• Ute Braun

be - geistert

Hallo zusammen!

An Pfingsten hatte ich euch versprochen, dass ich euch noch erzähle, was der „Geist Gottes“ eigentlich ist. Oder eigentlich müsste man sagen: was er tut!


Doch wenn ich ehrlich bin, hatte ich dann gar nicht so genau gewusst, wie ich das erklären kann. Aber dann hat mir meine Freundin Gelwa Rüb ganz viele Bilder geschickt von einem ganz besonderen Pfingstgottesdienst, wo sie war.

Das war eine extra ausgedachte Aktion der Gemeinde, wo Gelwa in Mannheim wohnt.

Die Pfarrerin und die Gemeindediakonin dort hatten sich etwas ganz Besonderes für ihre Kinder aus der Schule und dem Kindergottesdienst einfallen lassen.


Eigentlich wollten sie viel lieber mit den Kindern einen bunten und fröhlichen Kindertag feiern oder auch einen schönen Familiengottesdienst. Allerdings ist das im Moment ja alles etwas schwierig. Aber damit Pfingsten nicht ganz ausfällt und die Familien trotzdem ein bisschen Pfingst-Geist spüren können, haben sie es dann so gemacht.

Drei Tage lang war die Kirche offen und die Kinder konnten mit ihren Familien kommen und so eine ganz außergewöhnliche Pfingstaktion erleben.

So sah es über diese Tage in der Kirche aus!


Und überall in der Kirche gab es Stationen, wo die Kinder etwas über die Pfingstgeschichte erfahren konnten, die ich euch ja letzte Woche erzählt habe.


Da haben sie natürlich ebenso wie ihr erfahren, dass wir an Pfingsten den Geburtstag der Kirche feiern. Ja, dass an Pfingsten die Kirche sozusagen „geboren“ wurde.

Und um dem genauer auf die Spur zu gehen, gab es dann auch eine Station, an der die Kinder die Kirche erkunden konnten.

Mit Hilfe von kleinen Bildern mussten sie auf Spurensuche gehen, wo diese Bilder und Gegenstände in der Kirche sind!

Und ganz nebenbei haben sie so auch manches über den Geist Gottes kennengelernt und was er tut…

…und ich kann das nun mit Gelwas Bildern auch tun! :-)

Als die Kinder ankamen zum Beispiel, sahen sie zu allererst die Kerzen, die sie aus dem Reli-Unterricht und dem Kindergottesdienst kannten.

Und gleich wussten sie, dass sie hier willkommen sind!

Das ist etwas ganz Wichtiges, das uns der Geist Gottes zuflüstert: „Du bist bei Gott willkommen! Immer!“

Dann sahen sie, dass um den Taufstein herum lauter kleine Bilder mit Fischen lagen. Diese Fische sind so gemalt, dass jeder Fisch ein anderes Gefühl ausdrückt. Da gibt es einen zornigen Fisch und einen ängstlichen und einen schüchternen und einen traurigen und einen fröhlichen und so weiter!

Die Kinder sollten da kurz mal in sich hineinhorchen, wie es ihnen grad geht… Wie geht es euch denn grade?

Und dann hörten sie, dass Gott sie lieb hat und für sie da ist – egal mit welchem Gefühl sie gerade gekommen sind.

Das ist auch etwas, das uns der Geist Gottes spüren lässt: alle unsere Gefühle dürfen da sein! Sie gehören zu uns! Und so wie wir sind – mit all unseren Gefühlen – sind wir Kinder Gottes. Genau so hat Gott uns lieb!

Dann gab es diese lustige Station?

Erkennt ihr das rote Tuch, das hinter Gelwa und dem Feuer liegt?

Das waren Flügel!

Die durften die Kinder anziehen und dann wie ein bunter Feuervogel durch die Kirche flattern…

Ich musste dabei dran denken, dass der Geist Gottes eine Kraft ist, die uns „Flügel“ verleiht.

Mit seiner Hilfe können wir mutig und stark sein. Wir können uns frei und leicht fühlen, als hätten wir Flügel.

Wir dürfen ausgelassen und fröhlich sein, wie es die Kinder ganz sicher waren, als sie sich in Feuervögel verwandelt haben.


Ja, uns das hier, das war so eine Art Verkleidungs-Station! Da durften die Kinder mal den Talar der Pfarrerin anprobieren.

So einen Talar habt ihr an unserer Pfarrerin ja sicher auch schon mal gesehen.

Und als die Kinder den Talar angezogen hatten, waren sie für einen kleinen Moment selbst Pfarrer und Pfarrerinnen.

Auch das ist etwas, das der Geist Gottes in uns bewirkt: wir können an Gott glauben, wir können zu ihm beten, wir können auch von ihm erzählen.

So sind wir alle irgendwie Pfarrer und Pfarrerinnen und brauchen dazu nicht mal einen Talar!



Dann hat Gelwa mir noch ein Bild geschickt von all den anderen, die außer ihr und den Kindern noch in der Kirche waren.

Schaut mal: ist das nicht eine lustige Gesellschaft?

Da ist jeder anders! Und jeder darf dabei sein! Alle gehören dazu! So als wären sie einen große Familie!

Auch das ist etwas, was der Geist Gottes bewirkt, dass wir Menschen – so unterschiedlich wir auch sind – zu einer großen Familie zusammen wachsen, die füreinander da ist!!

Ja, und mein Lieblingsbild, das ist natürlich das hier! :-)

Ich wusste gar nicht, dass es auch in Mannheim Schafe gibt! :-)

Aber bei dem Bild ist mir noch was anderes eingefallen:

Gelwa lässt sich von dem Schaf tragen! Und ich bin mir sicher, dass sie sich da oben ganz sicher aufgehoben gefühlt hat!

So einen sicheren Ort brauchen wir, wenn wir traurig sind oder Angst haben oder auch unsicher oder schüchtern sind…

Dann ist es gut, wenn wir so einen Ort haben, wo wir uns sicher fühlen. Oder jemanden haben, der uns ein Stückchen trägt.

Für mich ist der Geist Gottes eine Kraft von Gott, die uns auch trägt. Zwar nicht so, dass wir uns auf ihn drauf legen können, wie Gelwa das hier macht – aber doch so, dass wir in uns drin spüren, dass uns da etwas tröstet, uns hält – so lange bis es uns wieder besser geht.

Ja, im Grunde ist der Geist Gottes die Kraft von Gott, die uns einfach immer wieder dran erinnert, dass wir nicht allein sind, sondern dass Gott für uns da ist!

Wahrscheinlich könnte man noch sehr viel mehr über den Geist Gottes erzählen, aber ich glaube für heute habe ich euch genug erzählt…

Aber ich hab mir noch zwei Sachen einfallen lassen, die ihr machen könnt, um ein bisschen von dieser Kraft zu spüren, von der ich euch erzählt habe!

Das eine ist ein buntes Freundschaftsarmband.

Naja, eigentlich trägt man es um das Handgelenk – aber das geht bei mir nicht so gut – deswegen habe ich es einfach als Krönchen aufgesetzt! J

Es soll euch daran erinnern, dass wir alle zusammen gehören. So unterschiedlich wir sind, sind wir Gottes Familie!

Wie man das genau bastelt findet ihr HIER!

Und das andere ist eine ganz besondere „Rückenstärkung“!

Ihr kennt das bestimmt auch, dass Mama oder Papa oder Oma oder eure Freunde euch etwas Liebes sagen, und auf einmal geht es einem einfach nur gut. Man ist glücklich und könnt grad so hopsen vor Freude.

Manchmal aber geht es uns so, dass wir vergessen, dass andere uns lieb haben. Und dann fühlen wir uns irgendwie ganz klein und schwach.

Diese Rückenstärkung ist nun eben dafür da, dass wir nicht vergessen, dass wir etwas Besonderes sind und dass wir geliebt werden.

Wie das genau geht, erkläre ich euch HIER!


Was das mit dem Geist Gottes zu tun hat? Also wisst ihr: das habe ich euch doch grad erzählt! Der Geist Gottes erinnert uns immer wieder dran, dass wir Gottes Kinder sind! Dass er uns lieb hat, genau so wie wir sind. Und weil wir Menschen halt manchmal soooo vergesslich sind, schickt Gott uns seinen Geist, der uns das immer wieder einflüstert:

„Du bist Gottes geliebtes Kind“!

Macht‘s gut ihr alle!


Euer Wolli!

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