• Ute Braun

Alles neu! Alles anders!

Hallo Kinder!

Schaut mal, was für tolle Oster-Bilder ich von meiner Freundin Gelwa Rüb aus Mannheim bekommen habe!

Was Ihr kennt meine Freundin Gelwa noch gar nicht? Na sowas! Also: Gelwa ist – wie ihr natürlich unschwer erkennen könnt – ein Hase.

Und da sie in Mannheim lebt, und dort auch geboren und aufgewachsen ist, heißt sie eben Gelwa Rüb und nicht etwa Ka Rotte, wie Hasen in Hannover heißen oder in anderen Orten Deutschlands…


Aber nun genug der Erklärungen: jetzt zeige ich euch Gelwas Bilder.

Gelwa fand die Idee nämlich so toll, dass ich euch immer mal wieder schreibe, und da ist sie extra am Ostersonntagmorgen ganz früh aufgestanden und auf ihre Dachterrasse gegangen, um für euch den Sonnenaufgang zu fotografieren:

Toll, oder?

Habt ihr auch schon mal den Sonnenaufgang beobachtet?

Das ist echt was Besonderes!

Im einen Moment ist es noch Nacht! Und dann ist es auf einmal, als würde im Osten tief unten am Horizont ein ganz schmales Lichtband aufsteigen. Dieses Lichtband wird dann immer breiter und auch farbiger. An schönen Tagen leuchtet es wunderschön orange und rot. Also da kann man echt nur verblüfft sitzen und schauen… Genau so, wie Gelwa es hier macht.

Warum Gelwa das gemacht hat? Und warum ausgerechnet am Ostermorgen?

Na, erinnert ihr euch noch, was ich euch letzten Sonntag erzählt habe?

Genau: es war nämlich auch bei Sonnenaufgang, dass die Frauen zu Jesu Grab gingen.




Im Dunkeln liefen sie noch los – und über ihnen färbte sich langsam der Himmel bunt – und als sie dann den Engel trafen, der ihnen von Jesu Auferstehung erzählte, da war es auf einmal ganz hell um sie: ein neuer Tag und in gewisser Weise auch ein neues Leben. Für Jesus aber auch für sie! Es fühlte sich neu an – und auch gut – und zugleich etwas unwirklich, ja anders!

Ja, neu aber auch anders – ich glaube, das umschreibt es am besten, wie wir uns das mit der Auferstehung Jesu vorstellen können!

Nach der Ostergeschichte, die ich euch letzten Sonntag erzählt habe, gibt es in der Bibel nämlich noch weitere, die davon erzählen, wie Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern begegnet ist.

Eine der bekanntesten ist wohl die Geschichte von den beiden Emmaus-Jüngern.

Diese beiden waren am Ostertag ganz traurig zurück in ihre Heimat Emmaus gegangen. Sie hatten noch mitbekommen, dass die Frauen ein leeres Grab vorgefunden haben – aber wirklich verstanden haben sie das nicht.

So gingen sie traurig ihren Weg.

Auf einmal war da ein dritter Mann und der lief einfach mit ihnen mit.

Er hörte zu, was sie erzählten – wie das gewesen war, als Jesus gestorben war und auch wie durcheinander sie jetzt waren, als die Frauen vom leeren Grab erzählt hatten.

Und der Mann hörte ihnen aufmerksam zu und versuchte ihnen auch immer wieder etwas zu erklären. Aber die beiden verstanden es nicht.

Als sie schließlich in Emmaus ankamen, luden sie den Fremden ein, mit ihnen zu Abend zu essen. Der Mann nahm die Einladung gerne an.

Und als sie so am Tisch saßen, da nahm der Mann das Brot, brach es auseinander und gab den beiden ein Stück. Und genau in diesem Moment erkannten die beiden: Das ist ja Jesus! Er lebt tatsächlich! Warum hatten sie ihn denn nicht gleich erkannt?

Doch noch bevor sie reagieren konnten, war Jesus verschwunden. Einfach weg.

Wie war das möglich?

Aufgeregt rannten die beiden zurück nach Jerusalem zu den anderen Jüngern.


Als sie dort ganz atemlos ankamen, platzten sie heraus: „Stellt euch vor: wir haben Jesus getroffen! Er lebt!“

Kaum hatten sie den Mund zu gemacht, da stand auf einmal Jesus selbst mitten bei ihnen im Haus. Die Jünger konnten es gar nicht recht fassen? War er es wirklich? Konnte das denn sein? Er sah so aus wie er – aber irgendwie auch nicht. Er hatte Wunden an Händen und Füßen und auch an der Seite – genau an den Stellen, wo man ihn bei der Kreuzigung verletzt hatte.

Ja, wirklich verstehen konnten die Jünger das Ganze nicht. War er vielleicht ein Geist? Nein, ein Geist war er auch nicht – denn er aß ja mit ihnen, so wie er es immer getan hatte. Und ein Geist isst schließlich kein Abendessen.

Aber es war für sie alle schwer zu verstehen. Am schwersten war es für Thomas, einen weiteren Freund von Jesus. Der war bei den Begegnungen nicht dabei gewesen. Als ihm seine Freunde erzählten, dass Jesus lebt und sie ihn gesehen hatten, wollte er es einfach nicht glauben.

„Ich glaub das erst, wenn ich ihn anfassen kann. Ich will mit meinen Händen spüren, dass er da vor mir steht und dass er auch die Wunden trägt, von denen ihr mir erzählt habt!“

Er hatte Glück. Als Jesus das nächste Mal bei seinen Jüngern auftauchte, war Thomas dabei. Und Jesus ging auf ihn zu und sagte: „Fass mich ruhig an, berühre auch meine Wunden, damit du glauben kannst, dass ich es bin!“

Ja, und da konnte es auch Thomas glauben, dass Jesus lebt!

Ich finde ja, dass Thomas es gut hatte: er konnte Jesus anfassen und konnte so glauben, dass er wirklich lebt. Wir müssen an Gott und an Jesus und an seine Auferstehung glauben, ohne dass wir da etwas sehen oder anfassen können.

Und es ist ja wirklich schwer zu verstehen.

Neu aber auch anders…

…weil die Auferstehung so schwer zu verstehen ist, haben die Menschen einen schönen Vergleich aus der Natur dazu gestellt, um das zu erklären.

Sie sagten: Auferstehung ist so, wie die Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling.

Würde man einer Raupe, die gerade mühsam an einem Blatt hochkriecht, sagen, dass sie einmal fliegen kann und von Blüte zu Blüte schwebt, da würde die Raupe wohl den Kopf schütteln, weil sie es nicht glauben kann.

Ihr wisst aber natürlich, dass das stimmt: Eine Raupe lebt nur eine gewisse Zeit als Raupe – dann spinnt sie sich fest ein und legt einen harten Kokon um sich.

Sie verpuppt sich, sagt man da.

Und irgendwann schlüpft sie aus diesem Kokon heraus und ist ein bunter Schmetterling!

Neu aber auch anders!

Ich finde, das Osterfest ist ein sehr geheimnisvolles Fest, weil man es eigentlich nicht so einfach verstehen kann!

Aber es ist auch ein tolles Fest. Stellt euch das doch mal vor: alle Menschen, von denen wir uns im Lauf unseres Lebens verabschieden müssen, weil sie sterben, sind nicht einfach weg und vergessen, sondern werden wie Jesus auferweckt und leben. Neu aber auch anders!

Das finde ich eine wirklich schöne und auch tröstliche Vorstellung.

Aber ich glaube, das neue Leben, von dem in den Ostergeschichten erzählt wird, meint auch unser Leben hier auf der Erde.

Ich glaube, es meint auch, dass wir immer wieder neu anfangen dürfen zu leben. Unser Leben zu genießen. Dass wir bei jedem Sonnenaufgang gesagt bekommen: das ist ein neuer Tag für dich! Lebe, freu dich, mach Purzelbäume, sei einfach glücklich!


Ein neuer Tag – um glücklich zu sein!

Heute soll so ein Tag für mich sein, um glücklich zu sein, mich zu freuen, Purzelbäume zu schlagen, Schmetterlinge zu betrachten und was es noch so alles Schönes gibt!

Macht ihr mit?

Das fände ich super!


Euer Wolli

P.S. Ihr glaubt nicht, dass ich Purzelbäume schlagen kann? Na, dann müsst ihr das Daumenkino basteln, das für euch entworfen worden ist, dann könnt ihr es genau sehen… Das Daumenkino findet ihr HIER!

Und wenn ihr ein paar bunte Schmetterlinge basteln wollt, wie ich hier einen auf der Nase habe, dann gibt es die HIER.

Und wenn ihr dann immer noch Ideen braucht, wie ihr den Tag so richtig genießen könnt, dann malt doch das Bild von mir an. Vielleicht bekommt ihr ja dann Lust auch ein Picknick auf einer Wiese zu machen und die Schmetterlinge um euch herumflattern zu lassen…

Das findet ihr dann HIER!

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