Wolli und die Sterndeuter


Hallo zusammen!

Schaut mal, was in meinem Adventskalender drin war! Das sind Karten mit Sternbildern drauf. Auf dem Foto sieht man es leider nicht ganz so gut, aber ich hoffe, ihr könnt doch ein bisschen was erkennen!

Hier auf meinen Karten gibt es den Orion, den Drachen und den großen Bären, in dem der große Wagen versteckt ist.

Ich hab mich total über diese Karten gefreut. Warum? Ich verrate es euch! Wie ihr vielleicht noch aus dem Sommer wisst, bin ich ein großer Weltall-Fan. Und wenn ich abends in den Sternenhimmel schaue, dann kann ich mich gar nicht satt sehen, weil ich das so toll finde, wieviel Stern man hier bei uns sieht. Aber leider kenn ich mich mit diesen Sternbildern überhaupt nicht aus. Ehrlich gesagt, erkenne ich immer nur den großen Wagen. Aber mit diesen Kärtchen hier kann ich nun noch nach drei anderen Ausschau halten! ;-)

Der andere Grund aber, warum ich mich so über diese Kärtchen gefreut habe, ist, dass sie einfach super zu den 3 Figuren passen, die ich euch heute vorstellen will.

Heute begegnen uns nämlich die „Weisen aus dem Morgenland“, wie sie in der Bibel genannt werden.

„Weise“ das sind besondere Gelehrte. Manche sagen, es seien Magier gewesen. Wahrscheinlich sind mit den „Weisen“ aber Wissenschaftler gemeint, die sich unter anderem mit den Sternbildern befassen. Und zur damaligen Zeit, als unsere Geschichte spielt, da glaubte man, dass bestimmte Sternbilder etwas darüber aussagen, was in unserer Welt geschieht.

Das „Morgenland“ – damit ist vermutlich Persien gemeint.

Wie sie hießen? Nun, in der Bibel stehen keine Namen und auch nicht wie viele Weisen es eigentlich waren. Später aber bekamen sie dann die Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“. Und weil die Figuren in einer Geschichte doch Namen haben sollten, nenne ich sie in meiner Geschichte heute eben auch so! J

So aber nun genug geredet! Jetzt geht die Geschichte endlich los!

Balthasar stand unter dem weiten Sternenhimmel und schaute konzentriert durch sein Fernrohr. „Täusche ich mich…? …mhm…ich bin mir nicht sicher…“ murmelte er.

„Was?“ der junge Caspar kam zu ihm „Was hast du gesagt, Balthasar?“

Balthasar erschrak. Er war so vertieft gewesen in seine Gedanken, dass er gar nicht gemerkt hatte, wie Caspar zu ihm gekommen war. „Ich meinte: ich bin mir nicht sicher!“

„Womit?“ auch Caspar nahm nun sein Fernrohr aus der Umhängetasche und schaute in den Himmel.

„Ich hab das Gefühl, dass ich heute Abend einen Stern gesehen habe, der mir vorher noch nicht aufgefallen war. Aber vielleicht täusche ich mich auch! Lass uns mal auf den Sternkarten nachschauen, dann wissen wir es gleich genauer.“

Gemeinsam rollten sie die große Sternkarte aus und vertieften sich in die bekannten Sternbilder. „Ja, hier ist Jupiter und hier Saturn… dort haben wir Orion und da… hmm… merkwürdig… genau da habe ich den Stern gesehen, aber hier auf der Karte gibt es ihn nicht. Haben wir ihn bisher übersehen?“

Nachdenklich kratzte sich Balthasar am Bart.

„Übersehen? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Caspar. „Du weißt doch, wie genau Melchior dabei ist, alle Sterne, die wir beobachten, richtig auf den Sternkarten einzuzeichnen.“

„Aber ein neuer Stern? Ein ganz neuer? Kann das denn sein?“ Balthasar klang nachdenklich.

„Komm, wir rufen mal Melchior. Er ist der erfahrenste von uns drein und kennt die Sternenkarten in und auswendig. Er wird gleich sehen, ob an deiner Entdeckung was dran ist!“, war Caspar sich sicher.

„Melchior! Melchior!“ riefen sie gemeinsam nach ihrem Freund und Kollegen.

„Was schreit ihr denn so mitten in der Nacht? Ist etwas passiert?“ Melchior kam zu den beiden anderen nach draußen.

„Melchior, ich glaube, ich habe einen neuen Stern entdeckt. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch“, erklärte Balthasar.


„Einen neuen Stern? Wo?“ Melchior war auf einmal ganz aufgeregt. „Wo? Schnell! Zeig ihn mir!“ Melchior klang richtig ungeduldig. Verwundert sahen sich Balthasar und Caspar an. So hatten sie ihren Freund noch nie erlebt. Er war sonst immer die Ruhe selbst. „Nun zeig doch schon endlich, wo du den Stern gesehen hast, Balthasar!“

Nun kam Caspar dem Wunsch seines Kollegen nach und zeigte ihm den Stern, den Balthasar entdeckt hatte.

Schweigend schaute Melchior durch sein Fernglas! Lange, sehr lange schaute er nur! Sagte kein Wort! Jetzt wurden die anderen beiden unruhig: „Nun sag doch, Melchior! Was ist los?“

„Er ist es!“ flüsterte Melchior! „Endlich!“

„Was? Wer? Was meinst du damit?“ Riefen die anderen beiden.

Endlich setzte Melchior sein Fernrohr ab und drehte sich zu seinen beiden Freunden um. „Endlich ist er aufgegangen! Es wurde auch höchste Zeit!“ Caspar und Balthasar verstanden immer noch nichts und schauten Melchior nur fragend an.

„Kommt, setzt euch zu mir. Ich erkläre es euch!“ sagte Melchior und setzte sich mitten unter den weiten Sternenhimmel auf den Boden: „Vor vielen hundert Jahren gab es eine Weissagung, dass eines Tages ein Stern aus Israel aufgehen wird. Diese Verheißung meinte damals schon einen besonderen König, einen Retter. Er sollte seinem Volk zu Hilfe kommen aber auch für alle anderen Völker eine große Bedeutung haben. Die Menschen haben viele hundert Jahre auf ihn gewartet. Und umso friedloser das Leben in der Welt wurde, umso größer wurde die Sehnsucht nach diesem besonderen König. Ja, ich selbst gehöre zu denen, die es dringend herbeisehen, dass dieser König geboren wird. Und nun scheint es endlich so weit zu sein. Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass der Stern, den ihr beide entdeckt habt, auf diesen neuen König hinweist.“


„Ein besonderer König? Meinst du wirklich? Und einer, der nicht nur für sein eigenes Volk von Bedeutung ist sondern weit darüber hinaus?“, fragte Balthasar nach.

„Ja, das glaube ich! Denn sagt selbst: wann habt ihr es schon mal erlebt, dass für einen normalen König ein Stern aufgegangen ist. Nein, das muss ein ganz besonderer König sein, dass sein Zeichen am Himmel erscheint!“

„Wollen wir nicht nachschauen?“, Caspar hatte diese Frage ganz leise gestellt.

„Nachschauen? Du meinst, einfach losgehen und dem Stern folgen ganz egal, wohin er uns führt? Das kann eine ziemlich weite Reise werden. Andererseits würde ich diesen besonderen König tatsächlich gerne kennenlernen“, meinte Melchior.


„Gut!“ aufgeregt sprang Caspar auf, „dann lasst uns keine Zeit verlieren. Wir wollen dem Stern folgen und schauen, in welchen Palast er uns führt!“


„Ja, und Geschenke wollen wir ihm auch bringen. Geschenke, die einem König würdig sind. Also das Wertvollste, was wir haben: Gold, Weihrauch und Myrre“, ergänzte Balthasar, während auch er aufstand.


Nun richtete sich auch Melchior auf:

„Ja, mit euch gemeinsam will ich es wagen, die weite Reise anzutreten. Ich bin gespannt, wohin uns der Stern führen wird. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir den neuen König nicht in einem Palast finden. Aber wir werden sehen.

Nun ist es erstmal wichtig, dass wir den Stern nicht aus den Augen verlieren!“


Und so machten sich drei Weise aus dem Morgenland auf einen weiten Weg – nur geführt von einem Stern.



So, Ihr Lieben, das war’s für heute! Die Sterndeuter gehen schon mal los. Sie haben noch einen weiten Weg vor sich, bis sie dort ankommen, wo ein neuer König geboren werden soll.

Aber nächste Woche treffen wir sie ganz gewiss wieder. Bis dahin wünsche ich euch viel Freude dabei, die „Weisen aus dem Morgenland“ für euer Krippenspiel zu basteln!

Bis bald!

Euer Wolli



P.S. Zu der Bastelvorlagen unserer 3 Sterndeuter kommt ihr HIER!

Und falls ihr nochmal die Bastelanleitung braucht, die findet ihr HIER!

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