• Ute Braun

Wolli hält die Luft an

Hallo Kinder!

Habt ihr schon mal die Luft angehalten?

Bestimmt!

Vielleicht, wenn ihr beim Baden ein bisschen unters Wasser getaucht seid. Oder sogar, wenn ihr im Schwimmbad eine ganze Strecke getaucht seid. Da muss man ja die Luft anhalten, damit man kein Wasser mit einatmet. Aber habt ihr es auch schon mal so ausprobiert? Macht mal und passt gut auf, was passiert!

Habt ihr?

Und was habt ihr gemerkt? Als ich es ausprobiert habe, habe ich gemerkt, dass man plötzlich ganz automatisch Luft holt. Das geht gar nicht anders. Unser Körper ist so eingerichtet, dass er uns immer mit Luft versorgt. Das geht ganz automatisch und wir müssen gar nicht daran denken ein- und auszuatmen!

Ich finde, das ist eine richtig tolle Sache. Ganz selbstverständlich, wenn man nicht weiter drüber nachdenkt – aber ein kleines Wunder, wenn man mal drauf achtet!

Und wenn man mal über eine längere Zeit ganz bewusst darauf achtet, WIE man ein- und ausatmet, dann kann man auch da spannende Beobachtungen machen.

Versucht es mal. Setzt euch mal gemütlich hin und legt euch irgendwo hin und schließt am besten die Augen und dann achtet mal auf euren Atem.

Wie fühlt es sich an, wenn die Luft durch Nase oder Mund in euren Körper hineinfließt? Wo im Körper könnt ihr die Luft überall spüren? Vielleicht im Hals? Merkt ihr, wie sich der Brustkorb durch den Atem bewegt?

Wenn man ganz ruhig und entspannt ist, dann kann man sogar bis in den Bauch atmen. Und was ich witzig finde: wenn man sich vorstellt, dass die Luft durch unseren ganzen Körper bis in den großen Fußzeh wandert, dann kann man auch das spüren! Ehrlich!!


Wenn man so auf seinen Atem achtet, kann man sich damit auch selbst beruhigen. Wenn man nix anderes tut, als zu spüren, wie man ein und ausatmet, dann wird man gleich viel ruhiger. Wenn man aufgeregt ist zum Beispiel oder Angst hat.

Ich mach es manchmal, wenn ich nicht einschlafen kann. Und eh ich mich versehe, bin ich eingeschlafen.

Mit dem Atem kann man natürlich auch etwas bewegen. Ein Windrädchen anpusten zum Beispiel. Oder man kann damit hübsche Seifenblasen machen!

Ich finde, der Atem, den wir alle ganz automatisch in uns tragen, ist echt was Spannendes.

Noch spannender finde ich aber, was in der Bibel über den Atem erzählt wird.


Da gibt es eine Schöpfungsgeschichte, die erzählt das so:

Als Gott den Menschen geschaffen hat, da hat er ihn aus Erde geformt. Genauso wie wir eine Figur aus Ton oder aus Knete formen.

Und dann hat Gott etwas von seinem eigenen Atem in diese Menschenfigur aus Erde gepustet – und der Mensch wurde lebendig!

Mit dieser kleinen Geschichte haben die Menschen damals deutlich gemacht, dass der Mensch etwas von Gott in sich trägt: seinen Atem oder wie man auch sagen kann: seinen Lebenshauch.

Ist das nicht eine schöne Vorstellung? Dass jeder und jede von uns Gottes Atem in sich trägt? Ich finde das sehr schön – und es lässt mich noch mehr staunen über den Atem, der so selbstverständlich in uns fließt und uns leben lässt! Ja, da halte ich vor Staunen regelrecht die Luft an! :-)

Weil man den Atem aber normalerweise ja nicht sehen kann, habe ich gedacht, ich bastle heute etwas mit euch, wo wir unseren Atem brauchen und ihn so „sichtbar“ machen können: nämlich einen Seifenblasen-Zauberstab.

Die kleinen Stäbe, mit denen man Seifenblasen machen kann, kennt ihr natürlich. Man kann sie auch ganz leicht selbst machen: aus einem Pfeifenputzer!

Ihr müsst nur ein Stück von dem Pfeifenputzer zu einem Kreis formen und ihn verdrehen. Mit ihm kann man so kleine Seifenblasen machen, wie ihr sie wahrscheinlich alle kennt.

Etwas größere Seifenblasen kann man mit dem „Zauberstab“ machen. Dafür müsst ihr ca. 30-40 Perlen auf einen ca. 60 cm langen Draht auffädeln und den Draht dann zu einem Kreis formen. Die Drahtenden verdreht ihr fest miteinander.

Achtet darauf, dass es so fest ist, dass die Perlen nicht mehr hin und her rutschen können. Und zuletzt bindet ihr den Perlenkranz mit Hilfe des Drahtes an einen Stock oder Stab.

Und noch größere Seifenblasen könnt ihr mit einem Seil machen. Dafür knotet ihr ein etwa 1,40 m langes Seil an zwei Stöcke und verknotet die beiden Enden. Auf dem Bild könnt ihr es sehen.

Damit kann man richtig große Seifenblasen machen.

Allerdings braucht man da ein bisschen Puste-Hilfe vom Wind. Am besten geht es, wenn man das Seil in die Seifenlauge hängt, dann ganz vorsichtig heraushebt und spannt und es im Bogen um sich herum führt.

Es braucht ein bisschen Übung, aber es klappt.

Falls ihr keine Flüssigkeit für Seifenblasen zu Hause habt, könnt ihr sie relativ einfach selber machen. Dafür füllt ihr 4 Tassen Wasser und 2-3Tassen klares Spülmittel in eine Schüssel und vermischt sie vorsichtig.

Und schon könnt ihr schillernde Seifenblasen machen.

Was mir an solchen Seifenblasen gut gefällt ist, dass sich darin immer ein bisschen was von unserer Welt spiegelt und sie schillern wie ein bunter Regenbogen.

Noch was zum Staunen, wenn man genau hinschaut. Lauter bunte Regenbogenfarben eingefangen in kleinen und großen Seifenblasen!











Probiert einfach mal, was ihr für Seifenblasen zaubern könnt. Und vielleicht schafft ihr es ja so große Seifenblasen zu machen, dass ihr vor Staunen die Luft anhaltet!






Viel Spaß dabei wünscht euch


Euer Wolli


P.S. Wenn ihr Lust habt auch andere Seifenlaugenrezepte auszuprobieren, findet ihr hier eine ganze Sammlung: https://www.bastelstunde.de/seifenblasen-selber-machen/

Das 7.Rezept habe ich ausprobiert – das ging auch sehr gut. Allerdings hinterlässt die Speisestärke auf dem Boden und auf der Kleidung lauter weiße Spritzer, die man aber mit Wasser wieder entfernen kann. Und bei mir ist das jetzt nicht so schlimm: da ich weiß bin, sieht man an mir die Spritzer gar nicht! :-)

Außer denen kann man natürlich noch viel mehr Rezepte und Tipps im Internet finden! Gerade für Riesen-Seifenblasen!

Falls Ihr ein Rezept findet oder wisst, das noch viel besser funktioniert als die beiden, die ich ausprobiert habe, dann schickt es mir doch.

Denn wie ihr wisst, bin ich ein sehr neugieriges Schaf! :-)

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