Gottesdienst mit Taufe am 8. Sonntag nach Trinitatis, 25.07.2021



Gottesdienst mit Taufe am 8. Sonntag nach Trinitatis, 25. Juli. 2021

in der Evangelischen Kirche Lichtenau um 10:00 Uhr mit Nadine Kempf


(Übertragung auch per ZOOM )


Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben.)




Musik: Orgelvorspiel


Lied: Danke für diesen guten Morgen (EG 334, 1-2)


https://www.youtube.com/watch?v=IMCeBIDHHhU

  1. Danke für diesen guten Morgen Danke für jeden neuen Tag Danke, dass ich all meine Sorgen Auf dich werfen mag

  2. Danke für alle guten Freunde Danke, o Herr, für jedermann Danke, wenn auch dem größten Feinde Ich verzeihen kann



Votum und Begrüßung


Gott ist hier. Über uns. Um uns. In unserem Nächsten in der Bank. Gott feiert mit uns.

Und wir feiern mit ihm:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.


Ganz besonders begrüße ich heute dich, liebe Liv und deine Familie, die du mitgebracht hast. Denn wir feiern heute deine Taufe. Und ich freue mich, denn wir feiern deine Taufe nicht alleine, sondern mit Gott, deiner Familie und all den Menschen hier aus unserer Gemeinde.



Kinderevangelium/Tauflesung


„Einmal war Jesus mit gelehrten Männern in ein Gespräch vertieft. Da kamen Frauen mit ihren Kindern auf der Straße daher. Die einen führten sie an der Hand. Die anderen trugen sie auf dem Arm. Wie zu einem Fest kamen sie an: eine fröhliche, lärmende Schar. Als aber die Jünger sie sahen, wurden sie ärgerlich. Jesus hatte doch genug mit den Männern zu tun! Und nun auch noch Frauen und schreiende Kinder? Das ging wirklich zu weit! „Was wollt ihr?“ herrschten sie die Frauen an. „Wollt ihr etwa die Kinder zu Jesus bringen? Die sind doch viel zu klein! Die verstehen ja noch nichts! Geht nur wieder heim! Ihr stört Jesus!“

Aber Jesus fuhr seine Jünger an. „Lasst sie!“ rief er. „Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück! Denn gerade für sie steht Gottes neue Welt offen. Und ich sage euch: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nie zu Gott kommen!“

Und er winkte die Kinder zu sich, schloss sie fest in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.“

Gebet


Wir beten.

Gott, danke.

Danke für diesen Morgen. Danke, dass wir am Leben sind. Dass du uns im Alltag begleitest.


Gott, danke. Danke für Liv.

Danke, dass du ihr das Leben geschenkt hast.

Dass du sie so gemacht hast, wie sie ist. Aufgeweckt, interessiert.

Wir wollen sie auf ihrem Weg begleiten: Als Familie und auch als Gemeinde.

Darum bitten wir dich:

Schenke uns Wärme und Herzlichkeit, Einfühlvermögen und Klarheit, Ruhe und Gelassenheit, um Liv spüren zu lassen: Wir sind an deiner Seite. Du bist ein Geschenk. Ein Geschenk Gottes. Schön, dass es dich gibt. Amen

Lied: EG 655 Wenn einer sagt ich mag dich du, 1-4


https://www.youtube.com/watch?v=Ev72tKzsvsc


La la la laaa la, la la la laaa La la la laaa laaa laaa laaa, laaa-laaa-laaa La la la laaa la, la la la laaa La la la laaa laaa laaa laaa laaa

  1. Wenn einer sagt: „Ich mag dich du, ich find‘ dich ehrlich gut“ Dann krieg‘ ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut

La la la laaa la, la la la laaa La la la laaa laaa laaa laaa, laaa-laaa-laaa La la la laaa la, la la la laaa La la la laaa laaa laaa laaa laaa

  1. Gott sagt zu dir: „Ich hab dich lieb und wär‘ so gern dein Freund Und das was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint“

Taufpredigt


Liebe Liv, lieber Justus, liebe Tauffamilie, liebe Gemeinde.


Gerade haben wir im Lied gesungen: Gott sagt zu dir: „Ich hab dich lieb und wär‘ so gern dein Freund Und das was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint“


Gott hat uns Menschen gern. Das haben wir vorhin in der Geschichte aus der Bibel gehört. Und: Gott mag uns, wie wir sind. Und er will mit uns befreundet sein.

In der Taufe ist es, wie wenn Gott uns ein unsichtbares Freundschaftsband schenkt, das nie mehr kaputt gehen kann.

Da sagt Gott zu uns: Ja! Du sollst zu mir gehören. Du bist mir wichtig. Und was auch immer passiert: Ich geh mit. Denn ich bin dein Freund oder deine Freundin!


Mh, frage ich mich. Was heißt es, einen Freund oder eine Freundin zu haben? Was macht man denn mit seinen Freunden und Freundinnen?


Klar: Man spielt zusammen.

Dass spielen toll ist, das weißt du, Justus, schon ganz gut, oder? Deine Schwester Liv, die spielt noch mit anderen Sachen. Sie greift und schaut sich Dinge genau an. Und wenn sie wächst und älter wird, dann entdeckt sie immer mehr Dinge, mit denen man noch alles spielen kann. Und du kannst ihr dann zeigen, was es alles gibt.


Mh, was macht man denn noch mit seinen Freundinnen und Freunden? Man redet miteinander.

Dass „Brabbeln“ toll ist, das hast du bereits entdeckt! Und in den kommenden Monaten und Jahren, da werden immer mehr Wörter dazu kommen. Reden ist wichtig. Beim Reden sagt man z.B., wie es einem geht. Man vertraut jemandem. Beim Reden schaut man sich auch an. Deine Wachsamkeit und dein interessiertes Schauen, liebe Liv – ich glaube, das ist ein Geschenk, das dir Gott mitgegeben hat.


Oh, und stimmt – mit Freunden oder Freundinnen, da streitet man auch mal. Das kennen wir alle. Alle, die hier sitzen. Manchmal geht das ganz schnell, da sagt man etwas Gemeines oder man nimmt jemandem etwas zum Spielen weg. Und dann ist der oder die andere wütend oder traurig. Dass wir Menschen uns streiten, das gehört dazu. Auch, dass wir Fehler machen. Aber das ist nicht schlimm. Weil: Wir können uns ja wieder vertragen und „Entschuldigung“ sagen. Dann haben wir uns wieder lieb. Und beim nächsten Mal passen wir besser auf, dass wir den Fehler nicht wieder machen.


Mit Freundinnen und Freunden – da ist immer was los. Wenn wir spielen, miteinander reden, uns streiten und wieder vertragen. Und ich glaube, bei alledem, da ist Gott mittendrin und mit dabei.

Wenn wir lachen und uns freuen, dann ist er da. Wenn wir mal hinfallen, dann schickt er uns jemanden, der uns tröstet und uns in den Arm nimmt und sagt: „Ich bin da.“ Sowie z.B. deine Mama oder deinen Papa, deine Paten oder dein Bruder. Wenn wir uns streiten und wieder vertragen, dann ist da Gottes Liebe. Die uns hilft, dass wir wieder gut miteinander sind.

Und wenn wir mal ein paar Regentropfen abbekommen, dann ist es eine kleine Erinnerung an unsere Taufe. An das, was wir heute mit dir feiern, Liv. Ein paar Tropfen Wasser, die uns daran erinnern: Ich bin getauft. Ich gehöre zu Gott. Er ist mein Freund. Sie ist meine Freundin.

Und ich bin nicht alleine. Es gibt noch ganz viele andere, die auch getauft sind und an Gott glauben. Die ich fragen kann: Was denkst du: Hat Gott die Pflanzen gemacht oder das Weltall? Bist du Gott schonmal begegnet? Und dann können wir uns darüber austauschen.

Und in all diesen kleinen Augenblicken, da fängt unser Glaube an zu wachsen. Wie eine kleine Pflanze, die immer größer wird.


Glaube – das ist Vertrauen. Das ist ein Gefühl, tief in mir drin – das sagt mir: Gott ist da. Wenn ich mal nicht weiter weiß, hilft er mir. Gott ist da, ich kann zu ihm reden. Immer und überall. Und er hat immer Zeit. Gott ist da. Und das gibt mir Kraft.


Einmal hat Jesus einem kleinen Jungen gesund gemacht. Der war schlimm krank. Und da hat Jesus gesagt:

„Alle Dinge sind möglich, dem der glaubt.“ (Mk 9,23).


Vertraut auf Gott. Redet mit ihm. Dann sind euch alle Dinge möglich.


Liebe Liv, dieser Satz – der ist ab heute „dein Satz“. Er ist ein Geschenk an dich. Dein Taufspruch.

Dieser Satz, der begleitet dich ab heute dein Leben lang.


Vertrau darauf: Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt an Gott. Denn Gott ist dein Freund. Er ist deine Freundin.

Amen.

Anrede und Verpflichtung:


Liebe Eltern und liebe Patin,

bitte erhebt euch:

Mit der Taufe spricht Gott sein „Ja“ zu Liv. Damit gehört sie zu Gott und zur Gemeinschaft aller Christinnen und Christen.

Damit sie Gott kennenlernen kann,

ist sie auf Eure Hilfe angewiesen.

Erzählt ihr, dass Gott sie liebhat,

macht sie vertraut mit den Geschichten der Bibel,

nehmt Euch Zeit für ihre Fragen nach Gott, dem Glaube und der Religion und antwortet ihr ehrlich.

Betet mit ihr und für sie.


Seid ihr dazu bereit, dann antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.

Ja, mit Gottes Hilfe.

Dazu helfe euch Gott.

Taufbefehl

Wir taufen, weil Jesus uns dazu beauftragt hat. Er sagt:

„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,28-20)

Glaubensbekenntnis


Das Bekenntnis, das wir bei der Taufe sprechen, verbindet uns mit der ganzen Christenheit im Glauben an den dreieinigen Gott. Diesen Glauben wollen wir nun gemeinsam bekennen:

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,