Wolli und die Freudenboten


Hallo zusammen!

Wie versprochen habe ich mir nun den Adventstisch in Schwarzach angeschaut…

Aber noch bevor ich überhaupt dort angekommen war, bin ich auf diesen Adventskranz gestoßen!


Hab ich am 1.Advent gedacht, dass unser Adventskranz in der Lichtenauer Kirche riesig ist, dann nehme ich alles zurück…

Der hier vor dem Münster, der stellt unseren in der Kirche schlichtweg in den Schatten.

Der ist jetzt wirklich, wirklich riesig!

Da könntet ihr alle mit drauf sitzen!! ;-)




So, nun aber ins Münster! Und: da ist dann auch der Tisch.

Hier steht auch „Hoffnung“ dran! Das kenn ich schon von den anderen beiden Tischen. Aber hier steht auch „Freude“.


„Freude“? Hmm… ich überleg gerade, wie das mit der Freude gerade aussieht...

Sicher, die Kinder freuen sich auf Weihnachten und hoffen, dass viele Wünsche von ihrem Wunschzettel erfüllt werden. Sie freuen sich auf die Ferien und auf Zeit, die sie mit den Eltern verbringen können. Sie haben sich gefreut über ihre gefüllten Stiefel am Nikolaus (bei manchen haben die Schuhe und Strümpfe gar nicht gereicht, um all ihre Geschenke rein zu füllen)… aber ich höre auch, dass andere traurig sind oder sich allein fühlen… weil Angebote abgesagt werden und Pläne umgeworfen werden müssen…

Hmm „Freude“?

Aber da steht ja einer, den ich fragen kann!


Wolli: Hallo Engel, schön dich zu treffen. Sag mal, kannst du mir erklären, was das mit der Freude auf sich hat? Ich finde, so arg freuen sich die Leute in diesem Jahr gar nicht.

Engel: Umso wichtiger ist, dass wir als Freudenboten unterwegs sind!

Wolli: Freudenboten?

Engel: Ja, so nennt man uns Engel aber auch alle anderen, die schöne Botschaften überbringen.

Wolli: Das verstehe ich nicht! Erklär mal!

Engel: Du kennst doch die Weihnachtsgeschichte, oder?

Da sind wir Engel zu den Hirten gekommen und haben ihnen die Frohe Botschaft gebracht, dass Jesus geboren ist. Das war eine echte Freudenbotschaft! Die haben sich so darüber gefreut, dass sie alles haben stehen und liegen lassen und zum Stall gerannt sind.

Wolli: Ah, jetzt verstehe ich: „Freude“ steht hier auf dem Tisch nicht nur dafür, dass wir uns über irgendwas oder auf etwas freuen – sondern auch dafür, wie wir anderen eine Freude machen können und so selbst zu Freudenboten werden können?

Engel: Ja, genau. Schau dich ruhig mal genauer hier um.

Da siehst du die Äpfel in dem Korb. Sie erinnern an den Bischof Nikolaus, dessen Gedenktag wir in dieser Woche feiern.

In einer Geschichte wird erzählt, wie er einer armen Familie Goldklumpen nachts durchs Fenster warf, die so groß waren wie Äpfel. Er ließ Häuser bauen für Arme und für Waisenkinder. Er sorgte für Getreide während einer Hungersnot.

Wolli: Also war er auch ein Freudenbote?

Engel: Ja, ganz sicher. Du weißt doch, dass eigentlich jeder ein Freudenbote sein kann – oder auch ein „Engel“, wenn du so willst.




Wolli: Ah ja – und dazu passt dann auch dieser Bastelbogen hier, nicht wahr?

Da kann man eine Krippe und ein kleines Sparkässchen draus basteln und Geld hinein tun, das man dann für arme Kinder spendet.

Da werden wir dann auch zu Freudenboten für diese Kinder.

Engel: Ja, genau, das ist eine Aktion der Sternsinger, die ja im Januar nochmal extra Geld sammeln für Kinder in armen Ländern.

Aber du musst noch weiterschauen, dann entdeckst du hier in der Kirche nochmal was.




Wolli: Ach, schau mal, da stehen ja lauter Lebensmittel in einer Kiste.

Haben die auch Freudenboten gebracht?

Engel: (lacht) Ja, die haben lauter Freudenboten aus unseren Gemeinden gebracht. Die Dinge werden über den Bühler Tafelladen an Menschen hier in der Gegend verteilt, die sich nicht so einfach alles kaufen können, was sie sich wünschen.

Wolli: Jetzt verstehe ich: Die „Freude“ hier auf dem Tisch erinnert uns also daran, dass wir zu Freudenboten für andere werden können – und andere werden es vielleicht auch für uns.

Mach’s gut, Engel, du hast mir sehr weitergeholfen! Jetzt will ich aber doch gucken, ob ich das auch auf den anderen beiden Tischen entdecke…

Engel: Tschüß, Wolli, schau mal wieder vorbei!

Wolli: Das mache ich ganz bestimmt!!




Direkt vom Münster bin ich in die Scherzheimer Kirche!

Und siehe da: auch dort hat ein Freudenbote Spuren hinterlassen.

Da stand nämlich ein wunderschöner lila Gummistiefel – gefüllt mit leckeren Sachen…











Und daneben habe ich die Barbara-Zweige entdeckt, die wir am 4. Dezember abgeschnitten haben. Wenn die an Weihnachten blühen, dann sind es auch Freudenboten! :-)














Und in Lichtenau da war auch ein Nikolausstiefel… Ein blauer…

Klar, die Freudenboten kommen ja zu Mädchen und Jungs! Die machen da gar keinen Unterschied!

Und Barbarazweige gab es auch.

Und einen Bastelbogen, wie ich einen Schoko-Nikolaus in einen echten Nikolaus im Bischofsgewand verwandeln kann. Witzig! ;-)







Und daneben eine Schale mit Äpfeln. Da darf ich mir sogar einen mitnehmen!

Zum selber essen – vielleicht als Bratapfel? Oder zum Verschenken. Dann werde ich gleich heute noch zum Freudenboten! :-)

Das mach ich doch glatt!

Mann, das war jetzt aber ein aufregender Ausflug. Mir schwirrt noch richtig der Kopf vor lauter Freude und Freudenboten und Engeln und Nikoläusen…


…doch wenn ihr denkt, dass der Abend damit zu Ende war und ich nix Freudiges mehr erlebt habe, dann täuscht ihr euch gewaltig!

Denn seht mal, wer dann zu Hause auf mich gewartet hat… ;-)

War er bei euch auch???

Bestimmt!!!


Bis bald wieder!

Euer Wolli







P.S. Falls ihr in dieser Woche keine Möglichkeit habt, in eine unserer Kirchen zu gehen, weil ihr zu weit weg wohnt oder krank seid oder ??? – dann findet ihr den Impuls für euch zu Hause auch HIER! Aber viiiiel besser ist es in der Kirche! Da kann man gucken, riechen, lauschen – und einen Apfel und einen Bastelbogen mitnehmen! ;-)



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