Das Urteil

Seit die Römer in Jerusalem herrschten, war es üblich, zum Passahfest, dem höchsten Feiertag der Juden, einen Gefangenen freizulassen.

Die Bürger von Jerusalem durften selber entscheiden, wer begnadigt werden sollte. Ein besonders gefährlicher Verbrecher war Barrabas.

Er hatte einen Aufstand angezettelt. Dabei war ein Mensch ermordet worden.

Pilatus trat vor die Menge, die sich vor dem Gerichtssaal drängte.

Er wusste, dass sie Jesus aus Hass und Neid angeklagt hatten, deshalb fragte er:

»Wen soll ich freigeben, Barrabas oder Jesus?«

Die Priester und andere aus dem Hohen Rat hetzten das Volk auf und redeten auf die Leute ein: »Stimmt für Barrabas, damit Jesus seine gerechte Strafe bekommt.« - »Nun, wen wollt ihr?«, rief Pilatus noch einmal.

Da schrien die Männer und Frauen gleichzeitig: »Wir wollen Barrabas! Lass Barrabas frei!« Pilatus fragte: »Und was soll ich mit Jesus machen, von dem gesagt wird, er sei der Christus, der Messias?« Sie riefen: »Lass ihn kreuzigen!«

Pilatus sagte: »Was hat er denn Böses getan?« Doch sie schrien noch lauter:

»Lass ihn kreuzigen!« Der Tumult wurde immer größer und Pilatus merkte, dass er das Volk nicht umstimmen konnte. Er ließ sich Wasser bringen und wusch sich die Hände, damit es alle sehen konnten. Dabei sagte er: »Ich bin unschuldig an seinem Tod. Das habt ihr allein zu verantworten.«


Dann ließ er Jesus auspeitschen und abführen.


Matthäus 27, 15-26

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