• Ute Braun

Wolli und das Krippenspiel

Aktualisiert: 28. Nov 2020


Hallo zusammen!

An diesem Wochenende feiern wir den 1.Advent!

Bei uns in der Kirche sieht es auch richtig adventlich aus mit den vielen geschmückten Fenstern. Vielleicht habt ihr bei euch zu Hause ja auch ein wenig dekoriert?

Oder ihr habt sogar einen Adventskranz, an dem die 1.Kerze angezündet werden kann?

Vielleicht wart ihr ja auch schon ganz fleißig und habt die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken.

Das gehört ja auch alles in diese Zeit der Weihnachtsvorbereitungen!



Bei uns in der Gemeinde gehört zu den Weihnachtvorbereitungen normalerweise auch die Probe vom neuen Krippenspiel! Nur in diesem Jahr ist es leider nicht so. So muss unsere Theaterkulisse in diesem Jahr im Keller bleiben und auch die Krippenfiguren bleiben erst einmal dort. Schade!



ABER: das Krippenspiel soll in diesem Jahr für euch trotzdem stattfinden! Und ihr könnt alle mitmachen! Ihr könnt in diesem Jahr sogar in alle Rollen schlüpfen, die es in unserem

Krippenspiel gibt!

Wie das gehen soll? Ich verrate es euch: Ab heute bis Weihnachten basteln wir mit euch die Figuren für ein Stabpuppentheater. Dazu bekommt ihr am 4.Advent die passende Kulisse und natürlich die Geschichte für unser Krippenspiel.

Dann habt ihr noch ein paar Tage Zeit, alles vorzubereiten und vielleicht auch schon miteinander zu proben.

Ihr könnt das Krippenspiel allein oder mit eurer Familie zusammen aufführen.

Natürlich braucht es auch Zuschauer oder welche, die die Texte lesen, wenn ihr noch nicht so gut lesen könnt. Aber ich bin mir sicher, dass ihr da in eurer Familie eine gute Lösung findet!

Jetzt fangen wir erst mal mit den Figuren an!

Heute gibt es die ersten wichtigen Personen, die in keinem Krippenspiel fehlen dürfen!

Und damit die nicht einfach so „trocken“ bei euch ankommen, erzähle ich euch die Geschichte, die diese drei Figuren von heute miteinander verbindet!

Unsere Geschichte beginnt in Nazareth, einem kleinen Ort in Israel.

Dort lebt Maria. Sie ist eine ganz normale junge Frau, die sich aber viel Gedanken macht über die Welt, in der sie lebt. Sie kümmert sich viel um andere, weil sie möchte, dass es den Menschen um sie herum gut geht.

Maria weiß, dass sie da nur einen kleinen Beitrag dazu leisten kann – aber wenn jeder ein bisschen nach den anderen schaut, dann ist doch ganz vielen geholfen.

Tief in ihrem Inneren aber glaubt sie, dass Gott eines Tages dafür sorgen wird, dass alle Menschen in Frieden zusammen leben können. Und bis es soweit ist, will sie eben das tun, was sie kann.

An einem Tag sitzt Maria in ihrem kleinen Häuschen. Es wird schon langsam dunkel.

Auf einmal tritt eine Person in ihr Haus. Maria erschrickt! Wer ist das? Und wie ist er hereingekommen? Und wieso ist es auf einmal so hell im Zimmer?

„Hab keine Angst, Maria! Gott schickt mich zu dir! Er hat etwas ganz Besonderes vor und dafür braucht er dich!“

„Mich? Aber was sollte ich denn tun können?“

„Du wirst ein Kind bekommen. Ein Kind, das Gott dir schenkt. Es ist ein besonderes Kind! Denn in diesem Kind kommt Gott selbst in diese Welt und zu allen Menschen, die ihn brauchen!“

„Ich soll dieses Kind bekommen? Aber wie soll das gehen? Bin ich dafür wirklich die Richtige?“

„Hab keine Angst, Maria! Gott wird bei dir sein!“

Und dann war die Gestalt verschwunden!


Maria blieb verwundert zurück!

War das etwa ein Engel gewesen, der da mit ihr gesprochen hatte? Und was war das für eine merkwürdige Geschichte? Sie sollte ein Kind bekommen? Ein besonderes Kind?

Aufgeregt lief Maria zu ihrem Verlobten Josef. Denn wem, außer ihm, konnte sie davon erzählen?

Josef war ein guter Mann, und Maria freute sich, dass sie bald heiraten würden. Auf ihn konnte sie sich verlassen. Ihm vertraute sie voll und ganz. Er würde auch jetzt wissen, was zu tun war! Und wenn sie wirklich ein Kind bekam, dann ging das nur mit Josef zusammen!

Als sie bei ihm ankam, sprudelte Maria gerade so über von dem, was sie da erlebt hatte.


Als Maria wieder gegangen war, wusste Josef gar nicht, was er von all dem halten sollte. Was war das doch für eine eigenartige Geschichte, die Maria ihm da erzählt hatte? Ein Engel war bei ihr gewesen? Ein Engel, den Gott zu ihr geschickt hatte? Und sie sollte ein Kind bekommen? Ein Kind, das Gott zu den Menschen bringen sollte?

Josef konnte das alles nicht so recht glauben! Und überhaupt: ein Kind? Jetzt schon? Sie waren doch noch nicht mal verheiratet? Das ging Josef alles irgendwie zu schnell.

Und ganz im Inneren überlegte er sich sogar, ob es nicht besser wäre, wenn er Maria heimlich verließ!


Unruhig und mit vielen wirren Gedanken schlief Josef an diesem Abend ein! Da hatte er einen Traum: ein Engel erschien ihm! So ein Engel, wie er auch bei Maria gewesen war.


„Hab keine Angst, Josef! Es ist genau so, wie Maria es dir erzählt hat. Gott hat sie auserwählt, dieses Kind zur Welt zu bringen. Aber Gott braucht auch dich, Josef! Maria braucht dich. Und das Kind wir dich noch viel mehr brauchen. Du darfst sie jetzt nicht im Stich lassen. Vertrau ihr – und vertraue Gott. Er wird euch helfen!“


Als Josef am nächsten Morgen aufwachte, war er ganz ruhig! Ja, er würde zu Maria halten und egal, was sie in den kommenden Monaten erwartete, sie würden es gemeinsam bestehen!



Wie es mit Josef, Maria und dem Engel weitergeht, erfahrt ihr bald. Vielleicht wisst ihr es auch schon. Aber das macht ja nichts. Schöne Geschichten, darf man schließlich immer wieder erzählen und hören.

Und nächste Woche lernt ihr deshalb noch 2 weitere wichtige Personen kennen.

Wen? Das verrate ich euch am 2.Advent! :-)

Bis bald also!

Euer Wolli



P.S. Hier findet ihr die Vorlagen für MARIA, JOSEF und den ENGEL. Und natürlich gibt es auch eine genaue Bastelanleitung, denn bei Maria müsst ihr etwas beachten! Die Bastelanleitung findet ihr HIER!



21 Ansichten0 Kommentare