Passions- und Osterweg

Hallo zusammen!

Heute ist Karfreitag. An diesem Tag denken wir ganz besonders an den Tod von Jesus. Es soll ganz bewusst ein stiller und ruhiger Tag sein.

Ab heute schweigen die Kirchenglocken und auch die Orgel. Erst am Ostermorgen erklingen sie wieder.

Die Kinder aus der 3. Klasse hier in Lichtenau haben sich in den letzten Schulwochen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Kempf mit den letzten Tagen Jesu beschäftigt.

Gemeinsam haben sie die Geschichten gelesen, die von diesen Tagen erzählen: vom Einzug in Jerusalem bis hin zum Ostermorgen.

Ihren Passions- und Osterweg haben sie in der Schule ausgestellt, so dass ihn auch die anderen Kinder (und ich! :-)) anschauen können.


Hier zeige ich euch ihre Bilder und die biblischen Geschichten, die dazu gehören.

Falls ihr danach Lust habt euch gemeinsam auf einen „Kreuzweg“ zu begeben, wo ihr bei einem Spaziergang euch nochmal an die verschiedenen Stationen auf diesem Weg Jesu erinnern wollt, findet ihr eine Anregung dazu HIER:


So nun kommt die Geschichte!

Liebe Grüße!

Euer Wolli




Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs. Sie gehen nach Jerusalem. Sie wollen in Jerusalem das Passa-Fest feiern. Jesus weiß, dass er dort sterben muss.

Jesus sagt zu zwei Jüngern: Seht das Haus da drüben! Dort ist eine Eselin mit ihren Jungen. Bindet die beiden Esel los und bringt sie zu mir. Ich brauche sie. Ihr bringt sie dann wieder zurück.

Die zwei Jünger holen die Esel. Sie bringen sie zu Jesus. Sie legen ihre Mäntel auf den Rücken des jungen Esels. Jesus steigt auf den Esel. Viele Leute sehen Jesus kommen. Sei legen ihre Mäntel vor ihm auf den Weg. Sie brechen Zweige von den Bäumen und legen sie auf den Weg.

Die Leute rufen: Hosianna! Wir grüßen unseren König. Er kommt von Gott. Lobt Gott im Himmel! Jesus reite nach Jerusalem hinein. Viele kommen und schauen. Sie fragen: Was ist los? Die Leute bei Jesus sagen: Das ist Jesus! Er kommt von Gott.



Das Passa-Fest beginnt. An diesem Abend essen die Juden in ihren Häusern ein Passa-Lamm. Auch Jesus feiert das Passa-Fest mit seinen Jüngern: Am Abend essen sie zusammen.



Auf einmal sagte Jesus: „Einer von Euch wird mich verraten!“ Die Jünger erschrecken. Einer nach dem anderen fragt: „Du meinst doch nicht mich?“ Jesus sagt: „Einer von euch wird es tun.“

Jesus nimmt das Brot. Er dankt Gott dafür. Er bricht es in Stücke und gibt jedem etwas davon. Dazu sagt er: „Nehmt und esst! Das Brot bin ich. Ich gebe mich für euch alle.“

Dann nimmt Jesus den Becher mit Wein. Er dankt Gott dafür. Er gibt ihn den Jüngern und sagt: „Trinkt alle daraus! Der Wein ist mein Leben. Ich verschenke mein Leben für euch alle. So zeigt Gott euch seine Liebe.“ Zum Schluss singen alle das Danklied.



Jesus geht mit seinen Jüngern zum Ölberg. Sie kommen in einen Garten. Er heißt Getsemani. Jesus sagt: „Wartet hier auf mich. Ich will allein sein und beten. Bleibt wach und betet auch!“

Jesus geht weiter in den Garten hinein. Er wirft sich auf die Erde. Er hat Angst und betet: „Mein Vater! Dir ist alles möglich. Erspare mir dieses Leiden! Aber es soll geschehen, was du willst, nicht was ich will.“


Da kommt schon Judas mit einem Trupp Soldaten. Sie haben Fackeln und Waffen. Judas deutet auf Jesus: „Der ist's!“ Die Soldaten nehmen Jesus gefangen. Sie bringen Jesus zum Obersten Priester. Der fragt Jesus: „Hat dich Gott gesandt? Bist du Gottes Sohn?“ Jesus antwortet: „Ja!“ Der Oberste Priester und die anderen Richter sagen: „Habt ihr das gehört? Er macht sich selbst zu Gottes Sohn. Dafür muss er sterben.“




Sie bringen Jesus zum römischen Statthalter. Er heißt Pilatus. Nur Pilatus darf jemand zum Tod verurteilen. Die Soldaten ziehen Jesus einen Königsmantel an. Sie setzen ihm eine Krone aus Dornen auf. Sie machen sich über ihn lustig.

Pilatus sagt zum Volk: „Da habt ihr euren König!“ Aber alle rufen: „Ans Kreuz, ans Kreuz mit ihm!“ Pilatus sagt: „Gut, er soll gekreuzigt werden!“



Die Soldaten führen Jesus ab. Er muss selbst sein Kreuz tragen. So kommen sie zu dem Hügel Golgatha. Die Soldaten nageln Jesus ans Kreuz. Alle Jünger haben Jesus verlassen. Nur seine Mutter Maria ist da, und einer von den Jüngern, Johannes. Jesus sagt zu Maria: „Johannes ist von jetzt ab dein Sohn.“ Und zu Johannes sagt er: „Maria ist von jetzt ab deine Mutter.“


Die führenden Priester verspotten Jesus: „Er soll doch vom Kreuz heruntersteigen! Dann glauben wir, dass er Gottes Sohn ist.“


Plötzlich wird es am hellen Tag finster. Jesus ruft: „Es ist alles vollbracht!“ Dann lässt er das Haupt sinken und stirbt. Jesus ist tot.

Freunde von ihm nehmen seinen Leib vom Kreuz. Maria und andere Frauen sehen zu. Die Männer legen den toten Jesus in ein neues Grab. Das Grab ist in einen Felsen gehauen.





Die Männer rollen einen runden Stein vor die Grabkammer. Es ist keine Zeit mehr, um den Toten zu salben. Der Sabbat hat schon begonnen. Niemand darf jetzt eine Arbeit tun. Alle gehen weinend nach Hause.



Zwei Tage später gehen die Frauen zum Gab. Da sehen sie: Der Stein ist weggerollt. Das Grab ist offen. Sie gehen in das Grab hinein. Jesus ist nicht mehr da. Die Frauen fragen sich: „Wo ist Jesus?“




Plötzlich sind da zwei Engel. Sie sagen zu den Frauen: „Ihr sucht Jesus? Hier könnt ihr ihn nicht finden. Er ist nicht mehr tot, er lebt! Gott hat ihn vom Tod auferweckt!“ Die Frauen laufen schnell zu den Jüngern. Sie erzählen vom leeren Grab und den beiden Engeln.




Quellen:


Komm, freu dich mit mir. Die Bibel für Kinder erzählt von Karin Jeromin illustriert von Rüdiger Pfeffer, Stuttgart 1999/2000.


Meine Bilderbibel. Geschichten aus der Bibel in Bildern von Kees de Kort, Stuttgart 1990.




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