• Ute Braun

Konfirmationsgottesdienst am Sonntag, den 27.09. in Schwarzach


Auf Grund der derzeitigen Situation ist der Gottesdienst nicht öffentlich! Zutritt ist nur mit Platzkarten möglich.


„Der ist wie ein Baum“


Liedvortrag: Holy Spirit, I thirst for you (AUDIO zum Mitsingen)

Votum

Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 1

Wohl dem, der falsche Ratgeber durchschaut;

der sich von schlechtem Vorbild nicht verleiten lässt

und nicht Wege geht, die in Schuld enden müssen.

Wohl dem, der sich nicht zu denen hält,

die gedankenlos über Gott daher reden

und für den Glauben nur Spott haben,

sondern nachdenkt über das, was uns helfen kann,

und dann weiß, was er glaubt und wofür er lebt.

Der ist wie ein Baum mit tiefen Wurzeln,

der Kräfte hat, dem Wetter stand zu halten

und Frucht zu tragen, wenn es an der Zeit ist.

Der verbringt sein Leben nicht nutzlos

und woran er arbeitet, das wird nicht vergeblich sein.

Denn wer nach Gott fragt, entdeckt das Leben,

das ganzen Einsatz lohnt und sich bewährt.

Ich aber setze mein Vertrauen auf dich, meinen Herrn; dir nahe zu sein, ist mein ganzes Glück.

Eingangsgebet

Guter Gott,

Unser Leben ist wie ein Baum mit tiefen Wurzeln. Manchmal spüren wir den guten Grund, in den wir eingepflanzt sind. Wir können spüren, wie du uns Kraft zum Leben gibst – so wie der Wasserbach den Baum nährt.

Wir können erfahren, dass du uns Halt gibst, wie ein Baum im Boden Halt findet, wenn der Sturm über ihn hinweggeht.

Unterschiedlich tief sind unsere Wurzeln – unterschiedlich stark unser Lebensbaum – wir bitten dich für unsere Jugendlichen, die wir heute konfirmieren – lass sie zu starken Bäumen heranwachsen, die aus dir Kraft schöpfen und in dir Halt finden. Wir bitten dich für uns alle: lass uns nicht aufhören nach dir zu fragen, Gott, damit wir erfahren können, wie gut du es mit uns meinst.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen

Liedvortrag: His eye on the sparrow (AUDIO zum Mitsingen)

Schriftlesung: Markus 4,1-9

Und Jesus fing abermals an, am Meer zu lehren. Und es versammelte sich eine so große Menge bei ihm, dass er in ein Boot stieg, das im Wasser lag, und er setzte sich; und alles Volk stand auf dem Lande am Meer. Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen; und in seiner Predigt sprach er zu ihnen:

Hört zu! Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’s auf. Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s, und es brachte keine Frucht. Und all das Übrige fiel auf das gute Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und einiges sechzigfach und einiges hundertfach. Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Ansprache:

„Ein Sämann ging aus zu säen“ – ein bisschen ist es so, was während der Konfirmandenzeit geschieht.

Es wird ausgesät: wir hören und erleben, was wir glauben, wie wir als Christen leben, wie man Gottesdienste feiern kann, wie man mit anderen und ganz für sich betet – was uns Halt und Trost sein kann – was uns Hilfe und Orientierung geben möchte.

Und dann muss man schauen, was aus dem Ausgesäten wächst.

Super wäre es natürlich, wenn man an eurer Konfirmation schon lauter starke Bäume da stehen hätte – mit festen, tiefen Glaubenswurzeln, die nichts erschüttern kann.

Aber so ist es nicht. Ihr seid noch am Anfang, euren eigenen Glauben zu entdecken, zu festigen und in Worte zu fassen. Dafür war die Konfirmandenzeit eine wichtige Vorbereitung, aber es geht noch weiter.

Symbolisch steht dafür der kleine Baumsetzling, den die kath. Pfarramtssekretärin hier in Wald und Garten für euch ausgegraben hat:

So eine kleine, empfindsame Pflanze ist der Glaube im Jugendalter. Der unerschütterliche Kinderglaube wird hinterfragt und der reflektierte Glaube des Erwachsenen muss noch wachsen. Um zu wachsen, braucht der kleine Baum Raum – deswegen haben wir euch einen großen Topf dazu gepackt – hier kann er weiterwachsen, bis er noch mehr Platz in eurem Garten oder an einem anderen Ort bekommt.

Raum, damit euer Glaube wachsen kann, gibt es in unserer Gemeinde. Hier könnt ihr weiterhin hinkommen, um mit uns auf Gottes Wort zu hören, mit uns gemeinsam zu suchen und zu fragen und den Glauben mehr und mehr zu leben!

Hier begegnet ihr anderen Menschen, die genauso wie ihr auf der Suche sind – oder die schon Antworten auf Fragen gefunden haben, die euch beschäftigen.

Damit euer Glaubensbäumchen weiter wachsen kann, braucht es aber noch mehr. Er braucht Erde, die ihn nährt und in der er tiefe Wurzeln treiben kann, die ihm Halt geben.

So eine Erde sind die Überzeugungen und Glaubenssätze, mit denen ihr aufgewachsen seid – die ihr eingesammelt habt, in eurer Familie, aber auch in der Schule und während der Konfizeit in unserer Gemeinde.

Und der Baum braucht auch Nahrung: Wasser zum Beispiel!

Frau Kempf und ich haben ein paar Dinge für euch zusammengestellt, die euch dabei helfen sollen, dass euer Glaubensbaum weiter wachsen kann:

Brot und Saft haben wir deshalb für euch eingepackt. Sie stehen für das gemeinsame Abendmahl, das wir heute leider nicht feiern können, aber das ihr zukünftig immer wieder mit uns gemeinsam feiern könnt.

Ganz bewusst habe ich die Einsetzungsworte des Abendmahls hinzugefügt. Wie wär‘s, ihr feiert das Abendmahl zu Hause gemeinsam mit eurer Familie?

Beim Abendmahl wird euch immer wieder zugesagt, dass Gott zu euch kommt. Dass er euch gibt, was ihr zum Leben braucht: Brot des Lebens sozusagen! Und das ihr mit anderen Glaubenden verbunden seid – so wie wir Saft oder Wein miteinander teilen, teilen wir auch Sorgen und Ängste, Freude und Dankbarkeit.

Aber euer Glaubensbaum braucht noch mehr zum Wachsen. Nachher im Gebet erbitten wir Gottes Geist für euch!

Gottes Geist, das ist die Kraft, mit der Gott uns füllt.

Sicher erinnert ihr euch noch an unsere Schnitzeljagd, auf der wir den Spuren des Heiligen Geistes gefolgt sind.

Da wurde euch an einer Stelle zugesagt, dass dieser Geist Gottes uns froh machen will – damit wir fröhlich und zuversichtlich unser Leben gestalten. Dafür stehen die Lachgummis, die wir euch eingepackt haben!

Der Geist ist die Kraft, die uns den Rücken stärkt. Die uns befreit, damit wir leichten Herzens unterwegs sein können. Daran sollen euch die Seifenblasen erinnern – so bunt und frei soll euer Leben sein. Das wünschen wir euch!

Und schließlich ist der Geist Gottes auch ein Tröster. Denn auch unter dem Segen Gottes, erleben wir auch Zeiten, die schwer für uns sind, die uns traurig machen. Da ist es dann gut, wenn wir diesen Geist Gottes in uns haben, der uns daran erinnert, dass Gott uns trösten will, wie einen seine Mutter tröstet. So darf also in eurem Geschenk das symbolische Trostpflaster nicht fehlen, das euch daran erinnert.

Ja, und dann ist noch etwas in diesem Topf: eine kleine Osterkerze. Denn ein Baum braucht auch Licht, damit er wachsen kann – das Licht das aus dem Himmel auf ihn herabscheint.

So ein Licht will Jesus Christus für uns sein. Jesus, der für uns das „Licht der Welt“ sein will. Licht, das uns Orientierung gibt – Licht das uns Leben verheißt – auch in dunklen Stunden. Licht, das uns mit Jesus Christus selbst verbindet – mit seinem Leben und seinem Sterben.

„Ein Sämann ging aus zu säen“ – das ist das, was wir Menschen tut. Damit daraus ein starker Baum wachsen kann, braucht es Erde, Nahrung und Licht – aber es braucht auch den Segen Gottes.

Diesen Segen Gottes spreche ich euch nachher zu – er soll euch aber nicht nur heute begleiten, sondern an jedem weiteren Tag, der vor euch liegt.

Ich wünsche euch, dass ihr diesen Segen Gottes immer wieder in eurem Leben erfahrt und spürt – dass er euch Kraft gibt zu wachsen und stark zu werden, auch in eurem Glauben. Er sei euch Licht in dunklen Zeiten und Orientierung auf dem Weg. Er sei euch Hilfe – in allem, was ihr tut.

Gottes Segen – er sei mit euch!

Amen.


Liedvortrag: Mein Ziel (AUDIO zum Mitsingen)

Konfirmation:

Liebe Konfirmanden! Die Konfirmation erinnert uns daran, dass Gott in der Taufe mit jedem einzelnen von uns sichtbar einen Bund geschlossen hat. Hier wird jedem einzelnen zugesprochen: Du bist Gottes Kind.

Die Taufe macht deutlich, dass Gottes Handeln unserem Handeln voraus geht – und im Glauben antworten wir dann mit unserem Ja auf dieses Handeln Gottes!

Dass wir Menschen taufen, geht auf Jesus zurück, denn er spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden, darum gehet hin, macht zu Jünger alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Die meisten von euch Konfirmanden wurden bereits als Kinder getauft. Einer von euch wird jetzt in diesem Gottesdienst getauft.

In der Konfirmandenzeit habt ihr euch gemeinsam auf den Weg gemacht, um Gott ein bisschen besser kennen zu lernen, ihr habt gemeinsam erlebt, was es heißt als Christ zu leben; durch die Gottesdienste, die ihr besucht und teilweise selbst gestaltet habt, habt ihr ein Stück von der Gemeinde kennen gelernt, zu der ihr gehört.

Das Glaubensbekenntnis, verbindet uns alle zu einer großen Gemeinschaft. Sprecht nun dieses Bekenntnis mit uns gemeinsam als euer persönliches Bekenntnis:

Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.

Amen.

(Frage an die Konfirmanden)

Gebet für die Konfis:

Gott, der Glaube ist dein Geschenk.

Wir bitten dich für diese Jugendlichen:

Stärke du ihr Ja, das sie im Bekenntnis zu dir und deiner Kirche gesprochen haben.

Hilf ihnen, dass sie ihren Weg finden

in der unendlichen Weite der Möglichkeiten.

Gib ihnen Hoffnung und Mut,

wenn ihr Leben dunkel ist.

Erfülle sie mit deinem heiligen Geist,

dass sie im Glauben wachsen und darin froh werden.

Amen

Was wir für euch gemeinsam erbeten haben, soll euch nun persönlich zugesprochen werden. Lasst euch mit Gottes Segen in euer Leben senden!

(Einsegnung)

Liedvortrag: Da werd ich sein (AUDIO zum Mitsingen)

Fürbittengebet:

Jesus Christus, zu dir gehören wir.

Wir danken dir für deine Liebe und Nähe

und bitten dich:

Bleibe bei uns heute und alle Tage bis an der Welt Ende.

Bleib bei den Konfirmierten, wenn sie heute feiern und auch wenn sie zurückgehen in den Alltag.

Bleib bei den Eltern und Familien, wenn sie die Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsensein begleiten und loslassen lernen.

Bleib bei dieser Gemeinde und hilf uns, miteinander im Glauben zu wachsen.

Bleibe bei deiner Kirche auf der ganzen Welt – sei spürbar nahe besonders an den Orte, wo ein klares Ja zum christlichen Glauben lebensgefährlich ist.

In der Stille bringen wir die Menschen vor dich, die deine Nähe besonders brauchen.

STILLE

Jesus Christus, zu dir gehören wir.

Mit deinen Worten beten wir:

Vater unser im Himmel.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus.

Amen.

Liedvortrag: Happy (AUDIO zum Mitsingen)

Segen

Es segne und behüte euch der lebendige Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

Orgelnachspiel zum Ausgang



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