Gottesdienst am Gründonnerstag, den 14.04.2022 in Lichtenau



Gottesdienst am Gründonnerstag, den 14.04.2022, um 19 Uhr

in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun



Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben.)




Orgelvorspiel



Lied: Seele mach dich heilig auf (EG 556,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=1j9T_ZOGpKo


1) Seele, mach dich heilig auf, Jesus zu begleiten;

gen Jerusalem hinauf, tritt ihm an die Seiten!

In der Andacht folg ihm nach zu dem bittern Leiden,

bis du aus dem Ungemach zu ihm wirst verscheiden.

2) Du ziehst als ein König ein, wirst dafür empfangen.

Aber Bande warten dein, dich damit zu fangen.

Für die Ehre Hohn und Spott wird man dir, Herr, geben,

bis du durch des Kreuzestod schließen wirst Dein Leben.

3) Das Kreuz ist der Königsthron, drauf man dich wird setzen,

Dein Haupt mit der Dornenkron bis in‘ Tod verletzen.

Jesu, dein Reich auf der Welt ist ja lauter Leiden;

so ist es von dir bestellt bis zum letzten Scheiden.

Votum und Gruß:

Wir sind hier zusammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

(Amen.)


Der Herr sei mit euch… (und mit deinem Geist)


Psalm 111 (NL 954):

Halleluja! Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen

im Rate der Frommen und in der Gemeinde.

Groß sind die Werke des Herrn;

wer sie erforscht, der hat Freude daran.

Was er tut, das ist herrlich und prächtig,

und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder,

der gnädige und barmherzige Herr.

Er gibt Speise denen, die ihn fürchten;

er gedenkt ewig an seinen Bund.

Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk,

dass er ihnen gebe das Erbe der Völker.

Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht;

alle seine Ordnungen sind beständig.

Sie stehen fest für immer und ewig;

sie sind geschaffen wahrhaftig und recht.

Er sandte eine Erlösung seinem Volk; und gebot,

dass sein Bund ewig bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name.

Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang.

Wahrhaft klug sind alle, die danach tun.

Sein Lob bleibet ewiglich.

Ehre sei dem Vater…


Eingangsgebet:


Christus,

Nimm uns hinein in das Geheimnis der Verwandlung:

Aus Brot wird Hoffnung und Kraft,

aus Wein wird Zukunft und Frieden,

aus Schuldigen werden Versöhnte,

aus Vereinzelten eine Gemeinschaft.

Christus,

nimm uns hinein in das Geheimnis der Verwandlung,

die aus dem Tod ins Leben führt.

Amen.

Lesung: Matthäus 26,17-35


Am ersten Tag der Festwoche, während der ungesäuertes Brot gegessen wird, kamen die Jünger zu Jesus und fragten: »Wo sollen wir für dich das Passamahl vorbereiten?«

Er antwortete: »Geht zu einem Mann in der Stadt – er nannte ihnen den Namen – und richtet ihm aus: ›Unser Lehrer sagt: Die Stunde meines Todes ist nah. Bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern.‹«

Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Passamahl vor.

Als es Abend geworden war, setzte sich Jesus mit den Zwölf zu Tisch.

Während der Mahlzeit sagte er: »Ich versichere euch: Einer von euch wird mich verraten.«

Sie waren bestürzt, und einer nach dem andern fragte ihn: »Du meinst doch nicht mich, Herr?«

Jesus antwortete: »Der soeben mit mir das Brot in die Schüssel getaucht hat, der ist es, der wird mich verraten.

Der Menschensohn muss zwar sterben, wie es in den Heiligen Schriften angekündigt ist. Aber wehe dem Menschen, der den Menschensohn verrät! Er wäre besser nie geboren worden!«

Da fragte Judas, der ihn verraten wollte: »Du meinst doch nicht etwa mich, Rabbi?«

»Doch«, antwortete Jesus, »dich!«

Während der Mahlzeit nahm Jesus ein Brot, sprach das Segensgebet darüber, brach es in Stücke und gab es seinen Jüngern mit den Worten: »Nehmt und esst, das ist mein Leib!«

Dann nahm er den Becher, sprach darüber das Dankgebet, gab ihnen auch den und sagte: »Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das für alle Menschen vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund in Kraft gesetzt, den Gott jetzt mit den Menschen schließt.

Ich sage euch: Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis ich ihn neu mit euch trinken werde, wenn mein Vater sein Werk vollendet hat!«

Dann sangen sie die Dankpsalmen und gingen hinaus zum Ölberg.

Unterwegs sagte Jesus zu ihnen: »Heute Nacht werdet ihr alle an mir irrewerden, denn es heißt: ›Ich werde den Hirten töten und die Schafe der Herde werden auseinanderlaufen.‹

Aber wenn ich vom Tod auferweckt worden bin, werde ich euch vorausgehen nach Galiläa.«

Petrus widersprach ihm: »Selbst wenn alle andern an dir irrewerden – ich niemals!« Jesus antwortete: »Ich versichere dir: In dieser Nacht, bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst.«

Da sagte Petrus: »Und wenn ich mit dir sterben müsste, ich werde dich ganz bestimmt nicht verleugnen!«

Das Gleiche sagten auch alle anderen Jünger.

Credo:

Ich glaube an Gott, den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Amen.


Lied: Dank sei dir Vater (EG 227,1+3-5)

https://www.youtube.com/watch?v=w2SqkSPDcyc


1) Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben und für den Glauben, den du uns gegeben, dass wir in Jesus Christus dich erkennen und Vater nennen.

3) Wir, die wir alle essen von dem Mahle und die wir trinken aus der heilgen Schale, sind Christi Leib, sind seines Leibes Glieder, Schwestern und Brüder.

4) Aus vielen Körnern ist ein Brot geworden: So führ auch uns, o Herr, aus allen Orten zu einer Kirche durch dein Wort zusammen in Jesu Namen.

5) In einem Glauben lass uns dich erkennen, in einer Liebe dich den Vater nennen, eins lass uns sein wie Beeren einer Traube, dass die Welt glaube.




Predigtgedanken zu Matthäus 26

(In der Mitte steht ein gedeckter Tisch mit 13 Plätzen – die Plätze sind von den Konfis gestaltet für verschiedene Menschen/Menschengruppen)

Ein schön gedeckter Tisch in ihrer Mitte.

Alles ist vorbereitet für das Mahl an diesem Abend.

Alle sind da.

Alle seine Jünger.

Es könnte ein wirklich netter Abend werden. Feierlich und schön. Schließlich feiern sie ein großes Fest. Ein Befreiungsfest.

Passah – Jahr für Jahr erinnern sie sich daran, wie das Volk Israel in die Freiheit geführt wurde.

Jahr für Jahr wiederholen sie die vertraute Geschichte – wie ein Versprechen.

Ja, sie leben inzwischen im eigenen Land – doch zugleich gehört es ihnen nicht allein.

Sie sind Knechte im eigenen Land.

Die Mächtigen haben das Sagen.

Wenn Gott sie doch noch einmal in die Freiheit führen würde – so wie damals.


Ja, es könnte ein schönes Fest sein, wenn da nicht die Aussage von Jesus im Raum stehen würde.

„Die Stunde meines Todes ist nah“ hatte er gesagt, als sie den Raum für diesen Abend gerichtet haben.

Was sollte nur werden?

Unsicher sind sie, die Jünger.

Müssen sie wirklich Abschied nehmen? Und dann?


Ein schön gedeckter Tisch in ihrer Mitte.

Jesus wirkt wie immer – ruhig und klar.

Er teilt mit ihnen die Speisen – so wie immer.

Jede Speise hat seine Bedeutung – schon seit der Zeit des Exodus ist das so.

Jede Speise hat seine Bedeutung? Brot für den Leib? Der Kelch des Bundes?

Das ist neu!

Das verunsichert sie noch mehr.

Sie versuchen es zu überspielen.

Und dann war da die Sache mit Judas. Ein Verräter mitten unter ihnen? Hier am Tisch?

Und Jesus teilt mit ihm trotzdem die Speisen. Schickt ihn nicht weg. Auch er hat seinen Platz an diesem Tisch?

Ein schön gedeckter Tisch und alle dürfen einen Platz daran haben. Erst später wird ihnen das ganz bewusst werden:

Da sitzen die beiden Zebedäus-Brüder. Feuerköpfe. Streithähne. Nicht immer ist leicht mit ihnen auszukommen. Doch hier dürfen sie sein!

Petrus, der immer wieder damit aufgefallen ist, dass sein Mundwerk größer war als sein Mut. Übers Wasser wollte er gehen wie Jesus. Zu ihm stehen – bis in den Tod.

Weggerannt war er wie alle anderen – untergegangen in seiner Angst.

Und dort der „ungläubige Thomas“ – so würden sie ihn später nennen. Er, der nur glauben wollte, was er sieht und anfassen kann. Ein Zweifler wie er im Buch steht…


Und das waren nur 5 von den 12. Wenn sie ehrlich sind, haben sie alle ihre Schattenseiten und Schwächen.

„Verdient“ hatte von ihnen niemand einen Platz an diesem Tisch.

Aber es tat ihnen allen unendlich gut, dass sie dazu gehören durften. Dass sie ein Teil waren – von dieser Gruppe, von Jesus. Es war, als würden sie hier finden, was sie brauchten – ohne recht sagen zu können, was genau das war.


Ein schön gedeckter Tisch in Ihrer Mitte.

Unsere Konfis haben überlegt, wer heute einen Platz an diesem Tisch Jesu haben soll. Wer einen Platz an diesem Tisch braucht.

In der einen oder anderen Weise mache ich das jedes Jahr mit den Konfis – und jedes Jahr setzen sie andere Menschen/Menschengruppen an den Tisch.

Waren es im letzten Jahr Corona-Kranke, Pflegepersonal und Trauernde, die einen Platz haben sollen, sind es in diesem Jahr Menschen aus der Ukraine und aus Russland, die hier zusammen zu Tisch sitzen sollen.

„Das Mahl der Versöhnung“ am Tisch Jesu bekommt da eine ganz aktuelle und im wahrsten Sinne „not-wendige“ Bedeutung, wenn an diesem Tisch ein Platz für die Menschen aus der Ukraine und aus Russland gleichermaßen gedeckt ist.

Auch die Armen finden hier ihren Platz, die ohne Heimat und Obdach. Und auch hier spielt das Aktuelle mit hinein – natürlich tut es das.

Und wie immer gibt es Plätze für die Hilfsbedürftigen und Kranken, für die mit Handicaps und für die, die vor lauter Arbeit das Schöne nicht mehr sehen.

Sie alle sollen aus Sicht unserer Konfis einen Platz am Tisch Jesu haben.


Es fasziniert mich, wie aktuell dieses Mahl Jesu auf diese Weise immer wieder wird. Wie das Weltgeschehen an diesem Tisch Platz nimmt, die Erfahrungsweilt der Jugendlichen, unsere Realität.

Jesus hat an diesem Abend etwas begonnen, was heute eigentlich noch genauso aussagestark ist, wie vor 2000 Jahren, wenn man es sich nochmal bewusst macht, wer da am Tisch Jesu saß. Oder anders: mit wem Jesus sich immer wieder an den Tisch gesetzt hat.

Jeder hat einen Platz an diesem Tisch. Jeder!

Der Unterdrückte genauso wie der Unterdrücker, der Starke ebenso wie der Schwache, die Feinde teilen hier Brot und Wein. Randgestalten, wie die Zöllner und Sünder der Bibel, und zentrale Personen der Gesellschaft – alle dürfen hier Platz nehmen.

Was die Jugendlichen hier auf ihre Weise gestaltet haben, klingt in der Bibel so:

„Sie werden kommen von Osten und Westen und von Norden und Süden und zu Tische sitzen im Reiche Gottes“ (Lk 13,29)

Alle haben hier ihren Platz – jetzt und dann!


Ein schön gedeckter Tisch in Ihrer Mitte.

Wir haben ihn bewusst so gestellt, dass Sie alle in gewisser Weise drum herum sitzen: an diesem Tisch sitzen.

Es ist seit zwei Jahren der erste Gründonnerstag, wo wir auch wirklich wieder Abendmahl zusammen feiern. Immer noch in anderer Form – aber wir feiern es. Und wir sind versammelt um einen Tisch – bilden eine Gemeinschaft.

Vor zwei Jahren war die Kirche leer – und die Menschen standen draußen an der offenen Tür mit Blick zum Altar. Keiner wollte so richtig eintreten. Gründonnerstag ohne Gottesdienst, ohne Abendmahl?

Letztes Jahr haben wir das Abendmahl digital gefeiert. Ja, es war ein Weg – aber die Gemeinschaft, sie wurde schon vermisst – und natürlich blieben Menschen außen vor, denen die digitalen Welten fremd waren – zumindest für ein gemeinsames Abendmahl.

Und dann musste ich noch an eine Frau denken, die letztes Jahr an Erntedank das erste Mal wieder hier mit uns das Abendmahl feierte – mit Tränen in den Augen, weil sie so lange keine Abendmahl mehr feiern konnte.

Wurde uns in den letzten beiden Jahren neu bewusst, was uns das Abendmahl gibt – was uns in dieser Tisch- und Mahlgemeinschaft geschenkt wird?


Ein schön gedeckter Tisch in unserer Mitte.

Wir alle haben einen Platz daran, egal wie wir sind, was wir mitbringen, was wir auf dem Kerbholz haben oder in uns verborgen schlummert. Wir dürfen Platz nehmen.

Und was bekommen wir?

Die Konfis haben es auf ihren Tischsets versucht darzustellen, was die Menschen brauchen, die sie an den Tisch Jesu setzten: Hilfe, Frieden, Heilung, Heimat waren nur ein paar Dinge, die sie nannten.

Und die Menschen bei Jesus: Die Gewissheit, dass sie dazu gehören – so fehlbar sie auch sind. Die Aussicht auf ein Wiedersehen – dann irgendwann im Reich Gottes.

Vergebung – so haben es die Jünger nach Ostern erfahren, als Jesus wieder mit ihnen Brot und Wein teilte und ihnen nicht nachtrug, dass sie ihn im Stich gelassen haben, damals an jenem Abend.

Was bekommen wir?

Sie kennen das alles, was uns beim Abendmahl geschenkt wird. Als Konfis haben Sie es mal gelernt, in zahlreichen Mahlfeiern wurde es ihnen wieder in Erinnerung gerufen:

Vergebung, Gemeinschaft mit Gott und den Menschen, Stärkung und Trost, Anteil am Tod und Leben Jesu…

Das ist die „Lehre“ vom Abendmahl. Und was ist die „Praxis“, das „Leben“?

Ich habe das Gefühl, dass ich immer wieder etwas anderes beim Abendmahl geschenkt bekomme. So wie ich ja auch jedes Mal anders hingehe.

Mal ist es Trost, mal Stärkung. Mal ist es Gemeinschaft, mal die Vergebung. Mal ist es das Gefühl in eine große Geschichte hineingestellt zu werden – die damals begann und bis in die Ewigkeit reicht. Aber immer irgendwie ist es genau das, was ich gerade brauche, um weitergehen zu können.


Ein schön gedeckter Tisch in unserer Mitte

– und Jesus selbst, der uns einlädt.

Jesus selbst, der sich uns schenkt – in Brot und Wein.

Er, der uns mit dem erfüllt, was wir gerade am dringendsten brauchen – der uns verbindet zu seinem Leib und der uns auf diese Weise zu einem Teil von sich selbst macht.


Damals an diesem Abend hat Jesus seinen Jüngern etwas hinterlassen, was uns trägt – auch heute noch.

Es ist in gewisser Weise auch ein Befreiungsmahl– wie das, das die Jünger damals gefeiert haben.

Es befreit uns zum Leben – hier und jetzt – und in Ewigkeit. Amen.



Lied: Ich bin das Brot (NL 155,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=vEGKgYspLfE


1) Ich bin das Brot, lade euch ein.

So soll es sein, so soll es sein!

Brot lindert Not, brecht es entzwei.

Refrain: So soll es sein, so soll es sein!

Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

2) Ich bin die Quelle, schenk mich im Wein.

So soll es sein, so soll es sein!

Schöpft aus der Fülle, schenkt allen ein.

Refrain: So soll es sein, so soll es sein!

Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

3) Nehmt hin das Brot, trinkt von dem Wein.

So soll es sein, so soll es sein!

Wenn ihr das tut, will ich bei euch sein.

Refrain: So soll es sein, so soll es sein!

Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Einführung in das Abendmahl:

Wir teilen Brot und Wein und erinnern uns an den letzten Abend Jesu mit seinen Jüngern.

Wir teilen Brot und Wein und erinnern uns an Jesus, was er bewirkt und was er erlitten hat – und dass er das in Liebe zu uns getan hat.

Wir teilen Brot und Wein – und erleben Gemeinschaft – mit den Menschen um uns und mit Gott selbst.

Wir sind willkommen – erfahren Trost, erhalten Vergebung und Leben. In Brot und Wein kommt er selbst zu uns – und schenkt uns Gnade und Frieden.

Wir danken dir, Gott.

Du bist in Jesus Christus ein Mensch geworden.

Berührbar. Verletzbar.

Du hast uns deine Güte gezeigt.

Sie ist stärker als alle Gewalt.

Du hast uns deine Liebe gezeigt.

Sie ist dem Tod nicht ausgewichen.

Christus verbindet uns untereinander.

Seine Auferstehung wird das letzte Wort behalten.

Darum preisen wir dich mit allem, was lebt.

Darum stimmen wir ein in den ewigen Lobgesang der Engel und singen:

Heilig, heilig, heilig


Einsetzungsworte:


Unser Herr Jesus Christus

in der Nacht, da er verraten ward,

nahm er das Brot, dankte und brach’s

und gab’s den Jüngern und sprach:

Nehmet hin und esset,

das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.

Solches tut zu meinem Gedächtnis.


Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl,

dankte, gab ihnen den und sprach:

Nehmet hin und trinket alle daraus.

Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut,

das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Solches tut, sooft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.

Abendmahlsgebet:

Gott, Atem des Lebens, heilige Brot und Kelch.

So werden sie uns zu Speisen des Himmels.

Heilige uns.

So werden wir zu Brüder und Schwestern,

ein Leib auf Erden, voll Liebe und Sorge in der Welt.

Im Angesicht eines jeden Menschen sehen wir dich, Jesus Christus. Mit deinen Worten beten wir:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

So oft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod und die Auferstehung unseres Herrn bis dass er kommt…

Christe du Lamm Gottes

Erkennt euch in dem Herrn als Bruder und Schwester.

Vergebt euch untereinander – wie der Herr euch vergeben hat – so vergebt auch ihr!


Christus kommt zu uns – in Brot und Traubensaft.

So esst und trinkt von Gottes guten Gaben:


Nimm und iss – vom Brot des Lebens (Brot)

Nimm und trink vom Kelch des Heils (Saft)

Christus spricht: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.


Schlussgebet:

Barmherziger Vater, auf seinem Weg zum Kreuz hat dein Sohn die Gemeinschaft mit den Seinen gesucht, ihnen die Füße gewaschen als Zeichen deiner bleibenden Liebe und Nähe, Brot und Wein geteilt als Zeichen der Hoffnung und Freude.

In diesen Zeichen hast du dich uns geschenkt, und in dir und mit dir das ganze Leben.

Wir danken dir für diese Zeichen deiner Liebe, für die Gemeinschaft, die du uns schenkst, untereinander und mit dir.

Stärke unser Vertrauen zu dir und lass uns immer wieder deine Barmherzigkeit spüren, wenn Angst und Not größer sind als die Hoffnung. Gib, dass die Gemeinschaft, die wir heute Abend erfahren durften uns auch in unserem Alltag trägt.

Und dein Friede Gott, der höher ist als alles Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in deinem Sohn Jesus Christus.

Amen.


Lied: Bleib bei mir, Herr (EG 488,1-4)

https://www.youtube.com/watch?v=vQ0etAKDydc


1. Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.

Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.

Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?

Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!

2. Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,

die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;

umringt von Fall und Wandel leben wir.

Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!

3. Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein,

denn des Versuchers Macht brichst du allein.

Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier?

In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!

4. Von deiner Hand geführt, fürcht ich kein Leid,

kein Unglück, keiner Trübsal Bitterkeit.

Was ist der Tod, bist du mir Schild und Zier?

Den Stachel nimmst du ihm: Herr, bleib bei mir!

Segen

Der Abend ist herbeigekommen.

Das Dunkel der Nacht beginnt.

Gib uns Mut für jeden Schritt,

Mut auch dann, wenn wir Angst haben.

So bleib bei uns, Herr, behüte und segne uns,

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

(Amen, Amen, Amen)

Orgelnachspiel




All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - und weitere Impulse finden Sie auch auf unserer Homepage:

https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste





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