Jesus auf dem Weg nach Golgata

Nach seiner endgültigen Verurteilung führten die Soldaten Jesus in den Hof, wo sich die Wachmannschaften aufhielten. Sie nahmen seine Klei- der weg und zogen ihm einen purpurroten Mantel an. Aus Zweigen mit scharfen Dornen flochten sie eine Krone und drückten sie auf seinen Kopf. In die rechte Hand gaben sie ihm ein Rohr, das aussehen sollte wie ein Königszepter. Dann verbeugten sie sich vor ihm, lachten und spotteten:

»Sei gegrüßt, Judenkönig!« Sie spuckten ihm ins Gesicht, nahmen das Rohr aus seiner Hand und schlugen ihm damit auf den Kopf. Dann zogen sie ihm den Purpurmantel wieder aus und gaben ihm sein Hemd und seinen eigenen Mantel zurück. Streng bewacht wurde er zur Hinrichtung geführt.

Wie jeder Verurteilte musste er den schweren Querbalken des Kreuzes selber tragen.

Doch nach allen Misshandlungen war er sehr schwach und wäre fast zusammengebrochen. Da packten die Soldaten einen Mann, der gerade vom Feld kam und am Wegrand stand.

Er hieß Simon von Kyrene, weil seine Familie von Kyrene in Nordafrika nach Jerusalem gezogen war. Sie zwangen ihn, anstelle von Jesus das Kreuz zu tragen.

Die Hinrichtungsstätte mit dem Namen Golgota lag außerhalb der Stadt auf einem Hügel.

Als sie oben angekommen waren, gaben die Soldaten Jesus einen Becher Wein vermischt mit einem bitteren Betäubungsmittel. Doch als Jesus das Betäubungsmittel schmeckte, wollte er nichts davon trinken.


Matthäus 27, 27-35

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