Konfi-Gottesdienst zum Thema Taufe an Jubilate, den 8.5.2022

Aktualisiert: 10. Mai



Konfi-Gottesdienst zum Thema Taufe an Jubilate, 8. Mai 2022 um 10:00 Uhr

in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun


Dieser Gottesdienst wird auch per Zoom übertragen:

https://eu01web.zoom.us/j/65245801800?pwd=VTdpTUdrKzRPeGwrM2hjVFhXN2I4QT09

Meeting-ID: 652 4580 1800

Kenncode: 898321


Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch ausdrucken und weitergeben.)




Orgelvorspiel


Lied: Danke für diesen guten Morgen (EG 334,1-6)

https://www.youtube.com/watch?v=IMCeBIDHHhU


Votum/Gruß

Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)

Der Herr sei mit euch (…und mit deinem Geist.)


Begrüßung – und Hinleitung zum Thema

Hinweis: Bis auf das Anspiel und die Bibelstellen, sind alle Texte, die die Jugendlichen vorstellen, ihre eigenen Texte und Gedanken.


Eingangsgebet: (NL 967.2)

Würde ich mit der Sonne im Meer versinken,

Herr, du erforschest mich und kennest mich.

Lieber Gott,

mein Herz und meine Seele liegen offen vor dir.

Du durchschaust mich. Du kennst mich durch und durch.

Du begleitest meinen Alltag,

du siehst, wenn ich sitze oder aufstehe;

du verstehst mich, wenn ich nachdenke oder grüble;

wenn ich unterwegs bin oder irgendwo liege,

um mich auszuruhen: du begleitest mich.

Nichts, was ich sage, lieber Gott, ist dir unbekannt.

Du umwebst mich mit deiner liebenden Kraft,

du umsorgst mich mit deiner haltenden Hand.

Begreifen kann ich das nicht. Es ist zu wunderbar.

Selbst wenn ich dir aus dem Weg gehen wollte–

Wohin denn?

Hätte ich Flügel und flöge zum Himmel: da bist du auch!

Würde ich mich eingraben und bei den Verstorbenen verstecken:

Ich träfe dich an!

Würde ich mit der Sonne im Meer versinken:

Auch dort würde ich dir begegnen.

Könnte ich zaubern und alles dunkel machen:

Dann würdest du in der Dunkelheit aufleuchten.

Ich weiß: schon vom Mutterleib an bin ich in deiner Obhut.

Ich bin dir so dankbar, dass mein Leben ein Wunder ist,

ein Geschenk aus deiner Hand. Das habe ich begriffen.

Meine Zeit ist bei dir verzeichnet, jeder Augenblick.

Obwohl ich dich, lieber Gott, nicht fasse,

wie ich auch die Tropfen im Meer nicht zählen kann,

weiß ich doch eines genau: ich bin immer bei dir geborgen.

Du durchschaust mich, lieber Gott, und kennst mich genau.

Komm und überzeugt dich, ob ich ehrlich bin.

Zeig mir, wenn mein Leben so nicht in Ordnung ist.

Nimm meine Zeit in deine Hand, bis ich am Ziel bin.

Amen.


Die Taufe ist unser Thema heute. Ein Thema, das uns in der ein oder anderen Form immer wieder in der Konfi-zeit begegnet ist.

Hören wir zunächst einmal, was Taufe aus Sicht unserer Konfis überhaupt ist.


Was ist Taufe (Mirko)

Was ist denn Taufe überhaupt?

Taufen ist ein kirchliches Sakrament, bei dem das Kind zu einem Christ wird, weil man von da an zu Christus gehört.

Außerdem gehört es ab der Taufe zur christlichen Kirche.

Die Taufe benutzt das Element Wasser, was diese beiden Bedeutungen hat:

Zum einen heißt Wasser Gefahr, da man ertrinken kann. Unser Leben ist also in Gefahr, wobei wir manchmal etwas dafür und manchmal nichts dafür können.

Zum anderen heißt Wasser auch Leben. Gott möchte also, dass wir mutig und abgeklärt leben.


Was passiert eigentlich genau bei der Taufe?

Bei der Taufe wird, wie schon genannt, ein Kind oder gelegentlich auch ein Erwachsener zu einem Christ. Es wird viel gebetet und gesungen. Doch der eigentliche Höhepunkt ist die Taufe selbst. Dabei kommt derjenige, der getauft wird nach vorne. Der Pfarrer spricht dann das Taufvotum und übergießt das Kind dreimal mit Wasser. Nun ist er oder sie getauft.


Eine zentrale Taufgeschichte in der Bibel ist die Geschichte vom Kämmerer aus Äthiopien. Sie wird im Gottesdienst immer dann gelesen, wenn wir Jugendliche oder Erwachsene taufen.

Die Konfis spielen sie uns vor


Anspiel (Luan, Conner, Anthony)

In der Apostelgeschichte berichtet Lukas von den spannenden Zeiten der ersten Christen. In Jerusalem gab es viele Witwen, die versorgt werden sollten. Das schafften die Apostel, die Jünger Jesu, nicht allein. Deshalb wählten sie sieben Diakone. Philippus war einer von ihnen [bekommt Gewand angezogen].

Aber bald kamen harte Zeiten. Die Christen wurden verfolgt, die Gemeinde verstreut. Philippus ging nach Samaria. Dort predigte er das Evangelium. Viele Menschen fanden zum Glauben an Jesus und ließen sich taufen. [angedeutete Taufen am Taufbecken]

Doch Philippus bekam schon wieder einen neuen Auftrag. Ein Engel kam zu ihm und sagte zu ihm: „Pack deine Sachen. Geh in Richtung Süden zu der Straße, die von Jerusalem nach Gaza führt. Die Straße, die immer menschenleer ist.“

Auf dieser Straße war ein vornehmer Äthiopier mit seinem Wagen unterwegs. Er hatte schon eine weite Reise hinter sich. Er war extra aus Äthiopien angereist, um den Tempel in Jerusalem zu besuchen. Er war dort Kämmerer, also Finanzminister. Familie hatte er keine. Er glaubte an den Gott Israels und war schwer beeindruckt vom Tempel und von dem, was er dort erlebt hatte.

Leider hatte er als Ausländer nicht in den Tempel hineingehen dürfen. Nur im Vorhof durfte er sich aufhalten. Dort hatte er eine Schriftrolle gekauft. Er wollte einfach noch mehr über den Glauben in Israel erfahren.

Nun war er wieder auf dem Heimweg. Er war ein bisschen enttäuscht, dass er nicht alles so besichtigen konnte, wie er sich das gewünscht hatte. Aber zumindest hatte er nun diese Schriftrolle.

Halblaut las er den Text vor sich hin, als er an Philippus vorbeifuhr:

»Er ertrug alles, ohne zu klagen –wie ein Schaf, das zum Schlachten geführt wird, und wie ein Lamm, das beim Scheren keinen Laut von sich gibt. Er wurde zutiefst erniedrigt, doch das Urteil gegen ihn wurde aufgehoben. Wer wird je seine Nachkommen zählen können? Denn sein Leben wurde von der Erde weg zum Himmel emporgehoben.“

Philippus hörte das und fragte ihn: „Verstehst du das, was du gerade liest?“ „Nein“, sagte der Kämmerer. „Wie soll ich das verstehen, wenn mir niemand hilft. Setzt dich doch zu mir und erklär es mir!“ [Philippus setzt sich neben den Kämmerer]

„Kannst du mir sagen, ob der Prophet Jesaja hier von sich oder von einem anderen spricht? Wer ist dieses Lamm? Ist das dieser Jesaja? Ist das Gott? Wer ist gemeint?“

Das war die Gelegenheit für Philippus. Er erklärte dem Kämmerer, dass Jesus gemeint war. Dass der am Kreuz gestorben und auferstanden war. Dass seine Jünger danach weiter in seinem Auftrag unterwegs waren. Viele Menschen hatten inzwischen zum Glauben an Jesus gefunden. Erst kürzlich hatten sich viele Menschen in Samaria taufen lassen und waren in die christliche Gemeinschaft aufgenommen worden.

Der Kämmerer war erstaunt: „Jeder darf dazu gehören? Auch ich, obwohl ich ein Ausländer bin? Was muss ich tun, damit auch ich dazu gehöre?“

Und Philippus erklärte ihm, dass jeder zu den Nachfolgern Jesu gehören kann. Jeder, der sich taufen lässt.

In dem Moment kamen sie an einer Wasserstelle vorbei. [zum blauen Tuch fahren]. Der Kämmerer fragte: „Spricht etwas dagegen, dass ich mich taufen lasse?“ Philippus sagte: „Eigentlich nicht. Du musst nur glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, unser Erlöser.“ „Das glaube ich!“, sagte der Kämmerer aus vollem Herzen.

Da sagte Philippus: „Na dann spricht wirklich nichts dagegen. Komm, steig aus.“

Und er taufte ihn auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. [die beiden steigen hinter das Tuch, das in Wellen bewegt wird – und „tauchen unter“ und wieder auf]

So plötzlich wie Philippus aufgetaucht war, war er auch wieder weg. Gott brauchte ihn in Aschdod. Aber der Kämmerer merkte, dass sich erst jetzt seine Reise wirklich gelohnt hatte. Er war durch Jesus ein Kind Gottes geworden. Er stieg wieder in seinen Wagen ein und fuhr weiter. Aber was er erlebt hatte, machte ihn so glücklich, dass er vor Freude immer wieder die Hände zum Himmel hob und Gott dankte. Diesen Tag seines Lebens würde er nie mehr vergessen.


Den Kämmerer aus Äthiopien hat die Taufe verändert. Taufe verändert – Glaube verändert - das begegnet uns in der Bibel in verschiedener Weise. Die Jugendlichen haben sich auf kreative Weise mit diesen Texten beschäftigt:

Tauf-Bilder (Luca, Florian)

Wir sollten zu Bibelversen zur Taufe ein Bild mit Kreide malen. Die Bibelverse konnten wir uns aussuchen. Hier sind unsere Ergebnisse:

Taufe macht geborgen! Denn so heißt es im Psalm 139:

Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du, Gott, dort; bettete ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. Nehme ich Flügel der Morgenröte und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen.





Im Epheserbrief Kapitel 5 lesen wir: Taufe macht hell.

Früher wart ihr Teil der Finsternis. Aber jetzt seid ihr Teil des Lichts, denn ihr gehört zu Gott. Lebt als Kinder des Lichts!.







Taufe macht glücklich. Denn so heißt es schon in Jeremia 29:

Gott spricht: mein Plan mit euch steht fest: ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft.






















Im Kolosserbrief Kapitel 3 lesen wir: Taufe macht neu.


Jetzt aber sollt ihr den alten Menschen mit seinen Gewohnheiten ausziehen und den neuen Menschen anziehen wie ein neues Kleid.

Zieht aus: Zorn, Wut, Bosheit, Verleumdung, Herabsetzung!

Zieht an: Erbarmen, Güte, Demut, Geduld, Freundlichkeit!





Glaube, Taufe, Konfirmation – das hängt alles miteinander zusammen.

Die Jugendlichen haben kleine Predigten dazu geschrieben, was für sie Glaube und Taufe ist. Und zwei von ihnen hatten dann die schwere Aufgabe, diese 12 Texte zu einem zusammenzuschreiben. Hören Sie nun ihre Taufpredigt:


Taufpredigt (Alena und Tamara)

Glaube heißt für uns, an Gott zu glauben, an Jesus zu glauben und an den heiligen Geist. An die Auferstehung der Toten und an die Vergebung der Sünden zu glauben. Glaube heißt für uns auch, an seine Träume und die Hoffnung zu glauben.

Für uns ist nach der Taufe anders als vor der Taufe, dass man das Gefühl von Freiheit empfindet und dass man von Gott begleitet wird. Außerdem finden wir auch, dass wir dann zu Gott gehören und in die evangelische Kirchengemeinde. Wir können dadurch auch Gott mehr kennenlernen und ihm nahe sein.

Zu Christus gehören bedeutet für uns, geborgen zu sein, nie alleine zu sein, zu beten und sich wohlzufühlen. Er passt auf uns auf, er begleitet uns auf unseren Wegen, er ist immer für uns da, er beschützt uns und man muss sich bei ihm nicht verstellen. Wir bekommen von ihm Hilfe und Unterstützung in schlechten Zeiten und gehören durch ihn zur Kirchengemeinde.


Lied: Wasser des Lebens (NL 209,1-4)

https://www.youtube.com/watch?v=GpKbV9TP_Xg


Taufe von Marc und Damian

Was hindert‘s, das ich mich taufen lasse, so fragt der Äthiopier in der Geschichte.

So ähnlich könnten es heute auch Marc und sein kleiner Bruder Damian fragen, die sich heute taufen lassen.

Eine Taufkerze bekamen Marc und Damian. Dieses Symbol erinnert uns daran, dass Jesus Christus Licht für uns sein will – und dass wir selbst auch ein Licht für andere sein können.


Jesus – Licht der Welt (Miley, Lenia, Josie)

Jesus kann das Licht im Leben der Menschen sein, indem er ihnen Mut zuspricht, wenn es ihnen schlecht geht. Er leuchtet mit seinem Licht in die Finsternis, er gibt uns Hoffnung und gibt uns ein gutes Gewissen. Er soll immer bei uns sein, wenn es uns schlecht geht. Wenn ich mich alleine und traurig fühle, ist er immer bei mir und schenkt mir Kraft. Er wird mir aus schwierigen Situationen helfen. Selbst wenn wir in der Schule schlecht behandelt werden, hilft er uns und lässt uns ein Licht aufleuchten. Er bringt ein Licht in die Finsternis, indem er jemanden schickt oder uns ein Zeichen schenkt. Er gibt uns Halt in der Dunkelheit.


Ihr seid das Licht der Welt (Marc)

Ich kann ein Licht für andere sein, indem ich Leuten helfe. Ein anderer Weg ist, dass ich sie tröste in schwierigen Zeiten. Aber auch wenn ich Ihnen Hoffnung gebe. Ein Licht zu sein, kann schwierig sein, aber es bringt auch Gutes mit sich, weil ich ein gutes Gewissen habe und für jemand anderen da bin.


Lied: Ins Wasser fällt ein Stein (EG 648,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=mcKtl_HdAu0


Fürbitten (Conner, Miley, Josie, Florian, Alena, Lenia, Tamara)

Gott, ich bitte dich für die armen Menschen, dass sie Nahrung, einen sicheren Schlafplatz und eine Arbeit finden. Ich bitte dich, dass Sie ausreichend Nahrung bekommen. Ebenfalls sollen sie an einen sicheren Ort gebracht werden, um nachts nicht zu frieren oder in gefährliche Situationen zu gelangen. Hilf uns, dass wir sie mehr beachten und ihnen auch was geben.


Gott ich bitte dich für die Menschen in der Ukraine da zu sein und ihnen Kraft zu geben. Sie brauchen Schutz und Kraft. Hilf uns, dass wir ihnen helfen können.


Ich bitte dich, dass die Kriegsopfer des Ukraine Krieges Schutz und Halt bekommen und wieder ein normales Leben führen können.


Gott ich bitte dich für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Ihnen fehlt ihr Zuhause und die Familie. Ich bitte dich, dass sie wieder ein Zuhause haben und sie mit ihrer Familie zusammen sein können. Hilf uns, dass wir den Krieg unter Kontrolle bekommen und alles wieder neu aufbauen können.


Gott, ich bitte dich für die Kranken. Ihnen geht es gerade nicht gut, sie brauchen Medikamente. Ich bitte dich, dass sie gesund werden. Hilf uns, für sie da zu sein.


Gott, ich bitte dich für die Trauernden. Ihnen geht es gerade nicht so gut, da sie eine geliebte Person oder ein geliebtes Tier verloren haben. Ich bitte dich, dass du sie zu dir nimmst und ihnen Geborgenheit und Liebe gibst. Hilf uns, dass wir ihnen helfen können, um sie aufzumuntern.



Vater unser im Himmel…

Lied: Herr, wir bitten, komm segne uns (EG 610,1-3)

https://www.youtube.com/watch?v=-30zVm0tS6c


Segen

Es segne und behüte euch Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. (Amen, Amen, Amen)


Orgelnachspiel




All unsere Gottesdienste – teilweise auch zum Anhören - und weitere Impulse finden Sie auch auf unserer Homepage:

https://www.ev-kirchengemeinde-lichtenau-baden.com/unsere-gottesdienste




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