Gottesdienst am 25.10.2020 (20. Sonntag nach Trinitatis)



Gottesdienst am 20. Sonntag nach Trinitatis, den 25.10.2020, in Lichtenau mit Prädikantin U. Feldchen


Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein.

(Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben)




Orgelvorspiel


Begrüßung: Guten Morgen, liebe Lichtenauer –

Wie schön ist es, daß wir Gottesdienst feiern dürfen.

Freuen wir uns besonders in dieser seltsamen Zeit, dass immer wieder ein neuer Morgen kommt, dass immer irgendwo die Sonne scheint und wir gegenseitige Zuwendung neu schätzen lernen,


Mit der 3. Strophe aus dem Lied „Morgenlicht leuchtet“ drücken wir das aus und so wünsche ich uns einen gesegneten Gottesdienst


Lied: Morgenlicht leuchtet (EG 455, 3) (AUDIO Datei zum Mitsingen)

3) Mein ist die Sonne – mein ist der Morgen,

Glanz der zu mir aus Eden aufbricht!

Dank überschwenglich, Dank Gott am Morgen!

Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht


Votum:

Wir feiern Gottesdienst im Namen des Dreieinigen Gottes

Im Namen Gottes, des Vaters – ER ist unser Atem

Im Namen Jesu, des Sohnes, er ging alle unsere Wege voraus -

Im Namen der Hl Geistkraft Gottes Sie gibt uns Mut, wenn wir mutlos sind.

Amen.


Psalm 121 (nach Peter Spenagenberg)

Ich richte meine Augen nach oben,

ich blicke um mich her – Von wo kommt mir Hilfe?

liebender Gott, helfen kannst nur du

Du hast Himmel und Erde geschaffen.

Du wirst mich nicht ausgleiten lassen.

Du hältst mich fest und hältst Wacht über mir.

Seht doch: Mein Gott nimmt mich in Obhut und begleitet mich auf Schritt und Tritt -

wie mein eigener Schatten.

So kann mir der Tag nichts anhaben und auch nichts die Nacht.

In allen Gefahren bin ich behütet.

Liebender Gott, bewahre mein Leben vor allem Bösen;

paß gut auf meine Seele auf. Beschütze mich, wenn ich komme und gehe, unterwegs und überall und ohne Ende.


Bußgebet

Ewiger Gott, wir bitten dich, höre uns

Nach einer gefüllten Woche stehen wir vor Dir:

Nicht alles können wir zurück- und hinter uns lassen –

doch wir wissen, bei vielen unserer Arbeiten oder Atempausen

können wir unsere Gedanken auf DICH richten.

Ja, ewiger Gott, wir fragen, wir tasten, wir hoffen und wir bitten Dich: lass uns sinnvoll unsere Tage füllen.

Mach unsere Gedanken klar – laß sie aus der Quelle der Liebe und Freundlichkeit aufsteigen und wachsen, daß wir stark sind in Dir. Darum bitten wir: Herr, erbarme dich


Gloria

Ja, wir Christen sollten an unserer frohen Stimmung erkennbar sein, denn schon die alten Propheten wissen: (Nehemia 8, 10):Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.


Lied: Laudate omnes gentes (EG 181.6) (AUDIO Datei zum Mitsingen)

1) Laudate omnes gentes – laudate Dominum –

Laudate omnes gentes, laudate Dominum –

2) Lobsingt , ihr Völker alle, lobsingt und preist den Herrn.

Lobsingt ihr Völker alle, lobsingt und preist den Herrn.

3) Laudate omnes gentes, laudate Dominum –

Laudate omnes gentes, laudate Dominum


Tagesgebet

Ewiger Gott, wir vertrauen Dir:

DU hältst die Bilder des Glaubens in unseren Gedanken lebendig. Dazu gibst DU uns Erfahrungen in unseren Alltag.

Und so geprägt stehen wir vor dir in großer Zuversicht und mit den Hoffnungen, die uns in jeden neuen Tag tragen:

DU bist und bleibst bei uns!

Dass dies so ist, darum bitten wir durch Christus Jesus, Deinen Sohn, unsern Bruder, der mit Dir und der Hl Geistkraft lebt und Leben schafft, gestern, heute und bis in alle Zeit.

Amen.


Schriftlesung: 2. Korinther 3, 3-6

Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes; nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.

Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.

Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber, sondern, dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.


Überleitung zum Glaubensbekenntnis:

Es macht stark im Alltag, seinen Standpunkt zu zeigen. Das gibt Sicherheit und Selbst-Vertrauen. Das gilt auch und besonders für unsern Glauben, den wir bekennen:


Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erden.

Und an Jesus Christus, Seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn.

Empfangen durch den Hl Geist, geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben.

Hinabgestiegen in das Reich des Todes.

Am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten Gottes, des Allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen, zu richten, die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Hl Geist, die Hl christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten und das Ewige Leben.

A M E N

Lied: Kommt herbei… (EG 617, 3) (AUDIO Datei zum Mitsingen)

3) Ja, er heißt: Gott für uns; wir die Menschen, die er liebt.

Ja, er heißt: Gott für uns, wir die Menschen, die er liebt.

Darum können wir ihm folgen, können wir sein Wort verstehn.

Darum können wir ihm folgen, können wir sein Wort verstehn.


PREDIGT über Markus 2,23-28 von Prädikantin Feldchen

Die Liebe und Gnade Gottes sei jetzt mit uns allen.

AMEN


Haben Sie für heute, Sonntag, noch etwas geplant, liebe Gottesdienstbesucher? Vielleicht wollen Sie „zur Ruhe“ kommen - vielleicht aber müssen Sie etwas wirklich Not-wendiges erledigen. Hören Sie, was Jesus uns dazu zu sagen hat:


Und es begab sich, dass Jesus am Sabbat durch ein Kornfeld ging und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist? Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die, die bei hm waren: wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren?Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.“


Diese Erzählung kennen wir wohl alle. Was hören Sie für sich da heraus, liebe Gottesdienstbesucher?

In mir tauchen ein paar Fragen auf: Warum überhaupt geht Jesus am Sabbat, an diesem heiligen Ruhetag, durch die Felder? Und erst recht die Pharisäer? Kontrollieren die ihn? Ist das nicht alles untersagt? Für beide Parteien wäre es dann schon ein Verstoß, unterwegs zu sein! Und handeln die Jünger gedankenlos – oder haben sie wirklich Hunger und essen die rohen Körner? Das wäre der Unterschied! Gehen wir davon aus – sie haben Hunger!

Und dann beschuldigen sie einander, die einen: Ähren ausraufen ist Arbeit – der andere: Habt ihr nicht gelesen…?!


Regeln – Jesus bringt sie auf den Punkt: Regeln sind dazu da, ein gutes Miteinander zu fördern. Und was, liebe Gottesdienstbesucher, ist ein „gutes Miteinander“? Das Miteinander „Regeln – Mensch“?


Wie wir diese Erzählung kennen, so kennen wir auch die Diskussionen um unseren christlichen Ruhetag, den Sonntag. Denken Sie nur, keiner, wirklich keiner ginge am Sonntag aus seiner Wohnung! Das ist nicht vorstellbar und nicht leb-bar! Das Leben läuft 7 Tage die Woche! Und wir sind davon abhängig, dass viele Menschen auch am Sonntag ihrer Arbeit nachgehen.


Jesus sagt: „Habt ihr nicht gelesen…?“ und er berichtet von König David. Der brach ganz offensichtlich geltende Regeln! Und Jesus stellt sich damit hinter seine Freunde. Ja, was sie tun, verstößt gegen die Vorschriften des Gesetzes – Jetzt aber geht es um Kraft schöpfen für den weiteren Weg - und nicht um den Buchstaben!


Und für uns heißt das immer noch: Natürlich brauchen wir Regeln, liebe Gottesdienstbesucher – doch sie müssen Sinn machen, sie müssen dem Leben dienen! Und so sollten wir uns auch nicht gegen unser eigenes Leben stellen. Manchmal ist es not-wendig, sorgsam abzuwägen und achtsam das zu tun, was JETZT nötig ist. Es geht nicht einfach um „erlaubt“ oder „nicht erlaubt“ – es geht um den Menschen! Liebe Gottesdienstbesucher, unbedingt - Wir brauchen Zeit zum Ent-spannen - wie immer das dann für den Einzelnen aussieht!!


Nehmen wir den Sonntag als Geschenk Gottes an… und füllen ihn so, wie es unserer Seele, - unserm Herzen - gut tut … schöpfen wir Kraft! Tun wir das nicht, laufen wir Gefahr, dass die Zeit einfach an uns vorüsberläuft und wir wundern uns eines Tages: Wie sind wir eigentlich bis hierher gekommen? Wo ist unsere Lebensenergie geblieben? Wann haben wir das Licht Gottes, den Funken Gottesliebe in uns gespürt? Haben wir etwas versäumt?

Wägen wir ab -

Hören wir in uns hinein, liebe Gottesdienstbesucher! Achten wir auf das, was unserer Seele gut tut – mit oder gegen die Regeln, Jesus Christus ist uns ein guter Wegbegleiter!

Amen.


Lied: Wohl denen, die da wandeln (EG 295,1) (AUDIO Datei zum Mitsingen)

1) Wohl denen,die da wandeln vor Gott in Heiligkeit,

nach seinem Worte handeln und leben allezeit;

die recht von Herzen suchen Gott und seine Zeugnis halten,

sind stets bei ihm in Gnad.


Fürbitten

Ewiger Gott, lass unsere Bitten wirken in uns und ankommen bei denen, für die wir bitten.

Liebender Gott, wir danken dir für die Menschen um uns, auch für die, mit denen wir Mühe haben. Stell uns alle unter deinen Segen, so sind wir geschützt vor allen Unwegsamkeiten.


Liebender Gott, wir bitten dich, bewahre uns und die Menschen nah und fern von uns vor den verschiedensten Schrecken dieser umlaufenden Krankheit.

Die Uneinsichtigen lehre Einsicht und Rücksicht auf sich und andere.

Liebender Gott, wende dich denen zu, die müde, überlastet, die krank sind – die einsam sind und sich verloren fühlen –

wende dich denen zu, die vor Schmerz und Kummer, vor Zorn und Selbstüberschätzung sich selbst nicht finden – berühre alle mit deiner liebenden Zuneigung und erinnere sie an Deine Gegenwart: Lass uns wertschätzen das Gute um uns.

Ewiger Gott, Vater und Mutter, gib Du uns die Kraft, einander zu vertrauen - einander zu verzeihen - einander zu segnen – gib uns diese Kraft und dem Menschen vor uns, neben uns und hinter uns. Wir bitten dich um Deine Zuwendung, die wir spüren in einem freundlichen Wort, in einer liebevollen Geste, im Gelingen von Gesprächen und Beziehungen.

Wir haben versucht, unsere Angelegenheiten zu regeln. Was uns gelungen ist und was uns belastet, bringen wir in der Stille vor Gott

STILLE


Gedanken wirken sich aus und das aus dem Herzen gesprochene Gebet hat heilende Kräfte. So beten wir mit allen Christen, wie Jesus es lehrte: Vater unser…

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen.


Lied Segne und behüte (EG 580, 1-3) (AUDIO Datei zum Mitsingen)

1) Segne und behüte uns nach deiner Güte.

Herr, erheb dein Angesicht über uns und gib uns Licht!

2) Schenk uns deinen Frieden alleTag hienieden, gib uns deinen Heilgen Geist, der uns stets zu Christus weist.

3) Amen Amen Amen. Ehre sei dem Namen unseres Herren Jesu Christ, der der Erst und Letzte ist.


Segen

Gott segne euch –

Er schenke dir die Behutsamkeit Seiner Hände und das Lächeln seines Mundes –

Er schenke dir die Aufmerksamkeit Seiner Ohren undden liebevollen Blick Seiner Augen - Gott gebe in dein Herz und deine Sinne das wohltuende Vertrauen: Ich bin geborgen in Seiner Gegenwart …–

an jedem Tag, den du denken kannst.


So segne und behüte euch der ewig liebende Gott,

Vater – Sohn und Heiliger Geist-


Amen.



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