Familiengottesdienst am Ostersonntag 2022 in Lichtenau

Aktualisiert: 18. Apr.



Familiengottesdienst am Ostersonntag 2022 um 10 Uhr in Lichtenau

mit Pfarrerin Ute Braun




Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben.)




Orgelvorspiel

Votum

Wir feiern Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Gruß: Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden

Begrüßung

Eingangsgebet (Daniela)

Gott, du hast uns einen neuen Morgen geschenkt, wir sind dankbar und fröhlich, dass wir wach sind, dass wir leben, dass du uns auch an diesem Tag begleiten willst. So sei du nun bei uns in diesem Gottesdienst und lass uns erkennen, was du an Ostern für uns getan hast. Amen

Psalmübertragung (Männer/Jungs und Frauen/Mädchen)

Heute soll die Sonne besonders hell strahlen

und der Himmel sein leuchtendes Blau anziehen.

Die Vögel sollen ihre herrlichsten Melodien zwitschern

aus lauter Freude über diesen Tag.


Heute sollen die Kirchen geschmückt sein

mit Blumen in den Farben des Regenbogens.

Die schönsten Lieder sollen erschallen

aus lauter Freude über diesen Tag.


Heute sollen die Menschen fröhlich sein

von ganzem Herzen.

Groß und Klein sollen zusammenkommen

und miteinander feiern

aus lauter Freude über diesen Tag.


Heute ist der Tag, den Gott gemacht hat:

Heute ist Jesus von den Toten auferstanden.

Jesus lebt.

Heute hat Gott ihm neues Leben geschenkt.


Darüber wollen wir uns aus ganzem Herzen freuen!

Denn heute an Ostern

sagt Gott zu jedem Menschen:

Du wirst leben.

Du wirst Leben in Fülle haben.

Du wirst neues Leben haben.


Heute an Ostern wollen wir das Leben feiern,

das Gott uns Menschen schenkt.

Lied: 455,1-3: Morgenlicht leuchtet

https://www.youtube.com/watch?v=ZbwiDCKo54M


Maria:

Ich heiße Maria!

Es ist gerade mal 2 Tage her, dass unser Freund Jesus getötet wurde.

Ich kann es immer noch nicht glauben. Und verstehen tu ich es auch nicht.

Er hat doch niemandem etwas getan! Er wollte den Menschen doch nur helfen! Er hat uns von Gott erzählt. Hat von einer Welt geträumt, in der es allen Menschen gut geht. In der wir in Frieden zusammen leben. In der es gerecht zugeht. Wo Menschen einander helfen. Da ist doch nichts Schlechtes dran, oder?

Träumen nicht alle Menschen zu jeder Zeit von so einer Welt, in der alles gut ist und wir Menschen in Frieden leben? Ich glaube schon!

Doch den weltlichen Herrschern bei uns hat das nicht gefallen. Sie wollten ihre Macht behalten und die Menschen klein halten.

Sie haben sie Jesus angeklagt, Lügen über ihn erzählt, ihn verurteilt. Und dann haben sie ihn am Kreuz getötet. Einen schlimmeren Tod gibt es kaum.

Und wir mussten dabei zuschauen, wie alle unsere Träume und Wünsche von einem Augenblick durchkreuzt wurden.

Aus und vorbei! Alles zu Ende.

Übertragung/Anleitung:

Aus und vorbei – Träume und Wünsche durchkreuzt.

Wir möchten mit euch Kindern und Ihnen als Erwachsenen nun gemeinsam kreuze binden.

Die Kreuze, die ihr Kinder macht, sind ein bisschen kleiner – denn sie finden nachher ihren Platz in einer kleinen Landschaft.

Die Kreuze der Erwachsenen sind etwas größer – vielleicht fallen Ihnen beim Kreuz binden ja sogar so manche Träume, Wünsche, Lebensentwürfe ein, die Sie einmal hatten und die „durchkreuzt“ wurden, weil das Leben einfach anders lief, als Sie es sich ausgemalt haben?

(Stöcke und Schnüre werden verteilt – Kreuze gebunden – dabei leise meditative Musik)

Joseph von Arimathäa:

Ich heiße Joseph. Ich war ein großer Fan von Jesus!

Ich hatte eine einflussreiche Rolle in unserer Stadt. Ich gehörte in den Rat der Hohenpriester und Ältesten. Und bisher war ich der Meinung, dass wir uns dort wirklich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Doch ich habe mich getäuscht.

Was am Freitag mit Jesus geschehen ist, das hat nichts mit Gerechtigkeit und Recht zu tun.

Aber ich konnte es leider nicht verhindern. Das einzige, was ich noch tun konnte, war Jesus ordentlich begraben.

Kurz zuvor hatte ich mir ein Grab in einem nahe gelegenen Garten gekauft. Dort brachte ich Jesus hin.

Ich wickelte ihn in saubere Leintücher, legte ihn in die Grabhöhle und verschloss sie mit einem großen Stein.

Hier sollte Jesus in Frieden ruhen!

Wie gesagt, das war das einzige was ich noch für ihn tun konnte…

Übertragung/Anleitung:

Eine Grabhöhle – in einem Garten – das dürft ihr Kinder nun in einem großen Blumenuntersetzer gestalten.

Dafür bekommt ihr Erde, Moos und einen kleinen Tontopf, der die Grabhöhle darstellen soll.

Auch das Kreuz von vorhin findet darin einen Platz (Muster zeigen).

Wir Erwachsenen werden euch erst eine Weile zuschauen. Denn so war es damals auch: während Josef von Arimathäa ganz geschäftig dafür sorgte, dass Jesus würdig beerdigt wurden, waren seine Freunde wie gelähmt. Sie konnten erst mal nur zuschauen…

…und dann kam auch noch ein Feiertag. Nichts konnten sie tun – gar nichts. Nur warten, bis der Feiertag vorbei war und sie wenigstens zum Grab gehen konnten, um Blumen und kostbare Öle zu Jesus zu bringen.

(Kinder bekommen Teller, Erde, Moos usw. um Garten mit Grabhöhle zu gestalten!)

Dabei: ruhige meditative Orgelmusik – noch kein Osterlied!

Lesung:

Am Abend, als der Sabbat vorbei war, kauften Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um den toten Jesus damit zu salben.

Ganz früh am Sonntagmorgen, als die Sonne gerade aufging, kamen sie zum Grab.

Unterwegs hatten sie noch zueinander gesagt: »Wer wird uns den Stein vom Grabeingang wegrollen?«

Denn der Stein war sehr groß. Aber als sie hinsahen, bemerkten sie, dass er schon weggerollt worden war.

Sie gingen in die Grabkammer hinein und sahen dort auf der rechten Seite einen jungen Mann in einem weißen Gewand sitzen. Sie erschraken sehr.

Er aber sagte zu ihnen: »Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, der ans Kreuz genagelt wurde. Er ist nicht hier; Gott hat ihn vom Tod auferweckt! Hier seht ihr die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten.

Und nun geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: 'Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, genau wie er es euch gesagt hat.'«

Salome:

Ich kann es einfach nicht fassen. Das Grab ist leer. Jesus ist fort.

„Er ist auferstanden!“ hat der Engel gesagt.

Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll und ob ich das wirklich glauben kann.

Ach, entschuldigt, ich hab mich gar nicht vorgestellt: ich heiße Salome und war mit Maria gemeinsam am Grab, als wir den Engel getroffen haben. Ich bin noch ganz durcheinander…

Ja, wie gesagt: ich weiß nicht, was ich von all dem halten soll. Aber wenn das stimmt – dann wäre das das Tollste überhaupt. Jesus würde leben! Das wäre einfach nur schön!

Ich merke wie meine Traurigkeit sich auf einmal gar nicht mehr so schwer anfühlt.

Es ist als hätte der Engel alles Dunkle und Schwere mitgenommen.

Es ist auf einmal auch irgendwie heller in mir, als hätte jemand ein Licht in mir angezündet.

Mir ist gerade danach zu singen. In Worte fassen, was ich fühle und erlebt habe, das kann ich nicht – aber singen, singen kann ich!

Übertragung/Anleitung:

Singen, freuen und spüren wie es heller wird – das tun wir jetzt auch. Während die Erwachsenen nun gemeinsam das Osterlied singen, dürft ihr Kinder den Stein vor dem Grab wegrollen – und wir bringen das Osterlicht zu euch.


Lied: Er ist erstanden (EG 116,1-5)

https://www.youtube.com/watch?v=glJHNsO86Kk

Während dessen wird Osterlicht zu den Ostergärten gebracht und das Teelicht entzündet!

Maria:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was an diesem Ostermorgen noch alles passiert ist.

Salome und ich, wir mussten einfach jemandem erzählen, was wir erlebt haben.

Wir liefen nach Hause zu den anderen Jüngern und erzählten ihnen davon. Und die sind auch gleich losgerannt um zu gucken.

Jedem, jedem mussten wir erzählen, was wir erlebt haben. Und wisst ihr was: jedem, dem wir es erzählten, der wurde irgendwie angesteckt, von usnere Freude und usnerem Lachen und unserer Aufregung.

Wir konnten es ja nicht wirklich erklären aber unsere Freude, die hat sich dennoch ausgebreitet und es war so, als würde die Welt um uns irgendwie unter.

Also würde etwas neues beginne – so wie Blüten aus einem Zweig hervorbrechen, wenn der Frühling kommt.

Ja, genau so war es: Frühling nach einem dunklen Winter. Leben aus dem Tod!

Übertragung/Anleitung:

Leben aus dem Tod – aufblühen, wachsen, bunt und schön…

Auch das soll nun noch Platz finden in eurem kleine Ostergarten.

Hier vorne sind Blüten – sie dürft ihr nun holen, um damit euren Ostergarten noch bunt zu schmücken.

Und auch den Erwachsenen bringen wir einen blühenden Zweig. Binde Sie ihn an das Kreuz von vorhin.

Er soll Ihnen zeigen, dass auch aus Träumen und Lebensentwürfen, von denen wir und verabschieden mussten, etwas neues – vielleicht ganz anderes wachsen kann.


Orgel spielt: Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100,1+2+4)

https://www.youtube.com/watch?v=6m5XYVqEP1w

Salome:

Aber damit war unsere Geschichte mit dem auferstanden Jesus nicht zu Ende.

Nein! Am Abend trafen ihn noch zwei Freunde von uns.

Er ging mit ihnen. Unterhielt sich mit ihnen. So als würde er sie schon ganz lange kennen.

Tat er ja auch. Aber SIE haben ihn nicht erkannt!

Erst als er beim Abendessen das Brot teilte und den Kelch mit dem Wein herum gab, da haben sie ihn erkannt.

Es war wie am letzten Abend als Jesus verraten worden war:

UB:

An diesem Abend nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach:

Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Nach dem Essen nahm er den Kelch, dankte, gab ihn den Jüngern und sprach: nehmt hin und trinkt alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, sooft ihr’s trinkt zu meinem Gedächtnis.

Salome:

Genau so war es jetzt auch – und unsere Freunde haben erkannt: da saß niemand anders als Jesus bei ihnen am Tisch.

Und seither machen wir es immer wieder: wir teilen zusammen Brot und Wein, so wie er es immer bei uns gemacht hat.

Und wenn wir so zusammen essen und trinken, dann spüren wir, dass Jesus bei uns ist. Ganz nah. Als würde er bei uns mit am Tisch sitzen oder in der Bank oder auf der Picknickdecke.

UB:

Brot teilen und Saft – wie die Jünger – das wollen wir heute auch, wenn auch in etwas anderer Form.

Beten wir vorher mit den Worten, die Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Austeilung von Brot und Trauben

Schlusswort: Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben.


Orgel: Du bist heilig, du bringst Heil (NL 125)

https://www.youtube.com/watch?v=o4mwSizxe0k

Schlussgebet:

Lieber Gott,

wir danken dir dafür, dass du Jesus aus dem Tod auferweckt hast; dass du durch ihn auch uns das Leben schenkst – ein Leben, in dem es uns gut gehen soll, in dem wir uns an dir und mit anderen freuen dürfen. Ein Leben, in dem wir dir vertrauen dürfen – auch in schwierigen oder dunklen Zeiten.


Wir danken dir auch, dass du uns nahe kommst in den Geschichten und Liedern, und besonders dann, wenn wir zusammen Brot und Saft teilen.

Wir danken dir dafür, dass du uns auch auf unseren Wegen begleitest und uns immer wieder Kraft gibst und Mut machst.


So bitten wir dich, sei du jetzt auch bei uns, wenn wir wieder nach Hause gehen.

Bleib bei uns und allen Menschen, die dich brauchen.

Sei besonders bei den Traurigen und Trauernden,

bei den Menschen, die Angst haben oder krank sind,

Bei den Menschen die im Krieg leben und bei denen, die in ein sicheres Land fliehen.

Hilf uns, uns immer wieder für ein gutes, gerechtes und friedliches Leben einzusetzen.


Und dein Frieden Gott, der höher ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.


Lied: Halleluja es ist Ostern…

https://www.youtube.com/watch?v=3OPm5-3ypQ8


Segen

Es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen, Amen, Amen...

Orgelnachspiel





All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - und weitere Impulse finden Sie auch auf unserer Homepage:

https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste





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