Urheberrecht

"Ich preise Dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin"

Psalm 139,14


Auf dem Computer kann man sehr leicht ein Bild kopieren und in ein anderes Dokument wieder einfügen. Dabei verstösst man aber möglicherweise gegen das Urheberrecht. Eigentlich kopiert man nur ein bestimmtes Muster von Pixeln auf dem Bildschirm. Das ist ja bestimmt nichts Wertvolles. Allerdings steckt hinter diesem Muster ein kreativer Kopf, der sich zur Entstehung dieses Bildes Gedanken gemacht hat, sei es nun eine Karikatur, ein Gemälde oder eine schöne Fotografie. Der Wert des Bildes wird nicht durch die Pixel bestimmt, sondern von der Kreativität dessen, der es gestaltet hat. Jemand hat darüber nachgedacht, eine Idee entwickelt und dann kreativ umgesetzt. Daher hat er auch einen Anspruch auf sein Werk. Es gehört ihm, und er hat das Urheberrecht daran.


Unser Erbgut, die DNA, ist auch nur ein bestimmtes Muster von Nukleobasen. Eigentlich alles reine Chemie. Allerdings ist die Anordnung der Nukleobasen von entscheidender Bedeutung, denn sie bilden unsere Gene und sind damit für die Eigenschaften unseres Körpers verantwortlich. Auch da finden wir viel Kreativität. Menschen sind schön, und jeder ist ein Individuum, eine Sonderanfertigung. Dabei ist alles sehr funktionell und weise gestaltet. Jemand hat darüber nachgedacht, eine Idee entwickelt und dann kreativ umgesetzt.


Gott hat jeden Menschen geschaffen. Er ist unser Urheber, und er hat die Rechte an uns. Gott will, dass wir das anerkennen und dass wir seine Rechte respektieren. Aber vielleicht ist das genau die große Hemmschwelle – anzuerkennen, dass jemand anders ein Recht an mir hat. Doch wenn wir uns dem versperren, stellen wir uns gegen den Urheber und verpassen seine guten Absichten mit uns, seinen Geschöpfen.

Wollen wir das wirklich?

Aus "Leben ist mehr, 2020 vb" © CLV Bielefeld und CV Dillenburg


Bibelleseplan Lukas 12,22-34

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