Amtsblatt KW 19-20

Evangelische Kirchengemeinde Lichtenau

Pfarrstr. 9, Tel. 07227/2794,

Fax: 991507

E-Mail: ev.kirche.lichtenau@freenet.de

Homepage: http://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/start

„Kirche - Daheim“

Am kommenden Sonntag, den 03.05.2020 wird es einen Kirche - Daheim! - Gottesdienst von Pfrin Ute Braun geben.

Sie finden ihn zum Mitnehmen und daheim lesen in unseren Holzkästen am Hoftor unserer Kirche und am Treppengeländer des Alten Schulhauses in Grauelsbaum oder auch als Text- und Audio-Datei auf unserer Homepage: https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste.

Für diejenigen unter Ihnen, die es noch nicht entdeckt haben: auf der Homepage sind Teile des Kirche - Daheim! - Gottesdienstes besonders hervorgehoben. So können Sie den Text nicht nur lesen sondern auch mit unseren Stimmen hören – und auch die Lieder im Gottesdienst sind so für Sie anhörbar!

Gerne lassen wir Ihnen die Andachten auch per Mail oder per Post zukommen!

Rufen Sie uns an (07227/2794)!

Dieses Angebot halten wir aufrecht, so lange wir in unserer Gemeinde keine öffentlichen Gottesdienste anbieten dürfen.

Inwieweit sich da etwas verändert, erfahren wir evtl. im Lauf der Woche – sicher aber erst nach dem Redaktionsschluss dieses Amtsblattes.

Ebenfalls in den Holzkästen sowie auf der Homepage finden Sie das Abendgebet der Evangelischen Landeskirche in Baden, zu dem wir jeden Abend mit dem Glockenläuten um 19.30 Uhr einladen.

Seit Ostermontag liegen neue Exemplare in den Kästen und auch auf unserer Homepage ist die neue Fassung hinterlegt.

So lange Schule und Vereinsleben nicht oder nur eingeschränkt möglich sind, werden wir weiterhin kleine Angebote für Kinder auf unserer Kinderseite (https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/die-kinderseite) und im Kinderkasten am Lichtenauer Hoftor bereitstellen.

Das kleine Schaf "Wolli" entdeckt dabei manches in unserer Gemeinde und in dieser Kirchenjahreszeit, das vielleicht auch für Erwachsene interessant sein könnte...

Wenn Sie Ideen haben, was Wolli hier in der Region noch entdecken/besuchen/vorstellen könnte, sind wir offen für alle Vorschläge!

Einige haben sich inzwischen auch schon daran beteiligt, Wolli mit Bildern oder kleinen Geschichten zu versorgen. Darüber freuen wir uns sehr! Und das darf auch gerne noch mehr werden.

Vielleicht ist das ja ein Projekt mit Ihren Kindern zu Hause, wenn die Aufgaben für die Schule erledigt sind und sich Langeweile breit macht, oder mit Kindergartenkindern, die gerade zu Hause sein müssen? Vielleicht ist es auch etwas, das Erzieherinnen und Lehrer als kleines Projekt mit ihren Kindern in der Notgruppe machen wollen?

Vielleicht fühlen sich auch Erwachsene angesteckt, verrückte Bilder zu machen, die uns alle zum Schmunzeln bringen?

Seien Sie einfach kreativ…

Und schicken Sie uns Ihre Fotos an: ev.kirche.lichtenau@freenet.de oder auf der Webseite "Kontakt" .. Upload


Die einzigen Bedingungen:

- die Bilder müssen selbst fotografiert (und nicht aus dem Internet oder aus Büchern kopiert) sein und Sie geben uns die Erlaubnis, sie auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

- es sind darauf Plüschtiere (oder auch ein echtes Tier) oder andere Spielzeugfiguren unterwegs (es muss kein Schaf sein –schauen Sie sich einfach in Wollis Blog um). Oder die Bilder dürfen natürlich auch selbst gemalt sein!

- es kann eine ganze Geschichte sein mit Bild und Text.

- es kann eine nachgespielte Geschichte sein aus der Bibel oder aus einem schönen Kinderbuch!

- es dürfen aber auch einfach nur Bilder sein –und „Wolli“ hat dann die Aufgabe, daraus eine Geschichte zu erfinden. So wie die mit dem Einhorn!

- Umso kreativer/verrückter die Bilder sind, umso spannender wird es für Wolli und alle Blog- Besucher!


Unser Konfirmandenunterricht wurde bis auf weiteres ausgesetzt. Selbst wenn die 8.Klassen wieder die Schule besuchen, heißt das nicht, dass wir unseren Konfirmandenunterricht wieder normal aufnehmen können.

Das Fest der Konfirmation, das eigentlich für den 3.5. geplant war, mussten wir schon auf einen späteren Termin verschieben und hoffen, dass wir am 27.9. dann gesund und munter Konfirmation mit allen feiern können!

Wir versuchen aber dennoch mit den Konfis in Verbindung zu bleiben und haben nun das Projekt "Konfi@home" gestartet.

Da am vergangenen Sonntag der Vorstellsonntag unserer Konfis gewesen wäre, haben sie sich nun mit dem Psalm 23 auseinandergesetzt, und Bilder dazu entworfen.

Sie finden diese Bilder unter:

https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/konfirmandenunterricht


Unser Besuchsdienst wird weiterhin „anders besuchen". Denn auch in dieser merkwürdigen Zeit sollen die Jubilare nicht vergessen sein! So erhalten sie einen kleinen Gruß per Post oder auch einem Anruf!

Ansonsten gilt weiterhin: wir sind für Sie da!

Sie können jederzeit anrufen, wenn Sie Unterstützung brauchen, sei es ein offenes Ohr oder auch eine konkrete Unterstützung bei Besorgungen.

Zu den Bürozeiten Dienstag-und Mittwochvormittag ist ganz sicher jemand am Telefon. Auch außerhalb dieser Zeiten können Sie natürlich anrufen. Scheuen Sie sich nicht, gegebenenfalls eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Wir rufen gerne zurück!

Auf unserer Homepage finden Sie ganz neu die Kategorie „groups“:

https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/groups.

Hier können Sie sich digital mit anderen aus unserer Gemeinde virtuell treffen und austauschen!


Unsere Kirche wird am Sonntagvormittag jeweils von 10-12 Uhr für Sie geöffnet sein zum persönlichen Gebet. Zu dieser Zeit werden Sie mich in der Regel auch bei der Kirche antreffen, wenn Sie das persönliche Gespräch suchen.

Über unsere Schaukästen, die Homepage und die Amtsblätter versuchen wir Sie weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

Dort werden wir Sie auch über kurzfristige Veränderungen oder gar Lockerungen informieren, die wir evtl. bei Redaktionsschluss des Amtsblattes noch nicht wussten!

Protestanten im Elsass, in Baden und der Pfalz:


Corona kann nur grenzüberschreitend überwunden werden

Die evangelischen Kirchen in Elsass-Lothringen, in Baden und in der Pfalz haben im Zeichen der Corona-Krise dazu aufgerufen, bei der Infektionsbekämpfung stärker grenzüberschreitende Strukturen zu nutzen. Zugleich blicken sie mit Sorge auf eine „wachsende Angst vor den Anderen, die ansteckend sein könnte“. Derzeit sei die Grenze zwischen Baden, der Pfalz und dem Elsass zu einem problematischen Brennpunkt geworden.

In ihrer gemeinsamen Erklärung vom 21.4.2020 bekräftigen die leitenden Geistlichen Christian Albecker (Straßburg), Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) und Christian Schad (Speyer), Grenzen seien „Orte der Begegnung und der Zusammenarbeit die Geschwisterlichkeit und Solidarität ermöglichen“ und keine „Orte, an denen Unterschiede zu Gleichgültigkeit, Beleidigung, Verachtung oder Hass führen.“ Derzeit sei leider erlebbar, wie Menschen in der Region anschließen an „alte nationalistische Haltungen und Klischees an, die wir auf dem langen Weg der deutsch-französischen Versöhnung gehofft hatten, überwunden zu haben.“

Die Erklärung im Wortlaut:

Wir leben in einer beispiellosen Gesundheitskrise. Sie schränkt unsere Bewegungsfreiheit stark ein und verlangt von uns, soziale Distanzierung zu üben und unsere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu reduzieren. Eine Angst vor den Anderen, die ansteckend sein könnten, hat sich ausgebreitet.

In diesem Zusammenhang ist die Grenze zwischen Baden, der Pfalz und dem Elsass zu einem Brennpunkt geworden:

· Wir verstehen, dass Gesundheitspolitik an die Grenzen von Ländern oder Bundesländern geknüpft ist; nur in dieser territorialen Einheit kann sie kohärent sein. Die Schließung von Grenzen erscheint dann als ein klarer und wirksamer Schritt, eine Infektionsgefahr einzudämmen. Andererseits zeigt die Freizügigkeit für Berufspendler, dass die Infektionsgefahr nicht größer wird, wenn die Menschen sich jeweils an die vor Ort bestehenden Anordnungen halten und diese zwischen den Ländern gut abgestimmt sind.

· Zugleich zeigt sich an der Grenze, wie sehr das frühere Leben beeinträchtigt ist: Seit die Grenzen geschlossen wurden, können sich Paare oder Freunde nicht mehr treffen, einige Grenzbewohner können nicht mehr zur Arbeit gehen oder zu ihrem Arzt auf der anderen Seite der Grenze, eine Zusammenarbeit zwischen christlichen Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze ist nicht mehr möglich. Das normale Leben wirkt wie gelähmt, Handel und Geschäfte werden beeinträchtigt, Vereinen und Kirchen sind betroffen, ...

· In Krisen und Angst suchen Menschen nach einfachen Erklärungsmustern und Schuldigen. Sie schließen in unserer Region an alte nationalistische Haltungen und Klischees an, die wir auf dem langen Weg der deutsch-französischen Versöhnung gehofft hatten, überwunden zu haben.

· Die Evangelischen Kirchen von Elsass-Lothringen, Baden und der Pfalz respektieren die Einhaltung der Maßnahmen, die von den für ihr Gebiet politisch Verantwortlichen getroffen werden, einschließlich der Grenzübertrittbeschränkungen. Wir sind dankbar, dass in Baden- Württemberg und in anderen deutschen Bundesländern Patienten aus dem Elsass aufgenommen und behandelt wurden. Wir ermutigen dazu, noch stärker die bestehenden grenzüberschreitenden Strukturen zu nutzen, um bei der Infektionsbekämpfung und anderen Gesundheitsmaßnahmen zusammen zu arbeiten.

· Wir bekräftigen, dass Grenzen als Orte der Begegnung und der Zusammenarbeit gedacht sind, die Geschwisterlichkeit und Solidarität ermöglichen, und nicht als Orte, an denen Unterschiede zu Gleichgültigkeit, Beleidigung, Verachtung oder Hass führen. Die Anderen jenseits der Grenze sind nicht in erster Linie eine potenzielle virale Bedrohung, sondern vielmehr diejenigen, mit denen wir diese Pandemie gemeinsam überwinden werden. Nur gemeinsam werden wir eine humane und gastfreundliche Welt schaffen, in der demokratische Prinzipien es jedem Menschen ermöglichen, in Freiheit und Frieden zu leben.

· Weil Glaube, Hoffnung und Liebe keine Grenzen kennen und wir als Kirchen uns in einer Gemeinschaft getragen wissen, ermutigen wir alle französischen und deutschen Bürgerinnen und Bürger, die gegenwärtige Situation mit Weisheit und Demut zu leben. Sie ist außergewöhnlich und zeitlich begrenzt. Die Schließung von Grenzen und die Art und Weise, wie wir die Anderen jenseits der Grenze betrachten und mit ihnen umgehen, berührt die Tiefen unserer Existenz und unsere Menschlichkeit als Ebenbilder Christi. Als seine Kirche sind wir dazu berufen, seinen Weg der Versöhnung weiter zu gehen. Die deutsch- französische Freundschaft, für die wir zutiefst dankbar sind, ist dafür beispielhaft.

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. […] So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2. Kor. 5, 17-18.20)


Der Wochenspruch für die kommende Woche lautet:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5,17)

2 Ansichten