu den drei Freunden zurückkam, merkte er, dass sie schliefen.

Er sagte zu Petrus: »Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wach bleiben?

Ihr solltet wachsam sein und beten, dass euch der Teufel nicht in Versuchung führt.

Aber ich weiß: Ihr wollt schon, doch ihr seid müde und euch fehlt die Kraft.«


Ein paar Schritte entfernt betete er noch einmal: »Mein Vater, ist es möglich, dass ich verschont werde und nicht leiden muss? Doch des Wille geschehe!«

Dann sah er, dass die Drei schon wieder eingeschlafen und völlig übermüdet waren.

Allein ging er ein drittes Mal fort, um zu beten. Als er zurückkam, sagte er:


»Ach, wollt ihr immer noch weiterschlafen? Es dauert nicht mehr lang und meine Feinde werden mich verhaften. Steht auf und lasst uns gehen. Derjenige, der mich verraten wird, ist bereits hier.« Matthäus 26, 36-46

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