• Ute Braun

Gottesdienst am Karfreitag, den 2.4.2021


Gottesdienst am Karfreitag, den 2.4.2021

um 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun


Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein.

(Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben)




Votum:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 22: EG 709.1

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.

Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.

Unsere Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus. Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!

Eingangsgebet

Gott, wir suchen Zeichen deiner Gegenwart in unserem Leben – oft vergeblich. An Karfreitag, wenn wir an das Sterben von Jesus Christus denken, wird unser Blick dorthin gelenkt, wo wir nicht gerne hinsehen. Du warst bei Jesus am Kreuz. Du bist bei Menschen, denen Unrecht geschieht, denen Gewalt angetan wird, die ihrer Rechte beraubt werden. Du bist auf ihrer Seite auch wenn es nicht so scheint. Vergib uns, wo wir nicht hingeschaut haben, wo wir Menschen aufgegeben haben, anstatt ihnen beizustehen.

Vergib uns, wo wir selbst schuldig wurden an anderen Menschen und an dir. Wo wir uns herausgeredet und keine Verantwortung übernommen haben. Wo wir geschwiegen und Unrecht zugelassen haben. Gott, dir sind die Abgründe in unserer Seele nicht verborgen. Gib uns Mut, zu unserem Versagen zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Evangelium: Markus 15,20b-41

Und sie führten Jesus hinaus, dass sie ihn kreuzigten. Und zwangen einen, der vorüberging, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, dass er ihm das Kreuz trage. Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; aber er nahm’s nicht.

Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte.Und es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und es stand geschrieben, welche Schuld man ihm gab, nämlich: Der König der Juden. Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz! Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. Der Christus, der König von Israel, er steige nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch.

Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Und einige, die dabeistanden, als sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elia. Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme!

Aber Jesus schrie laut und verschied. Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!

Und es waren auch Frauen da, die von ferne zuschauten, unter ihnen Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jakobus des Kleinen und des Joses, und Salome, die ihm nachgefolgt waren, als er in Galiläa war, und ihm gedient hatten, und viele andere Frauen, die mit ihm hinauf nach Jerusalem gegangen waren.



Lied: O Haupt voll Blut und Wunden (EG 85,1+2)

https://www.youtube.com/watch?v=RTLRp2zU3x0


1) O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber hoch schimpfieret: gegrüßet seist du mir!

2) Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte: wie bist du so bespeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht'?

Predigtgedanken zu Jesaja 52,13-53,12

Erstarrt stehen die Jüngerinnen nahe bei der Hinrichtungsstätte und können gar nicht begreifen, was da geschehen ist.

Gestern hatten sie noch zusammen das Passahmahl gefeiert. Gemeinsam hatten sie sich erinnert an die Befreiung aus Ägypten, so wie sie es seit Generationen an diesem Abend tun.

Es fing doch alles noch so fröhlich an. Der Einzug in Jerusalem. Die Menschen, die Jesus wie einen rettenden König empfangen hatten.

Ja, sie hatten auch gehofft, dass er derjenige sein würde, der sein Volk befreit – der Messias Gottes, der König aus dem Stamm Davids.

Und jetzt – dort hing er. Gekreuzigt wie der schlimmste Verbrecher. Ausgeliefert von einem Volk, das ihm doch bis vor kurzem noch nachgerannt war. Verraten und im Stich gelassen von seinen engsten Freunden.

Hatten sie sich so getäuscht? Mussten sie mit ihm nun auch ihre Hoffnung auf ein neues und freies Leben begraben.

Auch später können es die Nachfolger Jesu nicht wirklich begreifen, was da genau nun am Karfreitag geschah:

Ein Gerechter wird zu Unrecht angeklagt und verurteilt – und doch ist er mehr als ein Justizirrtum.

Ein Verurteilter leidet stumm, lässt sich zur Schlachtbank führen wie die Passahlämmer – und doch ist er mehr als ein Märtyrer.

Ein Mann ruft in seiner Todesstunde nach Gott – so verlassen fühlt er sich. Aber zugleich verdunkelt sich die Sonne mitten am Tag – als würde selbst die Schöpfung diesen Tod betrauern.

Und dann – die Geschehnisse um das leere Grab – sie verstehen das alles nicht! Wer war er? Oder: wer IST er?

Sie suchen in den alten Schriften. Gibt es dort eine Erklärung für all das? Finden sie dort eine Deutungsmöglichkeit für dieses schreckliche, brutale und so unbegreifliche Geschehen?

Und dann finden sie Worte, die mehrere Jahrhunderte zuvor ein Mensch aufgeschrieben hat, der sich den Namen Jesaja gab:

Siehe, meinem Knecht wird’s gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. Wie sich viele über ihn entsetzten – so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch und seine Gestalt nicht wie die der Menschenkinder –, so wird er viele Völker in Staunen versetzen, dass auch Könige ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn was ihnen nie erzählt wurde, das werden sie nun sehen, und was sie nie gehört haben, nun erfahren. Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.

Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit.

Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

In diesen alten Worten finden sie ganz viel von dem, was sie zu erklären suchen:

Ein Gerechter, der zu Unrecht verurteilt wird und doch dazu schweigt.

Einer, der sich zu Lebzeiten für die Kranken, Einsamen, Ausgegrenzten und Verachteten eingesetzt hat – und dadurch selbst ins Abseits geriet.

Einer, der den Menschen Gott nahebrachte – und dann vermeintlich in aller Gottverlassenheit sterben musste.

Ein Mann, der den Menschen die Schmerzen nahm – an Leib und Seele – und dem man nun so viel Schmerz zugefügt hatte durch Geißelung und Spott, Dornenkrone und Verachtung, Kreuz und Verlassenheit.

Doch in diesem alten Jesaja-Text finden sie noch mehr:

Sie finden: dieser war nicht von Gott verlassen und verachtet – ganz im Gegenteil: er war der Knecht Gottes, der Gesandte. Alles musste so kommen.

Sie finden: das, was er trug, ja ertrug, das trug er für sie. Für die Menschen, die zu ihm gehörten. Eigentlich war es ihr Schmerz, ihre Krankheit, ihre Schuld, ihre Verlassenheit und ihre Gottesferne, die er da auf sich genommen hatte.

War er dann doch ein Opferlamm, ein Sündenbock – so wie es ihre Vorfahren noch zelebriert haben? Das Lamm, das geschlachtet wird als Sühnopfer? Der Bock, dem die Schuld aufgeladen und der in die Wüste, die Gottverlassenheit getrieben wurde?

Nein, er war mehr: er war der Knecht Gottes, sein Auserwählter, sein Gesandter. Er war der, den Gott schließlich aufrichten ja erhöhen würde.

So lesen die Nachfolger Jesu diese alten Texte und versuchen zu verstehen und für sich zu deuten, was Jesu Tod bedeuten kann.

Was bedeutet es für sie: „fürwahr er trug unsere Sünden und lud auf sich unsere Schmerzen“? Was heißt es für sie: „durch seine Wunden sind wir geheilt“?

Und im Laufe der Zeit verändert sich nicht nur ihr Bild von diesem Gekreuzigten sondern auch von Gott selbst.

„Dieser ist Gottes Sohn gewesen“ so fasst der Hauptmann unter dem Kreuz die Überzeugung der frühen Gemeinde in Worte.

Gottes Sohn – verraten und ausgeliefert, verachtet und verspottet, gekreuzigt. Tot.

Unbegreiflich, unfassbar – wenn wir es durchspielen in der letzten Konsequenz.

Gott liefert sich den Menschen aus – heißt das.

Gott wird von uns verraten und verspottet.

Gott entzieht sich dem nicht – sondern trägt es bis zum bitteren Ende. Hier am Kreuz leidet und stirbt – Gott!

Mir fällt eine Szene aus dem Buch „Die Nacht zu begraben, Elischa“ von Elie Wiesel ein. Ein Professor in Heidelberg hatte uns die Passage damals vorgelesen. Es beschreibt den quälend langsamen Foltertod eines jüdischen Jungen im Konzentrationslager. Ein Mitgefangener, der hilflos zuschauen muss, fragt: „Wo ist denn nun Gott?“ Und ein anderer antwortet: „Er hängt da – am Galgen!“

Für mich wurde das der Schlüssel für mein Gottesverständnis. Für mein Verständnis vom Kreuzestod Jesu.

Hier leidet Gott – er leidet selbst – und er leidet zugleich mit jedem unschuldig Gefolterten – mit jedem Leidenden – ist in jedem Sterbenden da.

Das kann man nicht wirklich begreifen und verstehen – und wenn wir es durchdenken bis zur letzten Konsequenz, dann müssen wir wohl genauso verstummen vor der Ungeheuerlichkeit, die da geschieht, wie die Jüngerinnen damals.

Aber wie sie können wir dann auch weitergehen in unserem Glauben, Hoffen und Vertrauen – und das „für uns“ auf uns wirken lassen.

Er tut das für uns! Er tut das, um bei uns zu sein. Er tut das, um selbst im Leiden in uns sein zu können – um uns so aufzurichten und zu stärken.

Können Sie es spüren, was das bedeutet? Nein?

Dann nehmen Sie es doch nochmal ganz für sich persönlich – und formulieren sie es einmal leise murmelnd oder auch etwas lauter für sich: „Gott hat das für MICH getan! Er tat das, um MIR nahe zu sein. Selbst im Leiden. Ich bin zu keinem Moment von Gott verlassen – denn er selbst ist in MIR, um MICH zu stärken, zu trösten und aufzurichten, damit ich Frieden finde in mir selbst und in ihm.“

Amen.

Lied: Herzliebster Jesu (EG 81,1+2+4)

https://www.youtube.com/watch?v=ABZgn2NZm-Y


1) Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen,

dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen?

Was ist die Schuld, in was für Missetaten bist du geraten?

2) Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,

ins Angesicht geschlagen und verhöhnet,

du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket.

4) Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!

Der gute Hirte leidet für die Schafe,

die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte.

Fürbitten

Herr, unser Gott,

das Geheimnis des Karfreitags ist für uns kaum zu fassen.

Doch wir spüren darin, deine Liebe und Nähe und Zugewandtheit.

Um diese Liebe und Nähe bitten wir dich für alle, die in Unglück, Einsamkeit, Trauer und Unfrieden ihre Tage und Nächte verbringen.

Besonders bitten wir dich heute für die Angehörigen von Schwerkranken und Verstorbenen um Licht und Hoffnung.

Tröste sie und richte sie auf in ihren Fragen.

Wir bitten dich für die Menschen weltweit, die in Unfrieden leben, auf der Flucht sind, unfrei und gepeinigt.

Schenke ihnen Frieden in Gerechtigkeit, schaffe und erhalte Freiheit und stärke an allen Orten die Botschaft von deiner Liebe.

Für uns alle bitten wir um einen neuen und gewissen Geist.

Um eine tragfähige, helfende Gemeinschaft.

In der Stille vertrauen wir dir die Menschen an, die uns heute besonders im Sinn sind… (Stille)

Vater unser...

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

Lied: Nun gehören unsre Herzen (EG 93,1-4)

https://www.youtube.com/watch?v=UdFf4R6VbJ8


1) Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,

der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah,

das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschen Schuld,

das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ewger Huld.

2) Nun in heilgem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha.

Tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah,

als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering,

als für Sünder der Gerechte in des Todes Rachen ging.

3) Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha,

ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah,

dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor;

und die sonst des Todes Kinder, führt zum Leben er empor.

Segen

Der Herr segne euch und behüte euch, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht über euch und gebe euch Frieden. Amen.




All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - und weitere Impulse finden Sie auch auf unserer Homepage: https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste




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