Wolli und die starken Männer

Aktualisiert: 26. Dez. 2021

Hallo, ihr alle!

Dieses Mal habt ihr aber lange auf meine Post warten müssen. Tut mir leid! Aber jetzt!

Natürlich war ich auch in der 3. Adventswoche bei unseren Adventstischen.

Ist doch klar! Schließlich wollte ich gucken, was an den Tischen verändert wurde. Das ist ja oft gar nicht so viel und man muss ein bisschen suchen und überlegen – aber das finde ich gerade toll!

Auf dem Weg nach Scherzheim habe ich das Lied vor mich hin gesummt, das uns jetzt schon in der 3.Woche begleitet:

„Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht…“


Und wenn ich das richtig verstanden habe und in jeder Woche ein anderes Wort aus diesem Lied die Gestaltung vom Tisch bestimmt, dann müsste es dieses Mal das Wort „Stärke“ sein.

Stärke… wie man das wohl darstellt?


Aber bevor ich mir das genau anschauen konnte, blieb ich beim Adventskranz in der Scherzheimer Kirche sitzen.

Nach den beiden großen, ja riesigen, Adventskränzen aus den letzten beiden Wochen hat dieser hier genau die richtige Größe für mich!

Guckt: wie für mich gemacht! :-)





Ja, und dann bin ich weiter zum Tisch.

Aber, o Schreck, wer steht denn da herum? Ein grimmig ausschauender Kerl. Richtig furchteinflößend…

Ich weiß nicht, ob ich den näher kennenlernen will!


GROßER NUSSKNACKER: Hey, Kleiner, was machst du hier?


WOLLI: Ich? Ich wollte mir nur den Tisch anschauen. Aber wenn ich dich störe, dann bin ich auch gleich wieder weg.


GROßER NUSSKNACKER: Nein, du störst nicht! Ich freu mich ja, dass mich jemand besuchen kommt. Komm nur näher und schau dir meinen Tisch genau an.


WOLLI: Deinen Tisch? Wieso denn deinen Tisch?

GROßER NUSSKNACKER: Na, das sieht man doch! Hier liegen überall Nüsse herum und ich bin ein Nussknacker. Und auf dem Tisch steht „Stärke“ und ich bin stark! Groß und stark! Jawohl!


WOLLI: Ja, naja, so betrachtet…

Aber so ganz verstehe ich es noch nicht. Was haben Nüsse mit Stärke zu tun? Und wie passt du dazu? Und wie passt ihr alle zum Advent?

GROßER NUSSKNACKER: Also: uns Nussknacker gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert. Wir können mit dem Mund Nüsse knacken, deswegen werden wir früher in manchen Gegenden auch „Nussbeißer“ genannt. Aber vor allem waren wir als Dekoration gedacht in der Advents- und Weihnachtszeit. Ab dem 19. Jahrhundert wurden wir vor allem im Erzgebirge hergestellt und hier bekamen viele von uns dann auch so ein bisschen ein grimmiges Aussehen. Wir wurden Personen der Obrigkeit nachgebaut: Gendarmen, Soldaten, Königen. Aber, glaube mir, das Grimmige ist nur äußerlich! Eigentlich sind wir alle ganz nette, gesellige Typen!

So, nun weißt du also schon mal, was ich mit dem Advent zu tun habe und mit den Nüssen. Und was haben Nüsse mit Stärke zu tun? Na, guck mich an! Wenn man so viele Nüsse knackt wie ich, dann wird man groß und stark!





Naja, so ganz überzeugt war ich nicht. Aber mir wollte es zumindest nicht gelingen, die Nüsse zu knacken. Weder mit den Pfoten noch mit dem Mund. Vielleicht hatte der Große Nussknacker doch Recht?

Nachdenklich wanderte ich nach Lichtenau zurück.








Vorsichtig spickelte ich in die Kirche. Ob da wohl auch so ein grimmiger Kerl rumstand?

Nein, der hier sah sehr viel freundlicher aus. Und: er war auch nicht so groß.

Und so wagte ich es auch gleich, ihn nach der Stärke zu fragen – und den Nüssen.

Und was er mir antwortete, gefiel mir ausgesprochen gut. Vermutlich weil ich selbst ja auch nicht sooo groß bin und auch nicht wirklich stark…

Er sagte nämlich folgendes:


KLEINER NUSSKNACKER: Tja, weißt du: mit der Stärke ist das so eine Sache. Die sieht man nicht immer von außen. In den Nüssen da ist Stärke drin – das merkt man aber erst, wenn man die Nüsse irgendwie verarbeitet oder isst.

Auch Menschen, Schafe und Nussknacker können stark sein – ohne dass sie besonders groß sind. Für die Stärke, die ich meine, brauchen sie noch nicht mal besonders viele Muskeln. Es ist eher eine innere Stärke. Zum Beispiel, weil man klug ist, und weiß, wie man in schwierigen Situationen handeln kann. Oder weil man vertraut – zum Beispiel darauf vertraut, dass Gott einem hilft. Dass ist eine innere Stärke – man nennt sie auch „Glaubensstärke“.

Das gefiel mir besonders gut: „Glaubensstärke“! Passte das nicht ganz genau zu dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“?


Und da fiel mir noch was ein: wir Schafe, wir haben ja unseren Hirten. Ihm vertrauen wir. Er ist für uns da. Er beschützt uns auch vor wilden Tieren. Und er versorgt uns. Und wenn ein Schaf aus der Herde verwundet ist, dann pflegt der Hirte es gesund. Und weil wir Schafe das wissen, sind wir auch mutig, wenn wir unterwegs mal schwierige Wegstrecken überwinden müssen. Weil wir wissen: unser Hirte hilft uns! Er macht uns stark!

Und ist euer Gott nicht so wie unser Hirte? Dann ist er es auch, der euch stark macht. Oder nicht? Ich glaub schon! Denkt mal drüber nach! :-)

Bis nächste Woche!

Euer Wolli!


P.S. Falls Ihr euch den Impuls zur Stärke am 3.Advent nicht geholt habt, findet ihr ihn HIER!

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