Gottesdienst am 4. Advent, den 20.12.2020



Ein Gottesdienst zum Zuhause feiern -

Für Sonntag, 20. Dezember – 4. Advent

Von Prädikantin Susanne Wild


Dieser Gottesdienst ist für Sie und Ihre Familie gedacht.

Sie haben hier die Möglichkeit mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein.

(Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben)



Eingangslied: EG 17 Wir sagen euch an den lieben Advent

Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Gruß: Der Herr sei mit Euch. Amen

Psalms 102:

Ja, der HERR baut Zion wieder und erscheint in seiner Herrlichkeit. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen

und verschmäht ihr Gebet nicht. Das werde geschrieben für die Nachkommen; und das Volk, das er schafft, wird den HERRN loben. Denn er schaut von seiner heiligen Höhe, der HERR sieht vom Himmel auf die Erde, dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes, dass sie in Zion verkünden den Namen des HERRN und sein Lob in Jerusalem,

wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem Herrn zu dienen.

Bußgebet

Barmherziger Gott, es brennt die vierte Kerze der Hoffnung. Wir hoffen auf ein Weihnachtsfest in Ruhe und Frieden. Wir hoffen auf ein Weihnachtsfest ohne Einsamkeit. Wir hoffen auf ein Weihnachtsfest ohne Zwang. Hilf, dass wir in unserem Fest einen Abglanz erkennen von deinem Friedensreich. Dass wir etwas spüren können von deiner Freundlichkeit unter uns.

Gnadenspruch: Lasst uns einstimmen in das Lob der Hanna:

Mein Herz ist voll Freude über den Herrn, mein Haupt ist erhöht in dem Herrn, denn ich freue mich über deine Hilfe. 1. Sam.2,1

Hauptlied: EG 9 Nun jauchzet alle ihr Frommen,......

Predigtext aus dem AT, dem 1. Buch Mose, Kapitel 18, die Verse 1-2.9-15

1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. 2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde

9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er antwortete: Drinnen im Zelt. 10 Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes. 11 Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise. 12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun, da ich alt bin, soll ich noch Liebeslust erfahren, und auch mein Herr ist alt! 13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Sollte ich wirklich noch gebären, nun, da ich alt bin? 14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben. 15 Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht –, denn sie fürchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht so, du hast gelacht.

Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist. Amen.

Liebe Gemeinde!

Heute staune ich über dieses adventliche Predigtwort.

Advent: da erwartet man einen Hinweis auf das junge Mädchen, das schwanger wird und einen Sohn auf die Welt bringt. Auf Ermahnungen, dass wir wachsam sein sollen und hellwach, um ja das große Fest nicht zu verpassen. Vollmundigen Lobpreis der jungen Maria: Meine Seele erhebt den Herrn…

Stattdessen heute: ein altes Ehepaar, gut eingerichtet im Leben, doch tief frustriert, dass sich der Kinderwunsch nicht erfüllt hat. Das ist eine tiefe Kränkung und Not.

Wie passt das zusammen: Zugehen auf den Tag der wunderbaren Geburt im Stall von Bethlehem und die Begegnung mit dem alten, in diesem Bereich vom Leben enttäuschten Ehepaar Abraham und Sara?

Besuch bekommen sie von drei Männern. Ein Hinweis – so sahen das die frühen Bibelausleger – auf die Dreieinigkeit. Jedenfalls ein hoher Besuch. Ein göttlicher? Wie bei Maria – der Engel. Mit der Botschaft. „Gegrüßet seist du…“

Gastfreundschaft wird großgeschrieben. Freilich bleibt ihr da! Wir bewirten euch! Die Männer vor dem Zelt. Die Frau hinten im Zelt, in der Küche. Ein sehr patriarchalisches System.

Dann der Satz: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Wie bitte? Und Sara lachte, als sie das hörte, ich bin doch viel zu alt dafür. Und sie lachte! Da sprach der HERR zu Abraham: Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?

Ist es das, was Abraham und Sara, die Weihnachtsgeschichte und uns heute verbindet: Weihnachten, eine unerwartete Wendung und eine große Verheißung?!

Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?

Bei Abraham und Sara heißt die Wendung: Sie bekommen ihr nicht mehr erwartetes Kind: Isaak wird geboren! Isaak heißt übersetzt „der Lachende“. Seine Mutter lachte und lachte, als sie hörte, dass sie einen Sohn bekommen wird. Das Leben geht weiter! Die Verheißung besteht! Ich will dich segnen, dich und deine Nachkommen.

Für Maria und Josef: Sie bekommen ihr Kind. Unerwartet, zeitlich unpassend, und gleich wird klar: da passiert etwas nicht nur für die überraschten Eltern, da passiert etwas für alle Menschen. Seht, die gute Zeit ist nah. Gott kommt auf die Erde.

Weihnachten – eine unerwartete Wendung und eine große Verheißung? Auch für uns? 2020? Maria bewegte das alles in ihrem Herzen. Sara lachte. Und wir? Was erwarten wir? Hm, Weihnachten? Dieses Jahr feiern wir es unter Corona Bedingungen – und ich wünsche mir, dass es wieder so sein möge wie früher. Sollte dem HERRNN etwas unmöglich sein? Dann bitten wir ihn inständig, dass wir Corona bald hinter uns lassen. Weihnachten steht für unerwartete Wendung – und eine große Verheißung. Für Sara und Abraham. Josef und Maria. Für dich und für mich! Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein? IHM ist das möglich!

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle menschliche Vernunft, der bewahre eure Herzen und Sinne in Christus, Jesus. Amen.


Lied: EG 510 Freuet euch der schönen Erde….


Fürbittengebet

In dieser Zeit bitten wir dich, Herr: Bereite ein Weihnachtsfest in uns, dass wir dein Lob singen können wie Maria. Bereite ein Weihnachtsfest für die Kranken, die niedergeschlagen sind und an ihrem Kranksein leiden. Hilf uns erkennen, dass du in die Welt gekommen bist, um uns den Weg zu zeigen durch das Dunkle zu neuem Leben. Bereite ein Weihnachtsfest für die Gefangenen und Unterdrückten, denen viele Möglichkeiten genommen sind. Hilf uns erkennen, dass du Mensch geworden bist, damit wir lernen, menschlich zu handeln. Bereite ein Weihnachtsfest für die Hungernden und die Armen, für alle, die Mangel leiden und sich nach Gerechtigkeit sehnen. Hilf uns erkennen, dass du unser Leben reich gemacht hast, damit wir teilen, was zum Leben nötig ist. Bereite ein Weihnachtsfest für die Streitenden und Kämpfenden, die leicht dem Hass und der Gewalt verfallen. Hilf uns erkennen, dass mit deinem Kommen der Frieden begonnen hat, der allen Menschen zuteilwerden soll. Amen

Als die, die du uns so wunderbar geschaffen hast, beten wir:

Gebet des Herrn

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Friedensgruß

Und der Friede Gottes, der höher ist alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus.

Lied: EG 1 Komm, o mein Heiland Jesu Christ..... Vers 5)

Wir gehen in die neue Woche mit dem Wochenspruch:


Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich euch: Freuet euch! Der Herr ist nahe. (Philipper 4, 4-5b)

Segen Gehet hin mit dem Segen des Herrn;

der Herr segne euch und behüte euch.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten

über euch und sei euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch

und gebe euch Frieden.

Amen




All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - finden Sie auf: https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste




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