• Ute Braun

Feuer und Flamme

Hallo Ihr alle!

Könnt ihr erkennen, neben was für einer Blume ich hier sitze?

Diese Blume gehört nämlich zu dem Fest, das wir an diesem Wochenende feiern!

Genau: das ist eine Pfingstrose – die meistens ziemlich genau zum Pfingstfest blüht, das wir an diesem Wochenende feiern!

Und wisst ihr auch, was wir an Pfingsten feiern? Nein? Naja, das ist auch ein bisschen ein kompliziertes Fest.

Am besten erzähle ich euch die Geschichte, die zu diesem Fest gehört!


Ihr erinnert euch natürlich noch an unsere Geschichte vom letzten Wochenende: da hatte sich Jesus von seinen Jüngern verabschiedet und war zurückgegangen zu seinem Vater im Himmel.

Kurz bevor er ging, hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, all das fortzuführen, was er begonnen hatte. Und er hatte ihnen versprochen, dass er selbst ihnen dabei helfen würde.

Und dann war er auf einmal verschwunden.

Die Jünger waren daraufhin ziemlich ratlos und auch ängstlich. Wie sollten sie das jemals schaffen, was Jesus ihnen aufgetragen hatten. Und sie hatten auch ein wenig Angst davor, dass die Menschen, die Jesus gefangen genommen und gekreuzigt hatten vielleicht auch sie verhaften würden.

So blieben die Jünger meistens zu Hause.

Dann kam das Pfingstfest und in ganz Jerusalem wurde ein buntes Fest gefeiert.

Auf einmal hörte man ein lautes Rauschen – es klang wie wenn ein ziemlich ordentlicher Wind ums Haus fegt und in den Blättern raschelt.

Ganz besonders laut war es in dem Haus, in dem die Jünger saßen.

Dann meinten die Jünger, sie würden lauter kleine Feuerflammen sehen, die auf den Köpfen der anderen züngelten.

Und im selben Augenblick spürten sie auf einmal ganz viel Mut und Begeisterung und Tatendrang.

Nichts, gar nichts mehr, hielt sie auf ihren Stühlen und im Haus.

Sie mussten raus. Zu all den Leuten, die gerade in Jerusalem unterwegs waren.

Mitten auf den Marktplatz stellten sie sich und fingen ganz laut an von Gott zu erzählen und auch davon, was sie mit Jesus alles erlebt haben.

Aber was war denn das? Sie sprachen ja plötzlich alle möglichen Sprachen! Sprachen, die sie nie gelernt hatten, konnten sie auf einmal fließend sprechen!

Die Leute liefen verwundert und auch ein bisschen erschreckt zusammen: Was war das nur? Erst dieses laute Rauschen und nun die Jünger, die da auf dem Marktplatz standen und in allen möglichen Sprachen reden konnten!

Ja, das war wirklich merkwürdig. Die Menschen, die da nämlich zusammen gekommen waren, kamen aus vielen verschiedenen Ländern und Regionen und sprachen unterschiedliche Sprachen. Aber hier konnten sie auf einmal alles verstehen – denn die Jünger redeten in all diesen Sprachen.

Und was sie erzählten, das begeisterte die Leute, die da zuhörten, total! Es war, als wenn die Begeisterung und der Feuereifer, mit dem die Jünger von Gott erzählten, auf sie alle übersprangen.

Sie wurden einfach angesteckt und mitgerissen!

Zu diesen Jüngern wollten die Menschen auch gehören. Sie wollten mehr von diesem Gott hören und über Jesus erfahren.

Und viele von ihnen ließen sich an diesem Tag taufen, um so zu zeigen, dass sie zu dieser Gemeinschaft gehören wollen.

3000 Menschen sollen es gewesen sein, die sich an diesem Tag taufen ließen und so zu der Gemeinschaft der Jünger dazu kamen.

Dieses Pfingstfest war sozusagen der Anfang der christlichen Gemeinde, wie es sie bis heute gibt.

Man kann also sagen, es war die Geburtsstunde der Kirche.

So feiern wir an Pfingsten also den Geburtstag der Kirche.

Aber wir feiern noch mehr!

Später verstanden die Jünger nämlich, dass an diesem Pfingsttag Jesus ihnen etwas geschickt hatte, das ihnen helfen würde, ihren Auftrag zu erfüllen.

Er schickte ihnen eine Kraft, die sie mitriss und begeisterte. Eine Kraft, die sie mutig machte. So mutig, dass sie sich sogar trauten vor alle Leute hinzustehen und von Gott zu erzählen. Und zwar so zu erzählen, dass sie jeder verstehen konnte.

Diese Kraft, die die Jünger an dem Tag geschickt bekommen haben, die nennen wir „Heiliger Geist“ oder auch „Geist Gottes“.

Es ist übrigens eine Kraft, die Gott uns auch heute noch schickt, damit wir an Jesus glauben können, damit wir mutig sind, damit wir auch mal getröstet werden und noch vieles mehr.

Aber das erzähle ich euch vielleicht ein anderes Mal! J

Die Pfingstgeschichte ist also auch eine „Trau-Dich-Geschichte“ wie die von Merle, die ich euch vor wenigen Tagen erzählt habe.

Und sie ist eine Geschichte, in der mächtig was los ist: das rauschte es und funkt es.

So ist auch das, was ich heute mit euch basteln will, etwas das rauscht und auch ein bisschen an Feuer erinnert.


Es ist ein Feuerball – und wenn ihr ihn durch die Luft wirbelt oder einander zuwerft, dann rauscht und raschelt es auch… Und sein langer Schwanz erinnert an die Feuerflammen auf den Köpfen der Jünger.

Zur genauen Bastelanleitung kommt ihr HIER!

Ich weiß natürlich jetzt nicht, ob da tatsächlich Feuerflammen auf den Köpfen der Jünger tanzten.

Aber ich verstehe es immer so: wenn jemand von etwas ganz arg begeistert ist, dass er gar nicht mehr aufhören kann, davon zu erzählen, dann sagt man manchmal: „Der ist Feuer und Flamme“… genau so war es auch bei den Jüngern…

Und vielleicht bedeuten die „Feuerflammen“ auch noch, dass es in den Jüngern, die sich doch etwas ängstlich und traurig fühlten so ohne Jesus, auf einmal hell und warm wurde – so wie wenn man im Dunklen ein Licht anzündet…

So ein Licht könnt ihr euch auch basteln – oder vielleicht habt ihr es schon getan? Denn einige von euch haben diese zweite Bastelidee ja im Reli-Gruß zu Pfingsten gehabt.

Ansonsten findet ihr die Bastelanleitung auch hier: https://www.franzkett-verlag.de/files/Pfingst-Wunder-Tute_NEU.pdf auf Seite 2.


Und wenn ihr dann immer noch mehr Pfingsten haben wollt, dann könnt ihr euch ab Pfingstsonntag auch noch das anschauen, was ihr mit diesem QR-Code findet – oder auch unter: www.kirche-legelshurst.de/pfingsten. Da wird mit Lego-Figuren von Pfingsten erzählt!



So wünsche ich euch allen und euren Familien

leuchtende, fröhliche, begeisterte Pfingsten!


Euer Wolli

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