• Ute Braun

Einhorn gesichtet!

Hallo Kinder!


Habt ihr gewusst, dass es bei uns hier ein Einhorn gibt? Ja, wenn ich es euch doch sage!

Nein, nicht bei uns in der Kirche! Wobei das auch gut möglich wäre, denn im Mittelalter wurde das Einhorn oftmals mit Maria, der Mutter von Jesus, auf Bildern dargestellt. Und in der alten Gemeinde, wo ich früher gewohnt habe, da trug ein Einhorn aus Stein die Kanzel. Aber ich verplaudere mich mal wieder…

Also das Einhorn bei uns, das habe auch nicht ich entdeckt, sondern meine Lichtenauer Freundin Schafi. Sie hatte irgendwo davon gehört. Und da Schafi Einhörner so toll findet, wollte sie es unbedingt sehen!

Aber bevor man zu so einer spannenden Einhorn-Suche aufbricht, muss man sich erst mal stärken. Mit einem Topf Spaghetti geht das ganz prima!

Doch gerade als Schafi ihr Haus verlassen wollte, fiel ihr noch was ein:

seit Montag musste man ja eine Maske tragen, wenn man mit Bus und Bahn oder anderen öffentlicher Verkehrsmitteln fahren will oder einkaufen möchte.

Also brauchte Schafi erst noch einen Mundschutz.

Vielleicht ging das ja mit dem blauen Tuch?

Nein, das war nicht so gut.

Hach, dann musste sie halt noch schnell eines nähen.

Endlich war es soweit und Schafi konnte los.




Und zwar keinen Moment zu früh.

Gerade noch erreichte sie das Skater-Taxi!

Puh! Das war knapp!

Und wo sucht man jetzt ein Einhorn?

Wo leben die denn?

Vermutlich irgendwo, wo sie sich gut verstecken können.

Im Wald? In den Bergen?

Ja, da fing Schafi mal an zu suchen.

Aber da oben „im Gebirg“ fand Schafi nur eine alte Mühle.

Das war auch nicht schlecht. Aber halt kein Einhorn.

Ein bisschen enttäuscht setzte sich Schafi an das Mühlrad und lauschte dem plätschernden Wasser zu, das vom Mühlrad floss.



War es nicht so, als würde das klappernde Mühlrad ihr etwas zuflüstern?

„Lich-te-nau!-Lich-te-nau!“

Konnte das sein?

Sollte das Einhorn gar im selben Ort wohnen wie Schafi?

Das wäre ja ganz super!

Also wieder runter ins Tal und weiter nach Lichtenau.

Dort entdeckte Schafi ein wundersames Blockhaus.

Wäre das vielleicht ein gutes Zuhause für ein Einhorn? Neugierig kletterte Schafi auf einen Baum und spähte durch ein Fenster ins Haus.











Schien keiner zu Hause zu sein!

Oder doch?

Lag dort oben im Zimmer unter dem Dach nicht etwas großes Rosafarbenes?

Konnte das vielleicht das Einhorn sein?

Ganz, ganz leise und vorsichtig schlich Schafi ins Haus hinein.






Oh, Achtung!

Eine Wache kommt!

Schnell verstecken!

Ach nein, keine Wache!

Nur ein kleiner Zwerg.

Aber der durfte sie auch nicht entdecken!


Au weia! War das aufregend!

Ganz laut pochte Schafis Herz!

Hoffentlich hörte das niemand!

Erstmal tief durchatmen!

So, jetzt ging es besser.

Auf Zehenspitzen schlich Schafi die Treppe hoch und: jaaa! Da lag tatsächlich im Zimmer das Einhorn! Unglaublich!

Und wisst ihr was? Das Einhorn, das war ein ganz Nettes. Es lächelte Schafi ganz freundlich an und dann gab ihr ein Zeichen, dass sie mal auf ihr reiten durfte.

Oh, das war das Allertollste überhaupt!!!




Schafi war einfach nur glücklich. Und dem Einhorn gefiel es auch.


Dem war es da oben in dem Zimmer so ganz allein doch manchmal ziemlich langweilig!

So verbrachten die beiden einen lustigen Nachmittag und beim Abschied nachher waren sich beide sicher, dass sie sich ganz, ganz bald wieder besuchen würden!


Wow, was für ein Tag! Als Schafi daheim ankam, war sie so geschafft von der aufregenden Einhorn-Suche, dass sie einfach nur in Bett plumpste und sofort einschlief…


Ja, das war Schafis Abenteuer!

Wollt ihr auch ein spannendes Abenteuer erleben oder etwas Lustiges?

Dann dürft ihr mir so wie Schafi ein paar Bilder schicken (an: ev.kirche.lichtenau@freenet.de oder hier auf der Webseite unter "Kontakt") und ich erfinde dazu eine Geschichte!

Umso verrückter eure Bilder sind, umso spannender wird es für euch und für mich!

Macht ihr mit? Das fände ich super!

Bis bald wieder!


Euer Wolli


P.S. Übrigens hat meine Freundin Schafi mir auch eine Maske genäht. Das finde ich total nett.

Naja, besonders hübsch sehe ich damit nicht aus – aber: wenn ich damit weiterhin frei überall unterwegs sein kann und dazu beitrage, dass nicht so viele Menschen krank werden, dann trage ich sie doch ganz gern…

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