Gottesdienst am Sonntag Invocavit, den 06.03.2022 in Lichtenau

Aktualisiert: 7. März



Gottesdienst am Sonntag Invocavit, den 06.03 2022,

um 10 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun



Dieser Gottesdienst wird auch per Zoom übertragen:

https://eu01web.zoom.us/j/65245801800?pwd=VTdpTUdrKzRPeGwrM2hjVFhXN2I4QT09

Meeting-ID: 652 4580 1800

Kenncode: 898321


Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben.)




Orgelvorspiel

Votum: Wir feiern Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen.)

Gruß: Der Herr sei mit euch (...und mit deinem Geist.)

Die Situation in der Ukraine, sie treibt uns um und macht uns auch Angst. So kann ich eigentlich gar nicht anders als auch unseren Gottesdienst heute unter den Eindrücken aus Osteuropa zu gestalten. Vielleicht steht das Thema nicht so im Mittelpunkt wie am Freitag in unserem Friedensgebet – aber es wird durchklingen in den Texten, Gebeten und auch in den Liedern. Vertraute Lieder hören wir heute vielleicht auch mal ganz anders…

So singen wir nun gemeinsam:

Lied: Sonne der Gerechtigkeit (EG 262,1+3+4+6)

https://www.youtube.com/watch?v=6-Hy2y-cyJE


1) Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

3) Schaue die Zertrennung an, der sonst niemand wehren kann; sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt. Erbarm dich, Herr.

4) Tu der Völker Türen auf; deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht. Schaffe Licht in dunkler Nacht. Erbarm dich, Herr.

6) Lass uns deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit und mit unsrer kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft. Erbarm dich, Herr.

Die „Versuchung“ ist das Thema dieses ersten Sonntages in der Passionszeit. Die Versuchung, so heißt es in der Definition, ist ein äußerst verlockender Reiz, der zu einer Handlung verleitet, die verboten, unmoralisch, irrsinnig oder zerstörerisch ist. Auch das höre ich heute anders auf dem aktuellen Hintergrund… und habe das Bedürfnis, mich in Sicherheit zu bringen… Im Psalm 91 wird diese Sicherheit, dieser Schutzraum in wunderschöne, sprechende Bilder gefasst. Wir beten ihn gemeinsam:

Psalm 91: NL 942.2

Wer in der Bergung Gottes in der Höhe wohnt, im Schatten der mächtigen Gottheit übernachtet, spricht zur Ewigen:

„Mein sicherer Ort und meine Burg, meine Gottheit, auf die ich vertraue.“

Gott zieht dich aus der Schlinge des Vogelfängers,

aus der tödlichen Pest.

Gottes Schwingen bedecken dich.

Unter Gottes Flügeln birgst du dich,

Schild und Schutzmauer ist Gottes Verlässlichkeit.

Du musst dich nicht fürchten vor dem Grauen der Nacht,

vor dem Pfeil, der am Tage fliegt,

vor der Pest, die in der Finsternis umherschleicht,

vor der Seuche, die am Mittag wütet.

„Ja, du Ewige, mein sicherer Ort!“

Du hast Gott in der Höhe zu deinem Obdach gemacht.

Kein Unheil wird dich treffen.

Leid wird sich deinem Zelt nicht nähern.

Gottes Engel haben den Auftrag,

dich auf allen deinen Wegen zu bewahren.

In der hohlen Hand tragen sie dich,

damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße.

Ehre sei dem Vater...

Eingangsgebet:

Herr, dir vertrauen wir und hoffen auf dich.

Trotzdem ängstigen wir uns, geraten in Not, bleiben vom Bösen nicht verschont.

In Jesus Christus hast du selbst das Leid der Welt getragen.

Daher bitten wir dich: Mach unseren Glauben stark, dass dein Schutz stärker ist als unsere Angst; dass dein Trost tiefer ist als unser Kummer; dass dein Geist weiter reicht als unser Horizont, darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Evangelium: Matthäus 4,1-11

Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.

Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.

Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«

Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.«

Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«

Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.

Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! denn es steht geschrieben: »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.«

Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.


Hauptlied: Ein feste Burg ist unser Gott (EG 362,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=rOm1_ta4rGI


1) Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.

Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.

Der alt böse Feind, mit Ernst er's jetzt meint,

groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist,

auf Erd ist nicht seinsgleichen.

2) Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit' für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.

Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,

der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott;

das Feld muss er behalten.

3) Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr,

es soll uns doch gelingen.

Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt,

tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht':

ein Wörtlein kann ihn fällen.



Predigtgedanken zu Matthäus 4,1-11


„Versuchung“ ist ein Wort, das wir eher selten gebrauchen und wenn dann oft mit einem Augenzwinkern:

„Die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt“, war mal ein Werbeslogan… und: „Führe mich nicht in Versuchung“, sagt vielleicht jemand, der gerade abnehmen will, wenn ihm ein leckeres Stück Torte angeboten wird.


Schon viel ernster klingt das: „Führe mich nicht in Versuchung“, wenn es einer ausspricht, der sich gerade das Rauchen oder Trinken abgewöhnen will.

Hier kann das „versucht werden“ tatsächlich auch schlimme Folgen haben. Für einen trockenen Alkoholiker wäre diese „Versuchung“ der fatale Rückwärtssalto in seine Sucht…


„Führe uns nicht in Versuchung“ beten wir regelmäßig im Vaterunser –oftmals ohne groß drüber nachzudenken…

…aber wie ernst das gemeint ist, wird deutlich, wenn wir weiter beten: „sondern erlöse uns von dem Bösen!“


„Versuchung“ in diesem Zusammenhang ist also etwas, das uns Schaden zufügen kann, das uns in Not bringt – oder auch unseren Glauben herausfordert.

In diesem Sinne begegnet es uns auch in dieser Geschichte von der „Versuchung Jesu“!


Schon bald nach seiner Taufe und der Zusage, dass er Gottes geliebter Sohn ist, ging Jesus in die Wüste. 40 Tage und 40 Nächte fastete er dort. War ganz auf sich zurückgeworfen. Und dann erscheint ihm der Teufel – so erzählt es diese Geschichte.

Diese Gestalt des Teufels, sie verkörpert mehreres: sie ist in den biblischen Geschichten eine Art Gegenspieler Gottes.

Sie kann auch etwas umschreiben, was wir heute oft psychologisch deuten: die dunkle Seite in uns, die das antriggert, was uns zu schaffen macht, die uns anstiftet aus dem Gewohnten auszubrechen, uns mal überheblich und größenwahnsinnig werden lässt oder uns mal klein und schwach redet, uns zweifeln lässt oder uns in Angstschleifen festhält… Also im Grunde lauter Regungen und Verhaltensweise, die uns von Gott entfernen und die in der Bibel „Sünde“ genannt werden.

Die Gestalt des Teufels ist aber auch der Ausdruck für das Böse schlechthin – dieses unregulierbare Böse, das regelrecht über einen Menschen hereinbrechen kann und dem wir machtlos ausgeliefert sind. Das uns erstarren lässt, Angst macht, ihn irgendwie hilflos und wehrlos werden lässt.

Etwas, das auch den Glauben herausfordert, weil es an den Grundüberzeugungen und am Grundvertrauen des Menschen rüttelt.


Und dieser Teufel – der versucht nun Jesus, da in der Wüste. Und er versucht es erst mal mit dem Naheliegenden: mit dem Hunger. Nach 40 Tagen und Nächten Fasten, da sehnt man sich nach etwas zu essen…

…warum nicht die Steine, die da in der Wüste herumliegen, in Brot verwandeln?

Dann kommt die Szene auf der Zinne des Tempels: „Wirf dich vom Dach! Wenn du Gottes Sohn bist, werden Engel kommen und dich auffangen.“

Pure Provokation: „Willst du es nicht mal überprüfen, ob du wirklich Gottes geliebter Sohn bist?“


Und dann als letzte „Versuchung“ die Sache mit der Macht – alle Reiche der Welt sollen dir gehören, wenn du mich anbetest, wenn du dich ganz dem Bösen überlässt und von deinem Glauben ablässt.

Dreimal wird Jesus so herausgefordert und dreimal widersteht er.


Diese Geschichte sie erinnert uns an Märchen und Mythen – und genau das will sie auch, denn es ist keine historische Geschichte, die Jesus so oder so ähnliche erlebt hat, es ist eine Geschichte, die weit hinein reicht in unsere menschliche Erfahrung, in unsere Psyche und in unser Weltgeschichte.


Es geht um Macht – um Macht des Menschen, um Macht des Bösen, um Macht Gottes. Aber auch um Machtmissbrauch.

„Macht“ ist eine sehr große Versuchung, wie wir gerade aktuell erleben müssen. Es reizt Menschen von jeher, ihre Macht auszubauen. Und für die Menschen, die so einem Machthaber gegenüberstehen, wird diese „Versuchung“ auf jeden Fall zu einer Machtprobe und manchmal auch zu einer Glaubensprobe.


In unserer biblischen Geschichte geht es darum, wieviel Macht Jesus hat – wieviel Glaubensstärke und wieviel Widerstandkraft. Und wenn wir uns die Passionsgeschichte anschauen, dann sind diese „Versuchungen“ in der Wüste ein kleiner harmloser Vorgeschmack auf das, was Jesus später abverlangt wird, als er seinen Feinden ausgeliefert, geschlagen, verspottet, und am Kreuz zu Tode gefoltert wird.

Wie stark musste seine Widerstands- und Glaubenskraft da sein, um all das aushalten zu können. Nicht wegzulaufen, nicht abzuschwören, nicht seine Macht als Gottes Sohn in die Waagschale zu werfen und sich von irgendwelchen Menschen oder Engeln retten zu lassen.


In unseren dogmatischen Glaubenssätzen formulieren wir: Jesus hat das Böse besiegt. In Luthers Lied, das wir vorhin gesungen haben, wird dafür auch das Bild des Teufels verwendet. Christus hat den Fürst der Welt, den Teufel, gerichtet, er hat ihn besiegt.

Da ist natürlich in erster Linie die Auferstehung als Sieg über den Tod gemeint – und die Vorstellung eines Opfertodes, der Menschen von Schuld befreit.

Aber es bedeutet auch, dass Jesus das Böse dadurch besiegt hat, dass er an seinen Überzeugungen festhielt und sich auch in den größten Herausforderungen und Versuchungen nicht von seinem Weg abbringen ließ. Es bedeutet, dass er aller Gewalt und Ungerechtigkeit die Stirn geboten hat. Dass er sein Gottvertrauen nicht aufgegeben hat – selbst in den Situationen nicht, wo er vor Angst zitterte und sich von Gott verlassen fühlte.


Wer hat die Herrschaft in dieser Welt fragt unsere Geschichte heute: der Teufel, also das Böse – oder Gott?

Und Matthäus betont in dieser Geschichte aber auch in seinem ganzen weiteren Evangelium, dass es allein Gott ist, der die Herrschaft über die Welt hat.


Ich glaube, ich habe diese Geschichte von der Versuchung und der Wüste noch nie so gehört wie heute.

Auf einmal legen sich neben das Bild vom Teufel weitere aktuelle Bilder – und das Böse ist auf einmal schrecklich aktuell und nah.

So nah, dass es uns erstarren lässt und unseren Glauben durchrüttelt…

Die Versuchung scheint groß, Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten. Die Angst zu verbergen durch Aufrüstung und anderes Säbelrasseln.

Doch der Weg Jesu war nie der von Gewalt und Gegengewalt. Sein Weg war Frieden und Freiheit für die Menschen.

Sein Weg war stark bleiben im Glauben, beten, vertrauen – dem Bösen das Gute entgegensetzen.


Ja, ich hab die Geschichte noch nie so nah und aktuell gehört wir heute – und mich auch noch nie so ausgeliefert gefühlt den Machtkämpfen in unserer Welt.

Ich hab das Gefühl, ich sitz da gerade noch in der Wüste und das Böse tritt mir entgegen.

Nein, es verspricht mir nicht die Welt und alle Schätze der Erde – aber es fordert meinen Glauben heraus.

Und ich hätte gerne die Souveränität und die Glaubensstärke von Jesus, der unerschütterlich bleibt bis zum Schluss!


„Weiche von mir Satan“ ruft Jesus in der Geschichte am Ende aus – und der Satan weicht und die Engel treten an seine Stelle und dienen Jesus…

Auch ein Bild: ein Bild für Gottes Gegenwart und Hilfe – mitten hinein in die Wüste, mitten hinein in Angst und Not kommen diese Engel Gottes und bringen Lebensbrot, Kraft, Trost und Hoffnung.

Ein Bild, das uns trägt – durch die Angst hindurch. Ähnlich wie das gemeinsame Beten und Singen am Freitag hier in unserem Friedensgebet.

Da habe ich mich getragen gefühlt – von den Menschen, die hier waren, vom Glauben, der uns verbindet, von den vielen Stimmen, die dasselbe in Liedern und Texten vor Gott brachten. Ja, das war für mich ein Moment, wo ich Gottes Gegenwart spüren konnte und in meinem Glauben bestärkt wurde, dass er uns stärkt und hilft – auch durch diese Zeit.


An diesen Bildern und Zusagen will ich mich festhalten – glauben gegen die Angst – beten gegen das Böse – allein und mit anderen – so, wie es uns Jesus gelehrt hat:

„…führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Amen.

Lied: Da wohnt ein Sehnen (NL 116,1-4)

https://www.youtube.com/watch?v=vAAI0Oiv19M


Refrain: Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

1) Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz – sei da, sei uns nahe, Gott.

Refrain: Da wohnt ein Sehnen tief in uns…

2) Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht – sei da, sei uns nahe, Gott.

Refrain: Da wohnt ein Sehnen tief in uns…

3) Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod – sei da, sei uns nahe, Gott.

Refrain: Da wohnt ein Sehnen tief in uns…

4) Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich – sei da, sei uns nahe, Gott.

Refrain: Da wohnt ein Sehnen tief in uns…


Fürbittengebet:


Gott, du hast uns zugesagt, bei uns zu sein.

Aber in manchen Lebenssituationen fällt es uns so schwer das zu glauben. Da ist die Angst größer als das Vertrauen und unser Zweifel größer als unser Glaube.

In so einer angespannten Situation, wie wir sie in diesen Tagen erleben, und bei den vielen Schreckensnachrichten, die uns erreichen, sind wir versucht, den Zweifeln und der Angst die Oberhand zu lassen. So bitten wir dich nun:

Um einen starken Glauben und einen wachen und klaren Verstand. Um den Mut und die Bereitschaft, uns dort einzusetzen, wo unsere konkrete Hilfe gebraucht und unsere Botschaft gehört werden muss.

Hilf uns, dass wir Räume schaffen, wo Menschen sein können, um aufzuatmen, zu beten, Frieden zu erfahren.

Wir bitten dich für Menschen, die an ihrem Glauben und an deiner Liebe zweifeln. Für Menschen, die Schweres erlebt haben. Für Menschen, die einen anderen verloren haben oder selbst schwer krank sind. Besonders bitten wir dich für die Menschen, die von dem Krieg in der Ukraine betroffen sind, für die Bedrängten, die Verletzten, die Flüchtenden. Aber auch für die Angehörigen der Gefallenen auf beiden Seiten.

Wir bitten dich für Menschen, die sich nach einem Zeichen von dir sehnen. Menschen, die nach dem richtigen Weg für sich suchen. Menschen, die wichtige Entscheidungen für sich und ihre Familien treffen müssen.

Wir bitten dich für Menschen an Scheidewegen. Für Menschen, die auf dem Gipfel der Macht sich entscheiden müssen für mehr Macht oder für mehr Leben. Für Menschen in Politik und Wirtschaft, die mit ihren Entscheidungen auch so viel für anderen mit bestimmen.

Wir bitten dich heute besonders für die politischen Entscheider, die um den Frieden in Europa und unserer Welt ringen. Dass sie weiter nach Wegen der Verständigung suchen und nicht nachlassen in ihren Verhandlungen und Gesprächen auf dem Weg zu einem gerechten Frieden.

Wir bitten dich auch für die Menschen, die uns persönlich am Herzen liegen. In der Stille nennen wir dir Namen, zeigen dir Gesichter.


STILLE

Gemeinsam beten wir: Vaterunser

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

Schlusslied: Bewahre uns, Gott (EG 171,1-4)

https://www.youtube.com/watch?v=M12-um5k4MQ


1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen. Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen (2x)

2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns in allem Leiden. Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten (2x)

3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen. Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen (2x)

4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen. Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen (2x)

Lied: Verleih uns Frieden gnädiglich (NL 202)

https://www.youtube.com/watch?v=pEa3YZefdDE


Verleih‘ uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unser’n Zeiten,

Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten,

denn du, unser Gott alleine, denn du, unser Gott alleine.

Halleluja, Kyrie eleison, Herr Gott, erbarme dich.

Halleluja, Kyrie eleison, Herr Gott, erbarme dich.

Segen

Der Herr segne euch und behüte euch, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig der Herr erhebe sein Angesicht über euch und gebe euch Frieden.

(Amen, Amen, Amen)


Orgelnachspiel




All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - und weitere Impulse finden Sie auch auf unserer Homepage: https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste





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