• Ute Braun

Frohe Ostern mit Wolli

Hallo zusammen!

Na, wie habt ihr den Ostermorgen begonnen? Habt ihr schön gefrühstückt? Vielleicht war euer Frühstückstisch sogar schön geschmückt mit bunten Servietten und Ostereiern für jeden?

Oder wart ihr vielleicht schon auf Osternester-Suche?

Ja, das gehört alles irgendwie zu Ostern dazu, so wie wir es heute feiern!

Selbst in so einer merkwürdigen Zeit, wie wir sie jetzt gerade erleben, wollen wir etwas von der Osterfreude spüren.

Für die Freunde von Jesus damals fing der erste Ostermorgen allerdings nicht so schön an!

Wenn sie überhaupt geschlafen hatten in dieser Nacht, so sind sie am Morgen ganz sicher mit einem traurigen und schweren Herzen aufgewacht!

Zwei Tage zuvor hatten sie Jesus begraben. Dann war der Ruhetag gewesen, so dass sie noch nicht einmal an seinem Grab sein konnten oder ihn hätten salben können, wie es bei ihnen üblich war. Es waren so bedrückende Tage gewesen. Man will was tun und darf nicht.

Jetzt endlich war der Ruhetag vorbei – ganz langsam dämmerte der Morgen.

Maria und zwei andere Frauen hielten es einfach nicht mehr aus: sie nahmen das Salböl, das sie extra zubereitet hatten, und gingen hinaus zum Grab.

Es war ja nicht viel, was sie noch für Jesus hätten tun können. Aber das zumindest wollten sie noch für ihn tun.

Kurz bevor sie an dem Grab ankamen, blieben sie erschrocken stehen: der große Stein vor dem Grab! Den hatten sie ja völlig vergessen! Wer sollte ihnen den denn wegrollen? Allein würden sie das niemals schaffen!

Doch als sie hochschauten und den Eingang des Grabes sehen konnten, blieben sie verblüfft stehen! Der Stein war weggerollt und das Grab war offen!

Neugierig und auch ein bisschen ängstlich gingen die drei Frauen näher.

Und da sahen sie in der Grabhöhle einen Mann im weißen Gewand sitzen. War das ein Engel? Die Frauen bekamen nun doch Angst. Was war hier los?

Doch da sagte der Mann zu ihnen: „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den sie gekreuzigt haben! Er ist nicht hier! Er ist auferstanden! Geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass sie nach Galiläa gehen sollen, wo ihre Geschichte mit Jesus begonnen hat. Dort werden sie ihn sehen!“

Entsetzt und voller Furcht rannten die Frauen aus dem Grab! Das war alles zu viel für sie! Ein leeres Grab, ein Engel und die Nachricht, dass Jesus auferstanden ist? Das mussten sie alles erstmal begreifen!“

Ja, so klingt die Ostergeschichte, wie sie Markus in seinem Evangelium erzählt. Vielleicht wundert ihr euch jetzt und sagt: warum freuen die Frauen sich denn nicht? Warum rennen sie denn nicht gleich zu den anderen, um ihnen die tolle Nachricht weiterzusagen, dass Jesus lebt?

Also, ich glaube, uns wäre es auch nicht anders gegangen. Oder, was meint ihr?

Denn tatsächlich fängt die Geschichte unseres Osterfestes erstmal damit an, dass etwas geschieht, was man eben nicht begreifen und erklären kann.

Was einen staunen lässt. Was einem vielleicht auch einen Schreck einjagt.

Die Frauen jedenfalls und auch die anderen Jünger, die haben tatsächlich eine ganze Weile gebraucht, bis sie das alles glauben konnten – aber dann, dann waren sie kaum mehr zu halten. Alle sollten hören, dass Jesus auferstanden war. Dass er lebte und dass sie ihn wiedersehen würden und seine Nähe spüren.

Mit dieser Osterfreude haben sie dann ganz viele Menschen angesteckt. In den anderen Evangelien in der Bibel, die ein bisschen später aufgeschrieben wurden, da kann man die Osterfreude etwas spüren.

So habe ich euch heute als kleines Osterbüchlein die Ostergeschichte eingepackt, wie sie Matthäus erzählt. Und in dem Gottesdienst, den die Erwachsenen zu diesem Ostrfest bei uns lesen können, da kommt die Ostergeschichte vor, wie sie Johannes erzählt.

Ja, sie alle unterscheiden sich ein bisschen voneinander. Worin sich aber alle einig sind, ist: dass Jesus auferstanden ist, dass nicht mal der Tod es geschafft hat, ihn klein zu kriegen! Dass das, was er an Gutem für die Menschen begonnen hatte, von seinen Jüngern weitergeführt wurde – bis heute!

Und weil das alles so etwas Tolles ist, feiern wir bis heute Ostern. Und viele von den Bräuchen, die wir heute haben, nehmen das auf ihre Weise auf:

Die Ostereier zum Beispiel, sie sind ein ganz tolles Symbol für die Auferstehung. Denn wenn ihr so ein Ei von außen anschaut, dann sieht es aus, wie ein Stein – hart und tot… aber ihr wisst natürlich, dass aus seinem Ei, wenn das Huhn es ausbrütet, neues Leben schlüpft…

Manche säen in den Tagen vor Ostern auch Kresse aus oder Weizensamen – und freuen sich dann dran, wenn irgendwann grüne Sprossen hervorwachsen… Auch das ist ein Bild für die Auferstehung, für Ostern: die Körner lösen sich in der Erde auf, als würden sie sterben – und etwas Neues wächst auf…


Naja, und dann gehört für uns in den Kirchen noch das Osterlicht dazu. Jedes Jahr an Ostern gibt es eine neue große Osterkerze, die dann das Jahr über leuchtet.

Und die Menschen nehmen an Ostern etwas von diesem Osterlicht mit Hilfe von kleinen Kerzen nach Hause mit. Für sie ist das ein ganz wichtiges Zeichen: an Ostern wurde es für die Menschen, die so traurig waren, auf einmal hell. Die Sonne ging auf – ganz real über dem Friedhof, zu dem die Frauen gingen – aber auch in ihren Herzen, die zuvor doch so voller Traurigkeit waren.

Ihr seht, viele unserer Osterbräuche heute, nehmen die Ostergeschichte von damals auf.

So ist es auch bei den beiden Dingen, die ich euch heute „einpacke“: da ist das kleine Osterbüchlein, dass wieder extra für euch gezeichnet worden ist.

Ihr könnt es anmalen und dabei die Ostergeschichte kennenlernen, die Matthäus aufgeschrieben hat, und nachher an den Rändern so zusammenkleben, dass es ein kleines Buch wird. Ihr findet es HIER!

Und wenn ihr dann noch etwas basteln wollt – dann geht das an Ostern auch ganz leicht: ihr braucht dazu nur Eierschalen – entweder vom Frühstücksei oder von Eiern aus denen ihr vielleicht einen leckeren Kuchen gebacken habt oder vielleicht auch von den Ostereiern, die ihr in den Osternester gefunden habt…


So und dann macht ihr mit diesen Eierschalen folgendes:


Ihr könnt an das Osterei Ohren aus Papier kleben und ein Gesicht drauf malen. Dann füllt ihr etwas Watte hinein, und streut Kresse oder Weizensamen oben drauf. Damit das Ei nicht umkippt, stellt ihr es am besten in einen Eierbecher oder bastelt aus etwas Pappe einen stabilen Ring, auf dem das Ei liegen kann. Und wenn ihr dann die

Samen regelmäßig gießt (aber vorsichtig, dass es nicht zu nass wird!) dann wachsen dem kleinen Eierkopf bald ein paar grüne Haare! :-)

Wenn ihr weder Watte noch Samen habt, dann könnt ihr aus den Eierschalen auch kleine Vasen basteln! Einfach das leere Ei wieder in einen Eierbecher stellen und auf dem nächsten Spaziergang ein paar Gräser und Gänseblümchen pflücken.

Diese kleinen Vasen sind so klein, da könnt ihr für jeden aus eurer Familie eine extra Vase füllen.


So, und wenn ihr dann noch Lust habt, an Menschen zu denken, die ihr gerade nicht sehen, könnt, dann könntet ihr denen noch eine Osterkarte schreiben.

Diese Karten mit dem schönen Ostersonnenaufgang und einem alten Ostergruß hat unsere Vikarin entworfen.


Diese Karten findet ihr in allen Kirchen in

Lichtenau und Rheinmünster zum Mitnehmen – und auch in unseren Kästen.

So, ihr Lieben,

nun wünsche ich euch und euren Familien wunderschöne, helle, gesunde, frohe Ostern!

Bis bald wieder!


Euer Wolli

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