Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren, ...

Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden (Mt. 16,25)


Die Wahrheit dieser Worte Jesu führt uns Gott an einer geografischen Tatsache vor Augen.

Es gibt in Palästina zwei Seen. Der eine hat frisches, klares Wasser und beherbergt viele Fische. Dichtes Grün säumt seine Ufer. Bäume senken ihre Wurzeln tief in den Boden, um sein Wasser aufzusaugen. Jesus liebte diesen See.

Weiter im Süden Palästinas mündet der Jordan in einen anderen großen See. Dort hört man keinen Fisch, der in fröhlichem Spiel aus dem Wasser springt und wieder in das köstliche Nass taucht. Kein Blatt regt sich hier; kein Vogel singt. Reisende meiden ihn und suchen sich einen anderen Weg, falls nicht dringende Geschäfte sie daran vorbeiführen. Schwer wie Blei hängt die Luft über der Wasserfläche, von deren Fluten weder Mensch noch Tier trinken will.

Wie kommt es, daß die beiden Seen so grundverschieden sind, obwohl sie gar nicht weit voneinander entfernt liegen? Nicht der Jordan ist schuld, denn er bringt in beide Seen dasselbe klare, gute Wasser. Es liegt auch nicht am Untergrund der beiden Seen, auch nicht an dem Land, das sie umgibt.

Der See Genezareth empfängt das Wasser des Jordans und gibt es weiter. Der andere See dagegen bewahrt das Wasser, das er erhält und hütet es eifersüchtig. Er denkt nicht daran, etwas abzugeben. Jeder Tropfen Wasser, der hineinfließt, bleibt darin.

Darin also liegt der gewaltige Unterschied! Der See Genezareth gibt und lebt. Der andere gibt nichts und ist tot. Darum nennt man ihn auch „Totes Meer“.

Wie es zwei verschiedene Seen in Palästina gibt, so gibt es auch zwei Arten von Menschen auf dieser Welt.

Nur die Herzen der Menschen, welche die Fülle des Lebens in Jesus weitergeben, gleichen dem See Genezareth, der weitergibt und dadurch lebendig bleibt!

„Geben ist seliger als nehmen“ (Apg. 20,35) bezeugt Paulus und beschreibt damit das blühende Leben derer, die ihr Leben verloren, das heißt an Jesus, den Herrn der Welt abgetreten haben.

Schrecklich aber verläuft das Leben jener Menschen, die es retten wollen. Sie bleiben egoistisch und ihr Herz wird bitterer und bitterer. Sie haben keinen „Abfluss“ für ihre Sünde, während Gottes Kinder ständig Vergebung erlangen können (1.Joh. 1,9)


Bibelleseplan: Mt. 16,24-27


Aus „Alle meine Quellen sind in Dir“

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