Traumfänger



„Deshalb schreie ich zu Dir, HERR! Ich bekenne: Du allein bist meine Zuflucht! Du bist alles, was ich im Leben brauche.“ Ps 142,6



Meine Freundin erzählte mir kürzlich bei einer Tasse Kaffee :“ Ich bastle meiner Tochter zum Geburtstag einen Traumfänger. Ein Schutz vor bösen Träumen ist immer gut und sieht dazu noch hübsch aus.“


Traumfänger – wer kennt sie nicht, diese indianischen Kultobjekte, die es auf jedem Weihnachtsmarkt und überall in den Innenstädten zu kaufen gibt. Wenn man sie über dem Bett oder der Schlafstelle aufhängt, sollen sie böse Träume auffangen und gute Träume durchlassen.

Böses soll abgewendet werden – so ein Traumfänger soll dies möglich machen. Zumindest kann es nicht schaden, einen aufzuhängen, oder?

Glaubensinhalte anderer Kulturen sind angesagt. Wir benutzen sie gedankenlos, weil es „in“ ist, oder dekorativ, oder nett, oder… Sie sollen Gefahren, Böses, Unerwünschtes, Angstmachendes fernhalten – wie ein Fliegennetz die Moskitos. Doch jeder, der einmal eine Nacht in den Tropen verbracht hat, weiß, die Moskitos kommen trotzdem durch das Netz – und die Ruhe ist dahin!


Jesus verspricht uns nicht ein Leben ohne „böse Träume oder Moskitos“. Er weiß, in wirklich starken Lebensstürmen helfen weder Traumfänger noch Moskitonetz. Wie der Psalmist sollten auch wir wissen, was wir wirklich brauchen. Wo und wie wir Hilfe und Kraft, Hoffnung und Mut bekommen, um unseren Lebensstürmen beharrlich trotzen zu können, sollte für uns Christen klar sein: Verwurzelt in Jesus, den Felsen in der Brandung. Ich denke, es ist einen Versuch wert!


Nach „Weltgebetstagsimpulse“ C. T-K

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