• Ute Braun

Wollis Lieblingssonntag

Hallo Kinder!

An diesem Sonntag ist mein Lieblingssonntag!

Warum? Das ist der Sonntag vom „Guten Hirten“! Und jedes Schaf weiß, wie wichtig es ist, wenn man einen guten Hirten hat. Einen, der auf einen aufpasst und einen auf schöne Wiesen führt und an Wasserbäche.

Ich finde, es ist ein schönes Bild, das die Menschen da für ihren Gott haben: Gott sorgt für uns alle wie ein guter Hirte für seine Schafe!

Zu diesem Sonntag gehört der Mutmach-Psalm, den ich euch schon mal geschrieben habe. Erinnert ihr euch noch? Der Psalm 23:

Der HERR ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.


Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

In der Bibel gibt es noch viele andere Texte und Geschichten, die davon erzählen, dass Gott wie ein guter Hirte ist. Meine Lieblingsgeschichte hat Jesus erzählt. Sie steht im Lukasevangelium und geht so:

Ein Mann hatte 100 Schafe! Er sorgte gut für sie!

Er führte sie auf schöne Weiden, brachte sie an lustige Wasserbäche, wo sie trinken konnten.

Und nachts bewachte er sie gut, damit nicht ein wildes Tier kommen würde, und ein Schaf auffrisst.

Jeden Morgen und jeden Abend zählte er seine Schafe durch, damit er sicher war, dass keines verloren gegangen ist.

Auch an diesem Morgen zählte er: 1,2,3,4,5,6,7,8,9…..97,98,99…

Oh, was war das? Nur 99 Schafe? Das konnte aber nicht sein!

Also zählte er nochmal: 1,2,3,4,5,6,7,8,9…..97,98,99…

Nein, er hatte sich nicht verzählt! Es waren tatsächlich nur 99 Schafe!

Oh Schreck! Wo war denn das 100. Schaf?

Aufgeregt begann der Mann alles abzusuchen. Er schaute hinter den Büschen und im Stall… Kein Schaf!

Er schaute im Hühnerstall und hinter dem Misthaufen… Kein Schaf!

Da entdeckte er ein Loch im Zaun…

Konnte das denn sein, dass das Schaf hier durchgeschlüpft war?

So sah es aus!

Also ließ der Mann seine 99 Schafe zurück und machte sich auf den Weg, um sein Schaf zu suchen.

Er ging weit, ganz weit. Kletterte auf einen Berg, streifte durch den Wald, guckte sogar in einem kleinen Tümpel, ob da vielleicht sein Schaf hineingeplumpst war…

Immer wieder rief er und lockte sein Schaf.

Er suchte den ganzen Tag…

Und dann, als er kurz davor war, aufzugeben… entdeckte er es endlich. Sein Schaf hatte sich in einer Dornenhecke verheddert!

Schnell lief er hin, befreite sein Schaf aus den Dornen, nahm es glücklich auf den Arm und lief mit ihm nach Hause.

Er war so glücklich, dass er am selben Abend noch ein großes Fest mit seinen Nachbarn und Freunden machte. Alle sollten sich mit ihm freuen, dass er sein verlorenes Schaf wieder gefunden hatte!


Genau so, sagte Jesus, ist es mit Gott. Er sucht jeden, der sich verirrt hat. Jeden der verloren geht. Und wenn er einen findet, dann freut er sich! – So sehr wie der Mann in der Geschichte!

Das ist doch eine schöne Geschichte, oder?


So aus Sicht eines Schafes muss ich ja zugeben, dass es mich manchmal auch reizt, ein bisschen auszubüxen und die Welt zu erkunden! Da gibt es ja so viel zu entdecken! Aber ebenso froh bin ich dann, wenn ich nicht mehr heim finde, dass mein Hirte mich sucht und wieder nach Hause bringt. Dort wo ich sicher bin, wo meine Familie wohnt und meine Freunde sind!


Und dass Gott es auch so macht, finde ich sehr, sehr schön!

Weil ich diese Geschichte vom verlorenen Schaf so schön finde, haben wir uns ein Spiel für euch ausgedacht. Das „Spiel mit einem sehr neugierigen Schaf“!

Dafür wurde extra für euch ein Spielplan gemalt, den ihr HIER findet!

Und es gibt verschiedene Ereigniskarten. Die findet ihr HIER!

Natürlich gibt es auch eine Spielanleitung – die ist HIER!

Am schönsten ist das Spiel, wenn als Spielfiguren kleine Schafe unterwegs sind. Die Bastelanleitung dazu findet ihr HIER.


Und dann braucht ihr nur noch einen Würfel und ein paar Mitspieler!

Ich hab es mit meinen Mitbewohnern hier gespielt und wir hatten viel Spaß dabei!

Ich hoffe, ihr auch!

Bis ganz bald wieder!


Euer Wolli

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