Das goldene Kalb

Die Zeit des Wartens auf Mose wurde lang, zu lang. So kamen die Männer zu Aaron und sagten: "Wer weiß was Mose zugestoßen ist. Vielleicht ist er für immer fort.

Dann erfahren wir auch nichts mehr von seinem Gott." Und sie drängten Aaron: "Mach Du uns einen Gott. Einen Gott den wir sehen können und der mit uns geht."

Aaron ließ alle goldenen Ohrringe und allen Schmuck einsammeln. Aus dem Gold formte er ein Stierkalb. Das Volk war begeistert. "Das ist jetzt unser Gott", jubelten sie.

Aaron baute noch einen Altar und verkündete: "Morgen feiern wir und bringen unserem neuen Gott ein Dankopfer."

Sie tanzten wie wild um das Stierkalb herum. Nach dem Opfer setzten sie sich, um zu essen und zu trinken.

Von Weitem schon hörte Mose den Lärm. "Das klingt wie Kriegsgeschrei", meinte Josua.

Aber Mose wusste es besser: "Nein, kein Kriegsgeschrei, das klingt mir viel eher wie ein ausgelassenes Fest." Als sie näher kamen und den Tumult sahen, wurde Mose rot vor Zorn. Er warf die beiden Steintafeln, die er in den Händen hielt, auf den Boden, sodass sie zerbrachen. Das Kalb steiß er vom Sockel und zerschmolz das Gold zu einem dicken Klumpen.


Zweites Buch Mose 32, 1-6, 15-20

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