Jesus wird gefangen genommen

Judas wusste, wo Jesus mit seinen Freunden die Nacht verbringen würde. Sie waren schon oft im Garten Getsemani gewesen.

Er kam in Begleitung einer großen Gruppe, die die Priester und Anführer

in Jerusalem mitgeschickt hatten. Die Männer waren bewaffnet mit Spießen

und Schwertern und trugen Laternen und Lampen in den Händen.

Judas hatte ein Zeichen mit ihnen verabredet:

»Der, dem ich einen Kuss gebe, der ist es.Nehmt ihn fest!«

Als er Jesus sah, trat er auf ihn zu und sagte:

»Rabbi! Sei gegrüßt!« Dabei küsste er ihn.

Jesus sprach zu ihm: »Mein Freund, was willst du hier?«

Aber schon hatten die Männer Jesus gepackt und festgenommen.

Petrus, der in der Nähe stand, zog schnell sein Schwert. Er schlug damit dem Knecht des Hohepriesters das Ohr ab. Der Knecht hieß Malchus. Jesus sagte zu Petrus: »Steck dein Schwert wieder ein!

Wer das Schwert einsetzt, der kommt durch das Schwert um. Meinst du, mein Vater im Himmel könnte mir nicht ein ganzes Heer von Engeln zu Hilfe schicken? Aber wie sollte dann Gottes Plan in Erfüllung gehen?«

Und er nahm das Ohr und heilte Malchus. Dann wandte er sich den bewaffneten Männern zu und sprach:

»Ihr seid mit Spießen und Schwertern gekommen, als wolltet ihr einen Räuber fangen. Dabei habe ich mich jeden Tag im Tempel aufgehalten und in aller Öffentlichkeit geredet und gepredigt. Warum habt ihr mich da nicht verhaftet? Ich habe mich doch nicht vor euch versteckt.«

Als sie ihn abführten, ließen ihn alle seine Freunde im Stich und flohen.


Matthäus 26, 47-56, Lukas 22, 47-53 und Johannes 18, 2-11

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